Rückseite Spanien 2014 Doppelportrait Felipe VI - Juan Carlos – Rückseite
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CC 183 2014 2-Euro-Münze Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe

2 Euro Stgl./BU

Spanien · Doppelportrait Felipe VI - Juan Carlos

Auflage7.967.500
Ausgabedatum10.12.2014
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis5,78 €

Auflagenangabe der Quelle: 7.967.500

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Die Gedenkmünze erinnert an den Thronwechsel. Das Motiv zeigt ein Doppelporträt von König Felipe VI und König Juan Carlos I.; darunter steht „ESPAÑA — 2014“, rechts befindet sich das Münzzeichen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.

Das Motiv
Die Münze zeigt ein Doppelportrait von König Felipe VI und König Juan Carlos I. Darunter das Ausgabeland und das Ausgabejahr: „ESPAÑA — 2014“. Rechter Hand ist das Münzzeichen eingraviert. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Juan Carlos I. wurde 1975, nach dem Tod des Diktators Francisco Franco, zum König ausgerufen. Franco hatte ihn bereits 1969 als künftigen Staatschef vorgesehen. Während der anschließenden Umgestaltung Spaniens von einer Diktatur zu einer parlamentarischen Demokratie unterstützte Juan Carlos die politischen Reformen. Mit der Verfassung von 1978 wurde Spanien eine parlamentarische Monarchie. Der König ist seither Staatsoberhaupt, während die politische Leitung bei der gewählten Regierung liegt.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt Juan Carlos während des gescheiterten Militärputsches vom 23. Februar 1981. In einer Fernsehansprache trat er als Oberbefehlshaber der Streitkräfte für die verfassungsmäßige Ordnung ein. In späteren Jahren belasteten unter anderem öffentliche Kontroversen um das Königshaus und Ermittlungen gegen seinen Schwiegersohn das Ansehen der Monarchie. Am 2. Juni 2014 kündigte Juan Carlos seinen Verzicht auf die Krone an. Als Gründe nannte er die Notwendigkeit eines Generationswechsels und neuer Kräfte für die anstehenden Aufgaben.

Die spanische Verfassung enthält keine ausführliche Regelung des Verfahrens einer Abdankung. Sie schreibt jedoch vor, dass Abdankungen und Zweifel an der Thronfolge durch ein Organgesetz geregelt werden. Deshalb mussten beide Kammern des Parlaments ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Mit dessen Inkrafttreten endete die Regierungszeit von Juan Carlos.

Felipe VI., geboren 1968, ist der Sohn von Juan Carlos und Königin Sofía. Als Kronprinz trug er den Titel Fürst von Asturien und wurde auf seine spätere Aufgabe als Staatsoberhaupt vorbereitet. Nach der Abdankung seines Vaters wurde er vor den Cortes Generales, den beiden Kammern des spanischen Parlaments, zum König proklamiert. Anders als eine Krönung ist diese Proklamation Teil der verfassungsrechtlichen Amtsübernahme.

Die Münzausgabe dokumentierte damit einen seltenen staatlichen Vorgang: den ersten Wechsel an der Spitze der spanischen Monarchie seit Inkrafttreten der Verfassung von 1978. Die gemeinsame Darstellung des bisherigen und des neuen Königs verweist auf die verfassungsmäßige und dynastische Kontinuität des Staatsamtes.

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