CC 156 2013
2-Euro-Münze
Stgl./BU
2 Euro, 16er Set
Finnland · 125. Geburtstag des Nobelpreisträgers Frans Eemil Sillanpää
Auflage1.500
Ausgabepreis140,00 €
Ausgabedatum15.11.2015
VerpackungEindrückalbum
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Preis des Satzes (16 Münzen)135,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 125. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers F. E. SILLANPÄÄ, der 1939 insbesondere für „Miehen tie“ und „Nuorena nukkunut“ ausgezeichnet wurde. Das Motiv zeigt sein Porträt, darüber halbkreisförmig seinen Namen sowie seitlich die Lebensjahre 1888 und 1964. Sillanpää galt wegen seiner Radiosendungen und Weihnachtskolumnen als inoffizieller „Großvater“ Finnlands.
Das Motiv
Im Innern der Münze ist das Portrait von Sillanpää abgebildet. Am oberen Rand steht im Halbkreis der Name „F. E. SILLANPÄÄ“. Links das Geburtsjahr „1888“ und das Münzzeichen. Rechts das Todesjahr „1964“, der Name des Ausgabestaats „FI“ und das Ausgabejahr „2013“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Frans Eemil Sillanpää stammte aus einer bäuerlichen Familie in Hämeenkyrö im Südwesten Finnlands. Er besuchte eine weiterführende Schule in Tampere und studierte anschließend Naturwissenschaften an der Universität Helsinki, schloss das Studium jedoch nicht ab. Die Beschäftigung mit Biologie prägte seine literarische Sicht: Menschen erscheinen bei ihm als Teil natürlicher Kreisläufe und zugleich als abhängig von Herkunft, sozialer Stellung und Lebensumständen.
Sein schriftstellerisches Werk entstand in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Finnland wurde 1917 unabhängig; im folgenden Jahr führte der Bürgerkrieg zur Spaltung zwischen den „Roten“ und den „Weißen“. Sillanpää behandelte diesen Konflikt bereits 1919 in dem Roman *Hurskas kurjuus*. Im Mittelpunkt steht ein verarmter Landarbeiter, der auf die Seite der Roten gerät und nach deren Niederlage hingerichtet wird. Der Krieg wird dabei nicht als Heldengeschichte erzählt, sondern aus der begrenzten Perspektive eines gesellschaftlich benachteiligten Menschen. Das unterschied den Roman von vielen zeitgenössischen Darstellungen des Konflikts.
Auch in anderen Werken schilderte Sillanpää vor allem das ländliche Finnland. Seine Figuren sind Bauern, Dienstboten und Landarbeiter, deren persönliche Lebenswege eng mit Landschaft, Jahreszeiten und sozialem Wandel verbunden sind. Sein Stil verbindet genaue Naturbeobachtung mit psychologischer Darstellung. Damit gab er Bevölkerungsgruppen literarischen Raum, die zuvor in der finnischen Hochliteratur weniger im Mittelpunkt gestanden hatten.
Sillanpää war der erste finnische Schriftsteller, der den Literaturnobelpreis erhielt, und ist bis heute Finnlands einziger Preisträger in dieser Kategorie. Die Würdigung fiel in das Jahr, in dem der Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion begann. Dadurch erhielt seine internationale Anerkennung im finnischen öffentlichen Bewusstsein zusätzlich eine nationale Dimension.
Die Wahl als Münzmotiv knüpft somit nicht nur an ein biografisches Jubiläum an. Sillanpää steht zugleich für die internationale Wahrnehmung finnischer Literatur, für die Darstellung der ländlichen Gesellschaft und für die literarische Verarbeitung der frühen Jahrzehnte des unabhängigen Finnlands.
Sein schriftstellerisches Werk entstand in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Finnland wurde 1917 unabhängig; im folgenden Jahr führte der Bürgerkrieg zur Spaltung zwischen den „Roten“ und den „Weißen“. Sillanpää behandelte diesen Konflikt bereits 1919 in dem Roman *Hurskas kurjuus*. Im Mittelpunkt steht ein verarmter Landarbeiter, der auf die Seite der Roten gerät und nach deren Niederlage hingerichtet wird. Der Krieg wird dabei nicht als Heldengeschichte erzählt, sondern aus der begrenzten Perspektive eines gesellschaftlich benachteiligten Menschen. Das unterschied den Roman von vielen zeitgenössischen Darstellungen des Konflikts.
Auch in anderen Werken schilderte Sillanpää vor allem das ländliche Finnland. Seine Figuren sind Bauern, Dienstboten und Landarbeiter, deren persönliche Lebenswege eng mit Landschaft, Jahreszeiten und sozialem Wandel verbunden sind. Sein Stil verbindet genaue Naturbeobachtung mit psychologischer Darstellung. Damit gab er Bevölkerungsgruppen literarischen Raum, die zuvor in der finnischen Hochliteratur weniger im Mittelpunkt gestanden hatten.
Sillanpää war der erste finnische Schriftsteller, der den Literaturnobelpreis erhielt, und ist bis heute Finnlands einziger Preisträger in dieser Kategorie. Die Würdigung fiel in das Jahr, in dem der Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion begann. Dadurch erhielt seine internationale Anerkennung im finnischen öffentlichen Bewusstsein zusätzlich eine nationale Dimension.
Die Wahl als Münzmotiv knüpft somit nicht nur an ein biografisches Jubiläum an. Sillanpää steht zugleich für die internationale Wahrnehmung finnischer Literatur, für die Darstellung der ländlichen Gesellschaft und für die literarische Verarbeitung der frühen Jahrzehnte des unabhängigen Finnlands.
Wissenswertes
2015 gab die Mint of Finland ein 2-€-Gedenkmünzenset heraus, das alle 16 Gedenkmünzenausgaben von 2004 bis 2014 enthält. Die Münzen sind bankfrisch. Die Auflage des Sets beträgt 1.500. Die Münzen sind in den Auflagezahlen der Vorjahre bereits enthalten. Der Ausgabepreis betrug 140,00 €.



