
CC 612 2026
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Griechenland · 200. Jahrestag des Exodus von Messolonghi
Auflage740.500
Ausgabedatum15.09.2026
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
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Die Münze erinnert an den 200. Jahrestag des Exodus von Messolonghi im Jahr 1826. Dabei versuchten die Bewohner und Verteidiger der von osmanischen Truppen belagerten Stadt, aus der Belagerung auszubrechen; das Ereignis gilt als bedeutender Moment des griechischen Unabhängigkeitskampfes.
Hintergrund zum Thema
Messolonghi lag im westgriechischen Ätolien an einer Lagune und war wegen seiner Lage an der Küste und seiner Verbindung zu den Inseln ein wichtiger Stützpunkt der griechischen Aufständischen. Während des griechischen Unabhängigkeitskrieges wurde die Stadt mehrfach angegriffen. Die letzte Belagerung begann 1825 und dauerte fast ein Jahr. In der Stadt herrschten schließlich Hunger und Krankheiten; die Vorräte waren erschöpft, und Entsatz blieb aus.
Der geplante Ausbruch erfolgte in der Nacht vom 10. auf den 11. April 1826. Die Eingeschlossenen teilten sich in mehrere Gruppen und versuchten, die osmanischen Linien zu durchbrechen. Der Plan wurde jedoch verraten oder misslang an den Befestigungen. Viele Kämpfer und Zivilisten kamen bei den Kämpfen ums Leben. Andere wurden gefangen genommen; nur ein Teil der Ausbrechenden erreichte das griechisch kontrollierte Gebiet. In der Stadt selbst sprengten sich zahlreiche Verteidiger mit ihren Familien und den verbliebenen Vorräten in die Luft, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.
Das Schicksal Messolonghis wurde in Europa aufmerksam verfolgt. Die Belagerung und ihr Ausgang stärkten die philhellenische Unterstützung für die griechische Sache. Eine besondere Verbindung bestand zu Lord Byron, der 1824 nach Messolonghi gekommen und dort kurz darauf gestorben war. Sein Tod hatte die öffentliche Anteilnahme am griechischen Aufstand zusätzlich verstärkt. Auch bildende Künstler griffen das Geschehen auf; Darstellungen der zerstörten Stadt und ihrer Bevölkerung prägten das europäische Bild des Kampfes um die griechische Unabhängigkeit.
Der Exodus wurde dadurch zu einem festen Bestandteil der griechischen Erinnerungskultur. Er steht nicht für den Sieg einer einzelnen Person oder für ein bestimmtes Bauwerk, sondern für die Entscheidung einer belagerten Gemeinschaft, trotz aussichtsloser Lage den Widerstand fortzusetzen. Der zweihundertste Jahrestag bietet daher Anlass, an die Opfer der Belagerung und an die internationale Wirkung des griechischen Unabhängigkeitskampfes zu erinnern.
Der geplante Ausbruch erfolgte in der Nacht vom 10. auf den 11. April 1826. Die Eingeschlossenen teilten sich in mehrere Gruppen und versuchten, die osmanischen Linien zu durchbrechen. Der Plan wurde jedoch verraten oder misslang an den Befestigungen. Viele Kämpfer und Zivilisten kamen bei den Kämpfen ums Leben. Andere wurden gefangen genommen; nur ein Teil der Ausbrechenden erreichte das griechisch kontrollierte Gebiet. In der Stadt selbst sprengten sich zahlreiche Verteidiger mit ihren Familien und den verbliebenen Vorräten in die Luft, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.
Das Schicksal Messolonghis wurde in Europa aufmerksam verfolgt. Die Belagerung und ihr Ausgang stärkten die philhellenische Unterstützung für die griechische Sache. Eine besondere Verbindung bestand zu Lord Byron, der 1824 nach Messolonghi gekommen und dort kurz darauf gestorben war. Sein Tod hatte die öffentliche Anteilnahme am griechischen Aufstand zusätzlich verstärkt. Auch bildende Künstler griffen das Geschehen auf; Darstellungen der zerstörten Stadt und ihrer Bevölkerung prägten das europäische Bild des Kampfes um die griechische Unabhängigkeit.
Der Exodus wurde dadurch zu einem festen Bestandteil der griechischen Erinnerungskultur. Er steht nicht für den Sieg einer einzelnen Person oder für ein bestimmtes Bauwerk, sondern für die Entscheidung einer belagerten Gemeinschaft, trotz aussichtsloser Lage den Widerstand fortzusetzen. Der zweihundertste Jahrestag bietet daher Anlass, an die Opfer der Belagerung und an die internationale Wirkung des griechischen Unabhängigkeitskampfes zu erinnern.
