Übersicht Portugal 2011 500. Geb. Fernão Mendes Pinto – Übersicht
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CC 101 2011 Blister Stgl./BU

Blister BU

Portugal · 500. Geburtstag von Fernão Mendes Pinto

Auflage12.497
Ausgabedatum08.09.2011
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis19,00 €

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Die Gedenkmünze würdigt den 500. Geburtstag des portugiesischen Entdeckers Fernão Mendes Pinto, der die Meere und Länder Asiens erforschte. Das Motiv zeigt ein Segelschiff auf mehreren wellenförmigen Schriftzügen, die sich auf Portugal, Lissabon, sein Buch und einige seiner Reiseziele beziehen. Ergänzt wird die Darstellung durch seinen Namen, die Jahreszahlen 1511 und 2011 sowie den Schriftzug „Portugal“.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt ein Segelschiff auf mehreren wellenförmigen Schriftzügen, die sich auf Portugal, Lissabon, sein Buch und einige seiner Reiseziele beziehen. Darunter steht der Schriftzug „Portugal“. Im oberen Teil des Münzinneren stehen sein Name sowie die Jahreszahlen 1511 und 2011.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Fernão Mendes Pinto war ein portugiesischer Kaufmann, Reisender und Schriftsteller des 16. Jahrhunderts. Seine genaue Lebensgeschichte lässt sich nur teilweise unabhängig belegen. Nach eigenen Angaben hielt er sich rund zwei Jahrzehnte im Gebiet zwischen Indien, Südostasien, China und Japan auf. Dabei trat er unter anderem als Händler, Gesandter und Vermittler auf, geriet aber auch in Gefangenschaft und erlitt Schiffbrüche. Zeitweise stand er mit der Gesellschaft Jesu in Verbindung und begegnete dem Missionar Francisco de Xavier. Später kehrte er nach Portugal zurück und ließ sich bei Almada nieder.

Seine Reisen fielen in die Phase der portugiesischen Expansion im Indischen Ozean. Portugal unterhielt dort keine geschlossene Kolonialherrschaft, sondern ein Netz aus Stützpunkten, Festungen und Handelsverbindungen. Goa, Malakka und Macau verbanden den Handel mit Gewürzen, Textilien, Edelmetallen und weiteren Waren. Kaufleute, Soldaten, Missionare und Abenteurer bewegten sich dabei in Gebieten, die von eigenständigen asiatischen Reichen und regionalen Handelsnetzen geprägt waren.

Pintos Bekanntheit beruht vor allem auf der „Peregrinação“, einem umfangreichen Reisebericht, der erst 1614 und damit nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Das Werk verbindet autobiografische Erzählung, Beobachtungen fremder Gesellschaften, Abenteuerliteratur und religiöse Deutung. Pinto schildert sich darin keineswegs nur als erfolgreichen Vertreter Portugals, sondern auch als Schiffbrüchigen, Gefangenen und Beteiligten an Gewalt und Plünderung. Wegen der Fülle dramatischer Episoden wurde die historische Genauigkeit einzelner Passagen wiederholt bezweifelt. Dennoch vermittelt das Buch Einblicke in portugiesische Wahrnehmungen Asiens und in die unsicheren Lebensbedingungen frühneuzeitlicher Fernreisender.

Die Prägung knüpft somit sowohl an die portugiesische Erinnerung an die überseeische Expansion als auch an die Literaturgeschichte an. Die zugrunde gelegte Datierung seiner Geburt ist überliefert, der genaue Geburtstag jedoch nicht gesichert. Die Jubiläumsausgabe bot Anlass, Pinto nicht nur als Reisenden, sondern auch als Autor eines bis heute bekannten portugiesischen Prosawerks in den Mittelpunkt zu stellen.

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