CC 592 2026
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Stgl./BU
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Litauen · Unabhängigkeit Litauens in der Energieversorgung
Auflage5.000
Ausgabepreis14,00 €
Ausgabedatum18.03.2026
VerpackungCoincard
RandschriftLAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
Marktpreis49,90 €
Zum Ausgabeanlass
Anlass ist Litauens Unabhängigkeit in der Energieversorgung.
Hintergrund zum Thema
Nach der Wiederherstellung der staatlichen Unabhängigkeit 1990 blieb Litauen technisch eng mit dem Energiesystem der ehemaligen Sowjetunion verbunden. Gemeinsam mit Estland und Lettland gehörte das Land zum sogenannten BRELL-Verbund, der die Stromnetze von Belarus, Russland und den drei baltischen Staaten miteinander koppelte. Dadurch wurde die Netzfrequenz weiterhin innerhalb eines von Russland dominierten Systems geregelt. Diese technische Abhängigkeit galt zunehmend auch als sicherheitspolitisches Risiko.
Zusätzliche Herausforderungen entstanden durch die Stilllegung des Kernkraftwerks Ignalina. Seine beiden Reaktoren sowjetischer Bauart wurden 2004 und 2009 abgeschaltet; Litauen hatte dies im Zusammenhang mit seinem Beitritt zur Europäischen Union zugesagt. Das Land war danach in höherem Maße auf Energieimporte angewiesen. Zur Diversifizierung nahm 2014 im Hafen von Klaipėda ein schwimmendes Terminal für Flüssigerdgas den Betrieb auf. Es trägt den Namen „Independence“ und ermöglichte Gaslieferungen über den Weltmarkt statt ausschließlich über russische Pipelines.
Parallel dazu wurden neue Stromverbindungen aufgebaut. Die Leitungen NordBalt nach Schweden und LitPol Link nach Polen banden Litauen enger an den nordischen beziehungsweise kontinentaleuropäischen Strommarkt an. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 beschleunigten die baltischen Staaten ihre Abkehr von russischen Energielieferungen.
Der zentrale technische Schritt erfolgte im Februar 2025: Estland, Lettland und Litauen trennten ihre Netze vom russisch-belarusischen Verbund und synchronisierten sie mit dem kontinentaleuropäischen Stromnetz. Seither wird die Netzfrequenz gemeinsam mit den europäischen Partnern geregelt. Dafür waren über Jahre hinweg der Ausbau von Leitungen, Umspannwerken, Regeltechnik und Reservekapazitäten sowie eine enge Abstimmung der drei baltischen Staaten, Polens und der Europäischen Union erforderlich.
Die Münzausgabe steht damit im Zusammenhang mit dem Abschluss eines langfristigen Infrastruktur- und Integrationsprojekts. Der Anlass verbindet die Versorgungssicherheit mit der politischen Westorientierung Litauens und der engeren Einbindung des Landes in europäische Netze.
Zusätzliche Herausforderungen entstanden durch die Stilllegung des Kernkraftwerks Ignalina. Seine beiden Reaktoren sowjetischer Bauart wurden 2004 und 2009 abgeschaltet; Litauen hatte dies im Zusammenhang mit seinem Beitritt zur Europäischen Union zugesagt. Das Land war danach in höherem Maße auf Energieimporte angewiesen. Zur Diversifizierung nahm 2014 im Hafen von Klaipėda ein schwimmendes Terminal für Flüssigerdgas den Betrieb auf. Es trägt den Namen „Independence“ und ermöglichte Gaslieferungen über den Weltmarkt statt ausschließlich über russische Pipelines.
Parallel dazu wurden neue Stromverbindungen aufgebaut. Die Leitungen NordBalt nach Schweden und LitPol Link nach Polen banden Litauen enger an den nordischen beziehungsweise kontinentaleuropäischen Strommarkt an. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 beschleunigten die baltischen Staaten ihre Abkehr von russischen Energielieferungen.
Der zentrale technische Schritt erfolgte im Februar 2025: Estland, Lettland und Litauen trennten ihre Netze vom russisch-belarusischen Verbund und synchronisierten sie mit dem kontinentaleuropäischen Stromnetz. Seither wird die Netzfrequenz gemeinsam mit den europäischen Partnern geregelt. Dafür waren über Jahre hinweg der Ausbau von Leitungen, Umspannwerken, Regeltechnik und Reservekapazitäten sowie eine enge Abstimmung der drei baltischen Staaten, Polens und der Europäischen Union erforderlich.
Die Münzausgabe steht damit im Zusammenhang mit dem Abschluss eines langfristigen Infrastruktur- und Integrationsprojekts. Der Anlass verbindet die Versorgungssicherheit mit der politischen Westorientierung Litauens und der engeren Einbindung des Landes in europäische Netze.




