CC 99 2011
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Frankreich · 30 Jahre Fête de la Musique
Auflage6.758
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum21.06.2011
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis49,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 30. Jahrestag des Musikfests, das seit 1981 am Tag der Sommersonnenwende begangen wird. Das Motiv zeigt eine stilisierte, fröhliche Menschenmenge, ein Musikinstrument und umherfliegende Noten sowie die Aufschriften „Fête de la MUSIQUE“, „21 JUIN 2011“ und „30e ANNIVERSAIRE“.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt stilisiert eine fröhliche Menschenmenge, ein Musikinstrument und umherfliegende Noten als Ausdruck der ausgelassenen Stimmung beim Musikfest, das in Frankreich seit 1981 am Tag der Sommersonnenwende begangen wird. Darüber stehen die Worte „Fête de la MUSIQUE“ (Musikfest) und das Datum „21 JUIN 2011“ (21. Juni 2011). Am oberen rechten Rand des Münzinneren sind die Worte „30e ANNIVERSAIRE“ (30. Jahrestag) eingeprägt. Im unteren Teil stehen die Buchstaben „RF“ für das Ausgabeland.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Fête de la Musique entstand im Umfeld der französischen Kulturpolitik nach dem Regierungswechsel von 1981. Kulturminister Jack Lang und Maurice Fleuret, der im Ministerium für Musik und Tanz zuständig war, wollten musikalische Betätigung aus Konzertsälen und anderen etablierten Einrichtungen stärker in den öffentlichen Raum verlagern. Eine Untersuchung zu den kulturellen Gewohnheiten der Bevölkerung hatte gezeigt, dass in Frankreich mehrere Millionen Menschen ein Instrument spielten, viele davon jedoch kaum öffentlich auftraten.
Die Vorbereitungen begannen 1981; die erste landesweite Veranstaltung fand 1982 statt. Das Konzept war bewusst einfach gehalten: Berufs- und Amateurmusiker sollten ohne aufwendiges Zulassungsverfahren auf Straßen, Plätzen, in Parks, Höfen, Bahnhöfen oder Gaststätten auftreten können. Die Veranstaltungen sollten für das Publikum grundsätzlich kostenlos sein. Damit verband das Kulturministerium zwei Ziele: Menschen zum eigenen Musizieren anzuregen und zugleich unterschiedliche Musikrichtungen außerhalb ihrer üblichen Spielstätten hörbar zu machen. Rock, Chanson, klassische Musik, Jazz, elektronische Musik sowie regionale und außereuropäische Traditionen konnten dabei nebeneinanderstehen.
Der französische Name enthält ein Wortspiel. „Fête de la Musique“ bedeutet „Fest der Musik“, klingt aber zugleich wie die Aufforderung „Faites de la musique“ – „Macht Musik“. Dieser Mitmachgedanke unterscheidet die Veranstaltung von einem zentral organisierten Festival mit festem Programm. Gemeinden und Kultureinrichtungen koordinieren zwar vielerorts Auftritte, ein großer Teil des Geschehens beruht jedoch auf lokalen Initiativen.
Das französische Modell wurde später von zahlreichen Städten und Staaten übernommen. Dadurch entwickelte sich der ursprünglich nationale Aktionstag zu einem internationalen Veranstaltungsformat, das je nach Ort unterschiedlich organisiert wird. Für Frankreich verbindet der Anlass staatliche Kulturpolitik mit einer dauerhaft etablierten Alltagspraxis. Die Wahl als Münzthema lässt sich daher sowohl durch seine landesweite Verankerung als auch durch seine Verbreitung über Frankreich hinaus erklären.
Die Vorbereitungen begannen 1981; die erste landesweite Veranstaltung fand 1982 statt. Das Konzept war bewusst einfach gehalten: Berufs- und Amateurmusiker sollten ohne aufwendiges Zulassungsverfahren auf Straßen, Plätzen, in Parks, Höfen, Bahnhöfen oder Gaststätten auftreten können. Die Veranstaltungen sollten für das Publikum grundsätzlich kostenlos sein. Damit verband das Kulturministerium zwei Ziele: Menschen zum eigenen Musizieren anzuregen und zugleich unterschiedliche Musikrichtungen außerhalb ihrer üblichen Spielstätten hörbar zu machen. Rock, Chanson, klassische Musik, Jazz, elektronische Musik sowie regionale und außereuropäische Traditionen konnten dabei nebeneinanderstehen.
Der französische Name enthält ein Wortspiel. „Fête de la Musique“ bedeutet „Fest der Musik“, klingt aber zugleich wie die Aufforderung „Faites de la musique“ – „Macht Musik“. Dieser Mitmachgedanke unterscheidet die Veranstaltung von einem zentral organisierten Festival mit festem Programm. Gemeinden und Kultureinrichtungen koordinieren zwar vielerorts Auftritte, ein großer Teil des Geschehens beruht jedoch auf lokalen Initiativen.
Das französische Modell wurde später von zahlreichen Städten und Staaten übernommen. Dadurch entwickelte sich der ursprünglich nationale Aktionstag zu einem internationalen Veranstaltungsformat, das je nach Ort unterschiedlich organisiert wird. Für Frankreich verbindet der Anlass staatliche Kulturpolitik mit einer dauerhaft etablierten Alltagspraxis. Die Wahl als Münzthema lässt sich daher sowohl durch seine landesweite Verankerung als auch durch seine Verbreitung über Frankreich hinaus erklären.
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