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CC 163 2014 Blister Stgl./BU

Blister BU

Portugal · 40. Jahrestag der Nelkenrevolution

Auflage6.014
Ausgabedatum23.04.2014
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis39,00 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an den 40. Jahrestag der Nelkenrevolution vom 25. April. Das Motiv zeigt zwei Bögen in der äußeren Form einer Nelke, die der Bewegung als Symbol diente und der Revolution ihren Namen gab, sowie das Staatswappen und die Inschriften „PORTUGAL“, „25 DE ABRIL“ und „40 ANOS“. Die Gestaltung der Buchstaben und Zahlen ist damaligen Plakaten und politischen Informationsmaterialien nachempfunden und soll die Hochstimmung nach der Revolution versinnbildlichen.

Das Motiv
Die zwei Bögen stellen die äußere Form einer Nelke dar, die als Symbol der Bewegung dient und der Revolution ihren Namen verlieh. Der Name des Ausgabestaats „PORTUGAL“ und das Staatswappen sind am oberen Rand des Münzinneren der Blume eingraviert. In der Mitte des Motivs steht das Datum der Revolution „25 DE ABRIL“ (25. April); darunter sind die seit der Revolution vergangenen Jahre „40 ANOS“ (40 Jahre) sowie das Ausgabejahr „2014“ eingeprägt. Die Form der Buchstaben und Zahlen ist den damaligen Plakaten und anderen politischen Informationsmaterialien vor 40 Jahren nachempfunden, um die der Revolution folgende Hochstimmung zu versinnbildlichen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Portugal wurde vor der Revolution jahrzehntelang vom autoritären „Estado Novo“ regiert. Das 1933 institutionalisierte Regime unter António de Oliveira Salazar beschränkte politische Parteien, Wahlen, Pressefreiheit und oppositionelle Tätigkeit. Eine politische Polizei überwachte und verfolgte Regimegegner. Nachdem Salazar 1968 aus gesundheitlichen Gründen abgelöst worden war, setzte Ministerpräsident Marcello Caetano die Grundstrukturen des Systems fort.

Ein wesentlicher Auslöser des Umsturzes waren die portugiesischen Kolonialkriege. Seit 1961 kämpfte Portugal gegen Unabhängigkeitsbewegungen in Angola, Guinea-Bissau und Mosambik. Die langjährigen Einsätze beanspruchten einen großen Teil des Staatshaushalts und führten zu wachsender Unzufriedenheit innerhalb der Streitkräfte. Vor allem jüngere und mittlere Offiziere schlossen sich im Movimento das Forças Armadas, der Bewegung der Streitkräfte, zusammen.

In der Nacht zum 25. April 1974 besetzten Einheiten dieser Bewegung strategische Punkte in Lissabon und anderen Städten. Über Rundfunksendungen wurden zuvor vereinbarte Signale zum Beginn der Operation verbreitet. Caetano verschanzte sich in einer Kaserne der Nationalgarde und übergab schließlich die Regierungsgewalt. Obwohl die Bevölkerung aufgefordert worden war, zu Hause zu bleiben, versammelten sich zahlreiche Menschen auf den Straßen. Zivilisten steckten Soldaten Nelken in die Gewehrläufe. Der Umsturz verlief mit vergleichsweise wenig Gewalt; Angehörige der politischen Polizei schossen jedoch auf Demonstranten.

Auf die Ablösung der Diktatur folgte eine politisch unruhige Übergangsphase, die als „Revolutionärer Prozess im Gang“ bezeichnet wird. Parteien wurden zugelassen, politische Gefangene freigelassen und die Zensur aufgehoben. 1975 fand die Wahl zu einer verfassunggebenden Versammlung statt; 1976 trat eine demokratische Verfassung in Kraft. Zugleich endeten die Kolonialkriege, und die meisten portugiesischen Gebiete in Afrika wurden unabhängig.

Der Anlass eignet sich für eine staatliche Gedenkmünze, weil der Umsturz den Ausgangspunkt der heutigen demokratischen Ordnung Portugals bildet. Der 25. April ist dort zudem ein gesetzlicher Feiertag, der als „Tag der Freiheit“ begangen wird.

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