CC 116 2012
2-Euro-Münze
Stgl./BU Hauptmünze Bankausgabe
2 Euro Stgl./BU
Österreich · 10 Jahre Euro-Bargeld
Auflage11.000.000
Ausgabedatum02.01.2012
Randschrift2 EURO ★★★ × 4, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis3,50 €
Zum Ausgabeanlass
Die gemeinsame Gedenkmünze würdigt den zehnten Jahrestag der Einführung des Euro. Im Zentrum steht das Euro-Zeichen als Symbol für seine internationale Bedeutung; darum gruppieren sich Menschen, der EZB-Turm, Schiffe, Fabriken und Windräder als Sinnbilder für Finanzwelt, Handel, Industrie, Energie sowie Forschung und Entwicklung. Die Jahresangaben „2002-2012“ ergänzen das Motiv; bei der luxemburgischen Ausgabe erscheint außerdem das Porträt des Großherzogs als Kippeffekt.
Das Motiv
Das Euro-Zeichen im Münzinneren verdeutlicht, dass der Euro zu einem europa- und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um das Euro-Zeichen herum angeordneten Gestaltungsmerkmale symbolisieren die Bedeutung des Euro für die Menschen, die Finanzwelt (EZB-Turm), den Handel (Schiffe), die Industrie (Fabriken), den Energiesektor und für Forschung und Entwicklung (Windräder). Die Initialen des Künstlers „AH“ stehen unter dem Bild des EZB-Turms. Die Namen der Ausgabestaaten in der Landessprache sind mittig über dem Motiv, die Jahresangaben 2002-2012 darunter eingeprägt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Euro entstand im Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Grundlage waren die im Vertrag von Maastricht vereinbarten Regeln für eine gemeinsame Währung und eine gemeinsame Geldpolitik. Am 1. Januar 1999 wurde der Euro zunächst als Buchgeld eingeführt; zugleich wurden die Wechselkurse der teilnehmenden nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt. Überweisungen, Finanzgeschäfte und staatliche Rechnungen konnten bereits in Euro abgewickelt werden, während im Alltag weiterhin nationale Banknoten und Münzen verwendet wurden.
Euro-Bargeld kam am 1. Januar 2002 in zwölf Mitgliedstaaten in Umlauf. In einer kurzen Übergangsphase wurden D-Mark, Franc, Lira, Peseta und weitere bisherige Währungen eingezogen. Die Umstellung war ein umfangreicher logistischer Vorgang: Banken, Handel und Automatenbetreiber mussten Bargeldbestände und Abrechnungssysteme austauschen. Für die Bevölkerung wurde die Währungsunion damit erstmals unmittelbar im täglichen Zahlungsverkehr sichtbar. Bis 2012 war das Euro-Währungsgebiet durch den Beitritt weiterer Staaten gewachsen; zuletzt hatte Estland 2011 den Euro übernommen.
Die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets wird vom Eurosystem getragen, das aus der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken der Eurostaaten besteht. Während die Banknoten in allen Ländern gleich gestaltet sind, besitzen die Münzen eine gemeinsame europäische und eine landesspezifische Seite. Unabhängig von dieser Gestaltung gelten sie im gesamten Eurogebiet als gesetzliches Zahlungsmittel.
Die Ausgabe fiel in eine Phase, in der die europäische Staatsschulden- und Bankenkrise die Funktionsweise der Währungsunion politisch stark beschäftigte. Der offizielle Ausgabeanlass blieb jedoch ausschließlich das Jubiläum der Bargeldeinführung.
Die Finanzminister entschieden sich für eine koordinierte Ausgabe, weil die Währungsumstellung alle damaligen Eurostaaten gemeinsam betraf. Das konkrete Erscheinungsbild wurde nicht allein behördlich festgelegt: Nach einem europaweiten Gestaltungswettbewerb wählte eine Fachjury fünf Vorschläge aus. Bürger und Einwohner des Eurogebiets bestimmten anschließend in einer öffentlichen Online-Abstimmung den Entwurf des österreichischen Graveurs Helmut Andexlinger. Damit verband die Ausgabe das gemeinsame Jubiläum mit einem länderübergreifenden Auswahlverfahren.
Euro-Bargeld kam am 1. Januar 2002 in zwölf Mitgliedstaaten in Umlauf. In einer kurzen Übergangsphase wurden D-Mark, Franc, Lira, Peseta und weitere bisherige Währungen eingezogen. Die Umstellung war ein umfangreicher logistischer Vorgang: Banken, Handel und Automatenbetreiber mussten Bargeldbestände und Abrechnungssysteme austauschen. Für die Bevölkerung wurde die Währungsunion damit erstmals unmittelbar im täglichen Zahlungsverkehr sichtbar. Bis 2012 war das Euro-Währungsgebiet durch den Beitritt weiterer Staaten gewachsen; zuletzt hatte Estland 2011 den Euro übernommen.
Die Geldpolitik des Euro-Währungsgebiets wird vom Eurosystem getragen, das aus der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken der Eurostaaten besteht. Während die Banknoten in allen Ländern gleich gestaltet sind, besitzen die Münzen eine gemeinsame europäische und eine landesspezifische Seite. Unabhängig von dieser Gestaltung gelten sie im gesamten Eurogebiet als gesetzliches Zahlungsmittel.
Die Ausgabe fiel in eine Phase, in der die europäische Staatsschulden- und Bankenkrise die Funktionsweise der Währungsunion politisch stark beschäftigte. Der offizielle Ausgabeanlass blieb jedoch ausschließlich das Jubiläum der Bargeldeinführung.
Die Finanzminister entschieden sich für eine koordinierte Ausgabe, weil die Währungsumstellung alle damaligen Eurostaaten gemeinsam betraf. Das konkrete Erscheinungsbild wurde nicht allein behördlich festgelegt: Nach einem europaweiten Gestaltungswettbewerb wählte eine Fachjury fünf Vorschläge aus. Bürger und Einwohner des Eurogebiets bestimmten anschließend in einer öffentlichen Online-Abstimmung den Entwurf des österreichischen Graveurs Helmut Andexlinger. Damit verband die Ausgabe das gemeinsame Jubiläum mit einem länderübergreifenden Auswahlverfahren.
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