CC 591 2025
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
Vatikan · 550. Geburtstag von Michelangelo
Auflage70.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum12.03.2026
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 550. Geburtstag von Michelangelo. Das Motiv zeigt die von ihm entworfene Kuppel des Petersdoms, an der er bis zu seinem Tod 1564 arbeitete, sowie einen Ausschnitt des von ihm gegliederten und mit Fresken ausgestalteten Gewölbes der Sixtinischen Kapelle. Ergänzt wird die Darstellung durch Michelangelos handschriftliche Signatur „michelagniolo“ sowie die Jahreszahlen „1475“ und „2025“.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt die Kuppel des Petersdoms, die von Michelangelo entworfen wurde und an der er bis zu seinem Tod im Jahr 1564 arbeitete. Darunter befindet sich ein Ausschnitt des Gewölbes der Sixtinischen Kapelle, das von Michelangelo unterteilt/in Abschnitte gegliedert wurde und für dessen Fresko er verantwortlich zeichnet. Auf der linken Seite sind Michelangelos handschriftliche Signatur „michelagniolo“, der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze Rom und der Name „D. LONGO“ der Münzgestalterin Daniela Longo zu sehen. Der Schriftzug „CITTA’ DEL VATICANO“ zur Angabe des Ausgabestaates ist in einem Bogen über der Kuppel angeordnet. Darunter befinden sich Michalangelos Geburtsjahr „1475“ und das Ausstellungsjahr „2025“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Michelangelo Buonarroti war Bildhauer, Maler, Architekt und Dichter der italienischen Renaissance. Er stammte aus Caprese in der Toskana und wurde in Florenz ausgebildet, zunächst in der Werkstatt des Malers Domenico Ghirlandaio. Anschließend kam er mit dem Umfeld der Medici in Berührung, wo er antike Skulpturen studierte. Sein Selbstverständnis war vor allem das eines Bildhauers. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören die „Pietà“ im Petersdom und der für Florenz geschaffene „David“.
Mehrere Päpste beauftragten Michelangelo mit umfangreichen Arbeiten in Rom. Papst Julius II. übertrug ihm die Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle. Das Bildprogramm greift Erzählungen aus dem Buch Genesis auf, darunter die Erschaffung Adams, und verbindet sie mit Propheten, Sibyllen und weiteren Figuren. Jahrzehnte später schuf Michelangelo an der Altarwand derselben Kapelle das „Jüngste Gericht“. Die Kapelle dient nicht nur Gottesdiensten, sondern auch dem Konklave, bei dem die Kardinäle einen Papst wählen.
Der Petersdom entstand als Neubau an der Stelle einer frühchristlichen Basilika über dem überlieferten Grab des Apostels Petrus. An seiner Planung waren nacheinander mehrere Architekten beteiligt, darunter Donato Bramante und Raffael. Michelangelo übernahm unter Papst Paul III. die Bauleitung und ordnete die zuvor mehrfach veränderten Entwürfe neu. Er stärkte den zentral ausgerichteten Grundriss und plante den massiven Tambour als Unterbau der später vollendeten Kuppel. Nach seinem Tod führten Giacomo della Porta und Domenico Fontana das Bauvorhaben weiter.
Die Auswahl des Jubiläums durch den Staat Vatikanstadt erklärt sich aus dieser engen Verbindung mit der päpstlichen Kunst- und Baugeschichte. Michelangelos Arbeiten prägen zwei zentrale Orte des Vatikans: die Sixtinische Kapelle als Schauplatz päpstlicher Liturgie und Papstwahl sowie den Petersdom als Hauptkirche am Grab des Apostels Petrus. Das Münzmotiv verbindet damit Malerei und Architektur, zugleich aber auch Renaissancekunst, päpstliches Mäzenatentum und die institutionelle Geschichte des Vatikans.
Mehrere Päpste beauftragten Michelangelo mit umfangreichen Arbeiten in Rom. Papst Julius II. übertrug ihm die Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle. Das Bildprogramm greift Erzählungen aus dem Buch Genesis auf, darunter die Erschaffung Adams, und verbindet sie mit Propheten, Sibyllen und weiteren Figuren. Jahrzehnte später schuf Michelangelo an der Altarwand derselben Kapelle das „Jüngste Gericht“. Die Kapelle dient nicht nur Gottesdiensten, sondern auch dem Konklave, bei dem die Kardinäle einen Papst wählen.
Der Petersdom entstand als Neubau an der Stelle einer frühchristlichen Basilika über dem überlieferten Grab des Apostels Petrus. An seiner Planung waren nacheinander mehrere Architekten beteiligt, darunter Donato Bramante und Raffael. Michelangelo übernahm unter Papst Paul III. die Bauleitung und ordnete die zuvor mehrfach veränderten Entwürfe neu. Er stärkte den zentral ausgerichteten Grundriss und plante den massiven Tambour als Unterbau der später vollendeten Kuppel. Nach seinem Tod führten Giacomo della Porta und Domenico Fontana das Bauvorhaben weiter.
Die Auswahl des Jubiläums durch den Staat Vatikanstadt erklärt sich aus dieser engen Verbindung mit der päpstlichen Kunst- und Baugeschichte. Michelangelos Arbeiten prägen zwei zentrale Orte des Vatikans: die Sixtinische Kapelle als Schauplatz päpstlicher Liturgie und Papstwahl sowie den Petersdom als Hauptkirche am Grab des Apostels Petrus. Das Münzmotiv verbindet damit Malerei und Architektur, zugleich aber auch Renaissancekunst, päpstliches Mäzenatentum und die institutionelle Geschichte des Vatikans.
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