Übersicht Blister BU
1/3
CC 63 2009 Blister Stgl./BU

Blister BU

Portugal · 10 Jahre WWU

Auflage5.842
Ausgabedatum01.01.2009
VerpackungBlister
Randschrift5 Wappenschilde + 7 Burgen, gleichmäßig verteilt
Marktpreis16,90 €

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze erinnert an zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion und an die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das von G. Stamatopoulos entworfene Motiv zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm in das Euro-Symbol übergeht, umgeben von den zwölf Sternen der Europaflagge sowie den Angaben „1999-2009“ und dem jeweiligen landessprachlichen Akronym der WWU. Die luxemburgische Ausgabe zeigt zusätzlich das Bildnis des Großherzogs als Kippeffekt.

Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion entstand in mehreren Etappen. Ein wesentlicher politischer Rahmen war der Vertrag von Maastricht, der Anfang der 1990er-Jahre Kriterien für die Teilnahme an einer gemeinsamen Währung festlegte. Dazu gehörten Vorgaben zur Preisstabilität, zur Staatsverschuldung, zum Haushaltsdefizit, zu den langfristigen Zinssätzen und zur Stabilität der Wechselkurse. Diese Bedingungen sollten gewährleisten, dass Volkswirtschaften mit ausreichend ähnlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen einer gemeinsamen Geldpolitik unterstellt wurden.

Mit dem Beginn der letzten Stufe der Währungsunion wurden die Wechselkurse der teilnehmenden nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt. Der Euro diente zunächst vor allem als Buch-, Finanzmarkt- und Verrechnungswährung. Bargeld blieb vorerst in den bisherigen nationalen Währungen im Umlauf. Euro-Banknoten und -Münzen wurden erst Anfang 2002 eingeführt; nach einer Übergangsphase verschwanden etwa die D-Mark, der französische Franc und die italienische Lira als reguläre Zahlungsmittel.

Die gemeinsame Geldpolitik liegt beim Eurosystem, das aus der Europäischen Zentralbank und den Zentralbanken der Staaten des Euroraums besteht. Während Entscheidungen über Steuern, Staatsausgaben und Haushalte weitgehend in nationaler Verantwortung blieben, wurden Leitzinsen und andere geldpolitische Maßnahmen für den gesamten Währungsraum vereinheitlicht. Diese Verbindung einer zentralen Geldpolitik mit nationaler Finanzpolitik prägt die institutionelle Konstruktion der Währungsunion.

Anfangs führten elf Staaten den Euro als Buchgeld ein. Weitere Länder traten später bei; zum Ausgabezeitpunkt der Münze umfasste der Euroraum 16 Staaten. Die gemeinsame Ausgabe machte das Jubiläum daher nicht nur zu einem nationalen, sondern zu einem grenzüberschreitenden Gedenkanlass. Für das Motiv fand eine öffentliche Online-Abstimmung statt. Damit wurde die Bevölkerung in die Auswahl einer nationalseitig einheitlichen Umlaufmünze einbezogen. Solche Gemeinschaftsausgaben verdeutlichen, dass die Münzen trotz unterschiedlicher nationaler Seiten im gesamten Euroraum denselben Nennwert und dieselbe Funktion besitzen.

Teilen

Fehler melden

Was stimmt hier nicht? Auflage, Datum, Bild, Zuordnung – jede Angabe hilft.

Wird nur für die Antwort auf diese Meldung gespeichert und für nichts anderes verwendet.