
CC 88 2010
Blister
Stgl./BU
Blister BU
Italien · 200. Geburtstag von Camillo Benso di Cavour
Auflage15.000
Ausgabepreis12,50 €
Ausgabedatum09.12.2010
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis19,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 200. Geburtstag von Camillo Benso, Graf von Cavour. Das Motiv zeigt einen Ausschnitt aus einem Porträt des italienischen Staatsmannes, flankiert vom Namen „CAVOUR“, dem Monogramm „RI“, dem Münzzeichen „R“, den Jahreszahlen „1810“ und „2010“ sowie den Initialen „C.M.“ der Künstlerin Claudia Momoni.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt in der Mitte einen Ausschnitt aus einem Porträt des italienischen Staatsmannes. Auf der linken Seite sind der Name „CAVOUR“ und das Monogramm der Italienischen Republik, „RI“, eingraviert, auf der rechten Seite das Münzzeichen „R“, die Jahreszahlen „1810“ und „2010“ sowie die Initialen der Künstlerin Claudia Momoni, „C.M.“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Camillo Benso entstammte einer piemontesischen Adelsfamilie. Nach einer kurzen Laufbahn als Offizier beschäftigte er sich mit Landwirtschaft, Wirtschaftspolitik und den politischen Entwicklungen in Westeuropa. 1847 gründete er mit Gleichgesinnten die Zeitung „Il Risorgimento“. Der Name bezeichnete zugleich die Bewegung, die eine politische Neuordnung und schließlich die Einigung der italienischen Staaten anstrebte.
Cavour vertrat einen gemäßigt liberalen Kurs. Anders als republikanische Nationalisten um Giuseppe Mazzini setzte er nicht auf eine Revolution, sondern auf eine konstitutionelle Monarchie unter Führung des Hauses Savoyen. Als Minister und später als Regierungschef des Königreichs Sardinien-Piemont förderte er den Ausbau von Eisenbahnen, Handel und Industrie. Zudem bemühte er sich, den Einfluss der katholischen Kirche auf den Staat zu begrenzen, ohne die Religion grundsätzlich infrage zu stellen.
Seine Außenpolitik zielte darauf, die italienische Frage auf die europäische Tagesordnung zu bringen. Sardinien-Piemont beteiligte sich deshalb am Krimkrieg und nahm anschließend an den Friedensverhandlungen in Paris teil. Cavour gewann Frankreich unter Napoleon III. als Verbündeten gegen das Kaisertum Österreich, das große Teile Norditaliens beherrschte. Der Krieg von 1859 führte dazu, dass die Lombardei an Sardinien-Piemont fiel. Weitere mittelitalienische Gebiete schlossen sich nach Volksabstimmungen an.
Das Verhältnis zu Giuseppe Garibaldi blieb von Zusammenarbeit und Konflikten geprägt. Garibaldis Feldzug führte 1860 zum Zusammenbruch des Königreichs beider Sizilien. Cavour wollte verhindern, dass daraus eine republikanische Bewegung oder ein Krieg gegen den Kirchenstaat und Frankreich entstand. Große Teile der eroberten Gebiete wurden daher in die savoyische Monarchie eingegliedert.
Nach der Ausrufung des Königreichs Italien 1861 wurde Cavour dessen erster Ministerpräsident. Er starb wenige Monate später. Die Münzausgabe fiel in die unmittelbare Vorbereitung des 150. Jahrestags der italienischen Staatsgründung und erinnerte damit zugleich an den politischen Architekten der monarchisch-diplomatischen Einigung Italiens.
Cavour vertrat einen gemäßigt liberalen Kurs. Anders als republikanische Nationalisten um Giuseppe Mazzini setzte er nicht auf eine Revolution, sondern auf eine konstitutionelle Monarchie unter Führung des Hauses Savoyen. Als Minister und später als Regierungschef des Königreichs Sardinien-Piemont förderte er den Ausbau von Eisenbahnen, Handel und Industrie. Zudem bemühte er sich, den Einfluss der katholischen Kirche auf den Staat zu begrenzen, ohne die Religion grundsätzlich infrage zu stellen.
Seine Außenpolitik zielte darauf, die italienische Frage auf die europäische Tagesordnung zu bringen. Sardinien-Piemont beteiligte sich deshalb am Krimkrieg und nahm anschließend an den Friedensverhandlungen in Paris teil. Cavour gewann Frankreich unter Napoleon III. als Verbündeten gegen das Kaisertum Österreich, das große Teile Norditaliens beherrschte. Der Krieg von 1859 führte dazu, dass die Lombardei an Sardinien-Piemont fiel. Weitere mittelitalienische Gebiete schlossen sich nach Volksabstimmungen an.
Das Verhältnis zu Giuseppe Garibaldi blieb von Zusammenarbeit und Konflikten geprägt. Garibaldis Feldzug führte 1860 zum Zusammenbruch des Königreichs beider Sizilien. Cavour wollte verhindern, dass daraus eine republikanische Bewegung oder ein Krieg gegen den Kirchenstaat und Frankreich entstand. Große Teile der eroberten Gebiete wurden daher in die savoyische Monarchie eingegliedert.
Nach der Ausrufung des Königreichs Italien 1861 wurde Cavour dessen erster Ministerpräsident. Er starb wenige Monate später. Die Münzausgabe fiel in die unmittelbare Vorbereitung des 150. Jahrestags der italienischen Staatsgründung und erinnerte damit zugleich an den politischen Architekten der monarchisch-diplomatischen Einigung Italiens.
