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Die Gedenkmünze würdigt die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Das Motiv zeigt die antike Statue eines Diskuswerfers, umgeben von den zwölf Sternen der Europäischen Union. Links steht das Logo „ATHEN 2004“ mit den fünf olympischen Ringen, rechts sind die Zahl „2“ und das Wort „ΕΥΡΩ“ angeordnet.
Das Motiv
Die Gedenkmünze zeigt die Abbildung der antiken Statue eines Diskuswerfers, umringt von den zwölf Sternen der Europäischen Union. Der Sockel der Statue bedeckt einen kleinen Teil des äußeren Rings (äußerer Teil) der Münze. Links befindet sich das Logo der Olympischen Spiele „ATHEN 2004“ mit den fünf olympischen Ringen; rechts befinden sich untereinander die Zahl „2“ und das Wort „ΕΥΡΩ“. Neben dem mittleren Stern unten ist das Prägejahr in zwei getrennten Zahlengruppen angegeben: 20*04, links oberhalb des Kopfes des Athleten ist das Zeichen der Münzanstalt angebracht.
Hintergrund zum Thema
Die Spiele der XXVIII. Olympiade fanden vom 13. bis 29. August 2004 statt. Athen war damit nach 1896 zum zweiten Mal Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Die Spiele von 1896 gelten als Beginn der modernen olympischen Bewegung. Ihre Organisation ging auf das 1894 gegründete Internationale Olympische Komitee und insbesondere auf die Initiative des Franzosen Pierre de Coubertin zurück. Zwischen beiden Athener Austragungen lagen somit 108 Jahre.
Die Wahl Athens stellte zugleich eine Verbindung zu den antiken Wettkämpfen her. Diese wurden in Olympia auf der Peloponnes zu Ehren des Gottes Zeus veranstaltet. Das antike Programm umfasste neben Lauf- und Kampfwettbewerben auch den Diskuswurf. Die modernen Olympischen Spiele übernahmen nicht einfach die historischen Wettkämpfe, griffen aber Namen, Zeremonien und Bildsprache der griechischen Antike auf. Dazu gehört die Entzündung des olympischen Feuers in Olympia.
Der dargestellte Diskuswerfer verweist auf den „Diskobol“, eine Skulptur des griechischen Bildhauers Myron aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Das ursprüngliche Werk war vermutlich aus Bronze und ist nicht erhalten. Bekannt ist die Figur durch römische Marmorkopien. Sie zeigt einen Athleten im Augenblick vor dem Wurf, wobei der Körper in einer kontrollierten Drehbewegung gespannt ist. Seit der Wiederbegründung der Olympischen Spiele wurde diese Darstellung häufig als Sinnbild des antiken Sports verwendet.
Athen erhielt den Zuschlag für 2004 bereits 1997. Für die Austragung wurden unter anderem Wettkampfstätten und Verkehrsverbindungen neu gebaut oder erneuert. Einzelne Wettbewerbe fanden an Orten mit historischem Bezug statt: Das Panathenäische Stadion, das bereits 1896 genutzt worden war, war Ziel des Marathonlaufs.
Die Ausgabe hatte außerdem münzgeschichtlichen Charakter. Sie war die erste 2-Euro-Gedenkmünze, nachdem die Euro-Staaten solche national gestalteten Umlaufmünzen zugelassen hatten. Der Anlass verband damit ein weltweit beachtetes Sportereignis im Ausgabeland mit Griechenlands Rolle in der antiken und modernen Geschichte der Olympischen Spiele.
eBay-Preisanalyse
Für diese Ausgabe gibt es einen Preisverlauf aus tatsächlichen eBay-Verkäufen – mit Median, Spanne und Zahl der Verkäufe.