
CC 68 2009
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Stgl./BU
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Luxemburg · 90. Jahrestag der Thronbesteigung von Großherzogin Charlotte
Auflage10.000
Ausgabepreis9,00 €
Ausgabedatum15.01.2009
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis15,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze ist Großherzog Henri und Großherzogin Charlotte gewidmet. Das Motiv zeigt beide in einem nach links gerichteten Doppelporträt; rechts stehen senkrecht der Landesname „LËTZEBUERG“ und die Jahreszahl „2009“, eingerahmt von den Zeichen des Münzmeisters und der Münze.
Das Motiv
Auf der linken Seite des Münzinneren sind seine Königliche Hoheit, der Großherzog Henri, und die Großherzogin Charlotte im Doppelportrait mit Blick nach links abgebildet. Der Landesname „LËTZEBUERG“ und die Jahresangabe „2009“ sind, eingerahmt vom Zeichen des Münzmeisters und der Münze, senkrecht auf der rechten Seite des Münzinneren eingeprägt. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Anlass der Ausgabe war der 90. Jahrestag der Thronbesteigung Großherzogin Charlottes im Jahr 1919. Durch die gemeinsame Darstellung mit dem amtierenden Großherzog verweist die Münze zugleich auf die dynastische Verbindung: Charlotte war Henris Großmutter. Ihr Sohn Jean folgte ihr auf dem Thron; dessen Sohn Henri wurde im Jahr 2000 Großherzog.
Charlotte wurde 1896 geboren und übernahm die Herrschaft nach der Abdankung ihrer älteren Schwester Marie-Adélaïde. Diese war nach dem Ersten Weltkrieg politisch unter Druck geraten. Ihr wurde vorgeworfen, während der deutschen Besetzung Luxemburgs zu enge Kontakte zur deutschen Führung unterhalten und sich zu stark in die Innenpolitik eingemischt zu haben. Die Nachkriegszeit war von sozialen Konflikten, republikanischen Bestrebungen und einer Debatte über die Zukunft der Monarchie geprägt.
Kurz nach Charlottes Amtsantritt bestätigte eine Volksabstimmung die Beibehaltung der Monarchie. Damit begann eine Regierungszeit, die bis 1964 dauerte. Als konstitutionelle Monarchin nahm Charlotte vor allem repräsentative Aufgaben wahr, während die politische Verantwortung bei Regierung und Parlament lag.
Nach dem deutschen Einmarsch 1940 verließ Charlotte mit ihrer Familie und der Regierung das Land. Aus dem Exil wandte sie sich über Rundfunkansprachen an die luxemburgische Bevölkerung. Die Exilregierung schloss sich den Alliierten an; Charlottes öffentliches Auftreten verband die Monarchie eng mit dem Fortbestand des luxemburgischen Staates während der Besatzung. Nach der Befreiung kehrte sie 1945 nach Luxemburg zurück.
1964 dankte Charlotte zugunsten ihres Sohnes Jean ab. Sie starb 1985. Die Münzausgabe von 2009 erinnerte daher nicht nur an ein Regierungsjubiläum, sondern stellte auch die familiäre und institutionelle Kontinuität der luxemburgischen Monarchie über drei Generationen heraus.
Charlotte wurde 1896 geboren und übernahm die Herrschaft nach der Abdankung ihrer älteren Schwester Marie-Adélaïde. Diese war nach dem Ersten Weltkrieg politisch unter Druck geraten. Ihr wurde vorgeworfen, während der deutschen Besetzung Luxemburgs zu enge Kontakte zur deutschen Führung unterhalten und sich zu stark in die Innenpolitik eingemischt zu haben. Die Nachkriegszeit war von sozialen Konflikten, republikanischen Bestrebungen und einer Debatte über die Zukunft der Monarchie geprägt.
Kurz nach Charlottes Amtsantritt bestätigte eine Volksabstimmung die Beibehaltung der Monarchie. Damit begann eine Regierungszeit, die bis 1964 dauerte. Als konstitutionelle Monarchin nahm Charlotte vor allem repräsentative Aufgaben wahr, während die politische Verantwortung bei Regierung und Parlament lag.
Nach dem deutschen Einmarsch 1940 verließ Charlotte mit ihrer Familie und der Regierung das Land. Aus dem Exil wandte sie sich über Rundfunkansprachen an die luxemburgische Bevölkerung. Die Exilregierung schloss sich den Alliierten an; Charlottes öffentliches Auftreten verband die Monarchie eng mit dem Fortbestand des luxemburgischen Staates während der Besatzung. Nach der Befreiung kehrte sie 1945 nach Luxemburg zurück.
1964 dankte Charlotte zugunsten ihres Sohnes Jean ab. Sie starb 1985. Die Münzausgabe von 2009 erinnerte daher nicht nur an ein Regierungsjubiläum, sondern stellte auch die familiäre und institutionelle Kontinuität der luxemburgischen Monarchie über drei Generationen heraus.
