
CC 24 2007
Set
Stgl./BU
BeNeLux-Satz
Belgien · 50 Jahre Römische Verträge
Auflage15.000
Ausgabepreis60,00 €
Ausgabedatum25.03.2007
VerpackungSet
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (3 Münzen)24,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom, den die sechs Gründungsmitglieder am 25. März 1957 in Rom schlossen. Das Motiv zeigt das unterzeichnete Vertragswerk vor dem von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflaster der Piazza del Campidoglio, dem Ort der Unterzeichnung. Darüber steht „Europa“ in der jeweiligen Landessprache; Anlass und Landesbezeichnung ergänzen das Motiv.
Das Motiv
Die Münze zeigt in ihrer Mitte das von den sechs Gründungsmitgliedern unterzeichnete Vertragswerk vor dem Hintergrund des von Michelangelo gestalteten sternförmigen Straßenpflasters der Piazza del Campidoglio in Rom, wo der Vertrag am 25. März 1957 unterzeichnet wurde. Direkt über dem Vertragswerk ist das Wort „Europa“ in der jeweiligen Sprache eingeprägt. Als Inschriften erscheinen oberhalb des Gesamtmotivs der Ausgabeanlass und unterhalb das Ausgabeland in der/den jeweiligen Sprachfassung(en) sowie die Jahreszahl 2007. Der äußere Münzring trägt die zwölf Sterne der Europäischen Union.
Hintergrund zum Thema
Mit dem Ausdruck „Römische Verträge“ sind zwei Abkommen gemeint: der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom). Vertragsparteien waren Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Beide Verträge traten Anfang 1958 in Kraft.
Die europäische Zusammenarbeit hatte zuvor bereits mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl begonnen. Sie stellte zentrale Grundstoffe der Rüstungsindustrie unter gemeinsame Kontrolle und sollte dadurch neue militärische Konflikte zwischen den beteiligten Staaten erschweren. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Integration stärker auf wirtschaftliche und technische Bereiche.
Die EWG zielte auf einen gemeinsamen Markt. Zölle zwischen den Mitgliedstaaten sollten schrittweise abgeschafft, ein gemeinsamer Außenzoll eingeführt und Hindernisse für den grenzüberschreitenden Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital abgebaut werden. Zugleich entstanden gemeinsame Regeln und Politikfelder, etwa für Landwirtschaft, Handel und Wettbewerb. Euratom sollte die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft. Ihre Institutionen und Rechtsordnung bildeten einen wesentlichen Bestandteil der Europäischen Union. Kennzeichnend war, dass die Mitgliedstaaten bestimmte Zuständigkeiten dauerhaft gemeinsamen Organen übertrugen und gemeinschaftliche Rechtsakte verbindliche Wirkung erhielten.
Der Kapitolsplatz verweist zugleich auf Rom als historischen und politischen Bezugspunkt. Der Kapitolshügel war seit der Antike ein Zentrum des öffentlichen Lebens der Stadt. Seine heutige Platzanlage geht auf eine Neuordnung durch Michelangelo im 16. Jahrhundert zurück; Teile des Entwurfs wurden erst wesentlich später verwirklicht.
Für das Jubiläum entschieden sich die Staaten erstmals bei einer 2-Euro-Gedenkmünze für ein gemeinsames Motiv. Damit wurde nicht nur an ein Vertragsjubiläum erinnert, sondern auch die aus den Verträgen hervorgegangene institutionelle Zusammenarbeit durch eine in mehreren Staaten umlaufende Münze dargestellt.
Die europäische Zusammenarbeit hatte zuvor bereits mit der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl begonnen. Sie stellte zentrale Grundstoffe der Rüstungsindustrie unter gemeinsame Kontrolle und sollte dadurch neue militärische Konflikte zwischen den beteiligten Staaten erschweren. Nach dem Scheitern weitergehender Pläne für eine europäische Verteidigungsgemeinschaft verlagerte sich die Integration stärker auf wirtschaftliche und technische Bereiche.
Die EWG zielte auf einen gemeinsamen Markt. Zölle zwischen den Mitgliedstaaten sollten schrittweise abgeschafft, ein gemeinsamer Außenzoll eingeführt und Hindernisse für den grenzüberschreitenden Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital abgebaut werden. Zugleich entstanden gemeinsame Regeln und Politikfelder, etwa für Landwirtschaft, Handel und Wettbewerb. Euratom sollte die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung der Kernenergie koordinieren, Forschung fördern und die Versorgung mit Kernmaterial überwachen.
Aus der EWG entwickelte sich später die Europäische Gemeinschaft. Ihre Institutionen und Rechtsordnung bildeten einen wesentlichen Bestandteil der Europäischen Union. Kennzeichnend war, dass die Mitgliedstaaten bestimmte Zuständigkeiten dauerhaft gemeinsamen Organen übertrugen und gemeinschaftliche Rechtsakte verbindliche Wirkung erhielten.
Der Kapitolsplatz verweist zugleich auf Rom als historischen und politischen Bezugspunkt. Der Kapitolshügel war seit der Antike ein Zentrum des öffentlichen Lebens der Stadt. Seine heutige Platzanlage geht auf eine Neuordnung durch Michelangelo im 16. Jahrhundert zurück; Teile des Entwurfs wurden erst wesentlich später verwirklicht.
Für das Jubiläum entschieden sich die Staaten erstmals bei einer 2-Euro-Gedenkmünze für ein gemeinsames Motiv. Damit wurde nicht nur an ein Vertragsjubiläum erinnert, sondern auch die aus den Verträgen hervorgegangene institutionelle Zusammenarbeit durch eine in mehreren Staaten umlaufende Münze dargestellt.
Wissenswertes
Jahrgangssatz BeNeLux 2007, enthält jeweils alle sieben Nominale von 1 Cent bis 1 Euro von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden sowie von allen drei Ländern die 2-€-Gedenkmünze "Römische Verträge", mit Medaille (Nennwert: 3 x 3,88 € = 11,64 €)
