Übersicht Italien 2014 450. Geburtstag von Galileo Galilei – Übersicht
CC 169 2014 Kursmünzensatz Stgl./BU

KMS BU

Italien · 450. Geburtstag von Galileo Galilei

Auflage12.000
Ausgabepreis24,00 €
Ausgabedatum17.06.2014
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis23,00 €

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Die Gedenkmünze würdigt den 450. Geburtstag des 1564 geborenen Galileo Galilei. Das Motiv zeigt seinen Kopf nach einem Gemälde von Justus Sustermans aus dem Jahr 1636 sowie ein astronomisches Fernrohr. Hinzu kommen der Namenszug „Galileo GALILEI“, die Jahreszahlen „1564-2014“, das Monogramm „RI“ der Italienischen Republik, das Münzzeichen „R“ und die Initialen „C.M.“ der Graveurin Claudia Momoni.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt den Kopf von Galileo Galilei nach dem Gemälde von Justus Sustermans aus dem Jahre 1636 (Florenz, Uffizien); halbkreisförmig darüber ist der Namenszug „Galileo GALILEI“, rechts der Buchstabe „R“ (Monogramm der Münze von Rom), ein astronomisches Fernrohr und die Initialen „C.M.“ (Monogramm der Graveurin Claudia Momoni), links die übereinander liegenden Buchstaben des Monogramms der Italienischen Republik „RI“ sowie im unteren Teil des Münzinnern die Jahreszahlen „1564-2014“ eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Galileo Galilei war Mathematiker, Physiker und Astronom. Er stammte aus Pisa und lehrte zunächst Mathematik in Pisa, später an der Universität Padua. Ab 1610 wirkte er am Hof der Medici in Florenz. Seine Arbeiten verbanden mathematische Beschreibung, gezielte Beobachtung und Experimente. Bei Untersuchungen zur Bewegung setzte er sich unter anderem mit Fallgesetzen und der Beschleunigung von Körpern auseinander. Damit trug er zur Entwicklung einer Physik bei, die Naturvorgänge quantitativ erfasst.

Galileo erfand das Fernrohr nicht, verbesserte aber nach Berichten über niederländische Instrumente dessen Konstruktion und richtete es systematisch auf den Himmel. Dabei erkannte er Unebenheiten auf der Mondoberfläche, zahlreiche zuvor nicht sichtbare Sterne und vier Monde des Jupiter. Die Phasen der Venus zeigten, dass Venus die Sonne umläuft. Solche Beobachtungen widersprachen einzelnen Bestandteilen des damals verbreiteten aristotelisch-ptolemäischen Weltbildes, nach dem die Erde unbeweglich im Zentrum des Kosmos stand.

Galileo verteidigte das von Nikolaus Kopernikus entwickelte heliozentrische Modell. Der Konflikt darüber war nicht nur wissenschaftlicher, sondern auch theologischer und institutioneller Natur: Bestimmte Bibelstellen wurden als Bestätigung einer ruhenden Erde ausgelegt. Nachdem Galileo 1632 seinen „Dialog über die zwei hauptsächlichen Weltsysteme“ veröffentlicht hatte, wurde er von der römischen Inquisition angeklagt. 1633 musste er seiner Lehre abschwören und verbrachte den Rest seines Lebens unter Hausarrest. Dennoch setzte er seine Forschungen fort; seine späten Arbeiten zur Mechanik erschienen außerhalb Italiens.

Die Münzausgabe knüpft mit dem runden Geburtsjubiläum an einen Wissenschaftler der italienischen Renaissance und des frühen 17. Jahrhunderts an. Galileo steht dabei zugleich für die Geschichte der Astronomie, für den Wandel naturwissenschaftlicher Methoden und für das konfliktreiche Verhältnis von neuer Forschung, überlieferten Lehrmeinungen und kirchlicher Autorität.

Wissenswertes

Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro sowie diese 2-€-Gedenkmünze (Nennwert: 5,88 €).

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