Übersicht Belgien 2025 Nationallotterie Belgiens – Übersicht
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CC 551 2025 Coincard Stgl./BU Niederländisch

Coincard – niederländische Version

Belgien · Nationallotterie Belgiens

Auflage75.000
Ausgabepreis11,00 €
Ausgabedatum23.01.2025
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis16,00 €

Auflagenangabe der Quelle: Gesamt 150.000 · 1:1 auf NL/FR geteilt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze ist der Belgischen Nationallotterie gewidmet. Im Zentrum steht die Glücksgöttin Fortuna mit einem Füllhorn; rechts und unten sind vier vierblättrige Kleeblätter als weitere Glückssymbole dargestellt. Den Hintergrund bildet das Logo der Nationallotterie, ergänzt durch die Aufschrift „loterie nationale loterij“.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt in der Mitte die klassische allegorische Darstellung des Glückes in Form der Göttin Fortuna mit dem Füllhorn. Rechts und im unteren Teil sind vier vierblättrige Kleeblätter zu sehen, ein weiteres allgemein gebräuchliches Glückssymbol. Den Hintergrund bildet das Logo der Nationallotterie.

Auf der linken Seite des Münzmotivs ist die Aufschrift „loterie nationale loterij“ zu lesen. Unten links stehen der Ländercode BE und das Ausgabejahr 2025. Unten rechts befinden sich die Initialen der Münzdesignerin Iris Bruijns. Da die Münzen von der Königlichen Niederländischen Münze geprägt werden, sind unter der Jahresangabe nebeneinander ein Hermesstab als Münzzeichen von Utrecht und eine Aster vor einem Erlenmeyer-Kolben als Zeichen der belgischen Münzmeister angeordnet.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die heutige Belgische Nationallotterie geht auf die 1934 gegründete Koloniallotterie zurück. Sie entstand während der Weltwirtschaftskrise, um Einnahmen für die damalige belgische Kolonie Kongo zu beschaffen. Damit gehört ihre Frühgeschichte unmittelbar zum belgischen Kolonialsystem. Nach der Unabhängigkeit des Kongo wurde die Einrichtung zunächst als Afrikanische Lotterie weitergeführt; seit 1962 trägt sie den Namen Nationallotterie.

Im Lauf der Zeit entwickelte sie sich zu einem staatlich kontrollierten Glücksspielanbieter. Heute ist sie ein öffentlich-rechtliches Unternehmen unter der Aufsicht des belgischen Finanzministers. Neben klassischen Ziehungslotterien bietet sie unter anderem Rubbellose und Sportwetten an. Ein Teil der erwirtschafteten Mittel fließt über gesetzlich und politisch festgelegte Verteilungsverfahren an den Staat sowie an gemeinnützige Vorhaben. Unterstützt werden beispielsweise soziale, kulturelle, wissenschaftliche und sportliche Projekte. Dieses Finanzierungsmodell erklärt, weshalb die Lotterie über ihre Funktion als Glücksspielveranstalter hinaus als öffentliche Institution wahrgenommen wird.

Die französische und die niederländische Bezeichnung der Einrichtung verweisen auf die Mehrsprachigkeit Belgiens. Föderale Institutionen treten grundsätzlich in mehreren Landessprachen auf; neben Französisch und Niederländisch ist auch Deutsch Amtssprache. Die sprachliche Ausgestaltung staatlicher Symbole und Veröffentlichungen ist daher zugleich Ausdruck der föderalen Ordnung des Landes.

Fortuna stammt aus der römischen Religion und verkörperte Glück, Schicksal und den wechselhaften Ausgang menschlicher Unternehmungen. Das Füllhorn steht seit der Antike für Überfluss und Wohlergehen. Solche Sinnbilder wurden später eng mit Lotterien und Glücksspielen verbunden, deren Ergebnis vom Zufall abhängt.

Der institutionelle Anlass steht im Zusammenhang mit dem rund neunzigjährigen Bestehen der belgischen Lotterie seit ihrer Gründung 1934. Die Wahl als Münzthema verweist sowohl auf ihre lange staatliche Tradition als auch auf ihre Rolle bei der Finanzierung öffentlicher und gemeinnütziger Aufgaben.

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