Übersicht Luxemburg 2011 Jean du Luxembourg – Übersicht
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CC 92 2011 Kursmünzensatz PP

KMS PP

Luxemburg · Jean du Luxembourg

Auflage1.500
Ausgabepreis90,00 €
Ausgabedatum03.02.2011
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis109,00 €

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Die Münze erinnert an den 50. Jahrestag der Ernennung Großherzog Jeans zum „lieutenant-représentant“ durch seine Mutter, Großherzogin Charlotte. Das Motiv zeigt Großherzog Henri im Halbprofil, dahinter gestaffelt die Porträts von Großherzog Jean und Großherzogin Charlotte. Über den Bildnissen steht „LËTZEBUERG“, darunter sind die Namen der dargestellten Königlichen Hoheiten eingraviert.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt auf der rechten Seite das Bildnis Seiner Königlichen Hoheit Großherzog Henri im Halbprofil nach links, dahinter nach links gestaffelt die Porträts von Großherzog Jean und Großherzogin Charlotte. Über den drei Bildnissen befindet sich der Text „LËTZEBUERG“. Darüber ist zwischen dem Münzzeichen und dem Münzmeisterzeichen das Ausgabejahr „2011“ angegeben. Unter den einzelnen Porträts sind die Namen der Königlichen Hoheiten eingraviert.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der französische Titel „lieutenant-représentant“ bezeichnet in Luxemburg einen Stellvertreter des Staatsoberhaupts. Der amtierende Großherzog kann damit den Thronfolger beauftragen, einen Teil seiner verfassungsmäßigen Aufgaben wahrzunehmen. Die Ernennung ist weder eine Abdankung noch ein vorzeitiger Thronwechsel. Sie ermöglicht vielmehr einen schrittweisen Übergang der Amtsgeschäfte und gibt dem künftigen Staatsoberhaupt Gelegenheit, staatliche Pflichten bereits vor seiner Thronbesteigung auszuüben.

Charlotte war seit 1919 Großherzogin. Sie hatte den Thron nach der Abdankung ihrer älteren Schwester Marie-Adelheid übernommen. In einer Volksabstimmung im selben Jahr sprach sich die Mehrheit der luxemburgischen Bevölkerung für die Beibehaltung der Monarchie aus. Während der deutschen Besetzung Luxemburgs im Zweiten Weltkrieg gingen Charlotte, ihre Familie und die Regierung ins Exil. Von dort wandte sie sich unter anderem durch Rundfunkansprachen an die Bevölkerung. Nach Kriegsende kehrte sie nach Luxemburg zurück. Ihre Regierungszeit endete 1964 mit ihrer Abdankung.

Jean, Charlottes ältester Sohn, war während des Zweiten Weltkriegs Soldat bei den britischen Irish Guards. Nach seiner Rückkehr übernahm er zunehmend öffentliche und staatliche Aufgaben. Drei Jahre nach Beginn seiner Tätigkeit als Stellvertreter folgte er seiner Mutter als Großherzog nach. Er blieb bis zum Jahr 2000 im Amt und dankte dann zugunsten seines ältesten Sohnes Henri ab.

Der gewählte Jahrestag verweist damit auf einen geregelten dynastischen und verfassungsrechtlichen Übergang. Zugleich verbindet er drei aufeinanderfolgende Generationen des luxemburgischen Herrscherhauses. Eine vergleichbare Vorbereitung des Thronwechsels fand später erneut statt: Jean ernannte Henri vor seiner eigenen Abdankung ebenfalls zum „lieutenant-représentant“. Der Anlass eignete sich daher, neben einem persönlichen Familienjubiläum auch die institutionelle Kontinuität der luxemburgischen Monarchie darzustellen.

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