Übersicht Frankreich 2009 10 Jahre WWU – Übersicht
CC 55 2009 Blister Stgl./BU

Blister BU

Frankreich · 10 Jahre WWU

Auflage6.801
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum01.01.2009
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis19,00 €

Zum Ausgabeanlass

Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Wirtschafts- und Währungsunion sowie die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das von G. Stamatopoulos entworfene und in einer Online-Abstimmung ausgewählte Motiv zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird; darunter stehen die Initialen ΓΣ. Hinzu kommen die Angaben „1999–2009“, das jeweilige landessprachliche Akronym der WWU, der Name des Ausgabestaats und die zwölf Sterne der Europaflagge.

Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion geht auf den Vertrag von Maastricht zurück, der 1993 in Kraft trat. Er legte einen mehrstufigen Übergang zu einer gemeinsamen Währung fest. Voraussetzung für die Teilnahme waren unter anderem Vorgaben zur Preisstabilität, zur staatlichen Verschuldung, zu den Haushaltsdefiziten, zu den langfristigen Zinssätzen und zur Wechselkursstabilität. Damit sollte verhindert werden, dass stark voneinander abweichende Volkswirtschaften ohne vorherige Annäherung eine gemeinsame Geldpolitik übernehmen.

Mit Beginn der dritten Stufe wurden die Wechselkurse der teilnehmenden nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt. Der Euro existierte zunächst nur als Buchgeld, etwa für Überweisungen, Bankkonten und den Handel an den Finanzmärkten. Banknoten und Münzen kamen erst am 1. Januar 2002 in Umlauf. Während einer Übergangszeit wurden Bargeldbeträge noch in den bisherigen nationalen Währungen bezahlt. Diese verloren anschließend ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel, konnten jedoch vielfach weiterhin bei den jeweiligen Zentralbanken umgetauscht werden.

Die gemeinsame Geldpolitik wurde dem Eurosystem übertragen, das aus der Europäischen Zentralbank und den Zentralbanken der Eurostaaten besteht. Die Europäische Zentralbank war 1998 gegründet worden und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören die Wahrung der Preisstabilität und die Festlegung der Leitzinsen für den Euroraum. Die nationalen Regierungen blieben dagegen grundsätzlich für ihre Haushalts- und Wirtschaftspolitik verantwortlich. Aus dieser Trennung entstanden wiederholt politische Debatten über gemeinsame Regeln und nationale Handlungsspielräume.

Anfangs nahmen elf Staaten an der gemeinsamen Währung teil. Griechenland folgte 2001; weitere EU-Mitglieder traten dem Euroraum nach Erfüllung der Voraussetzungen bei. Mit der Slowakei, die im Januar 2009 den Euro einführte, umfasste er zum Ausgabezeitpunkt 16 Staaten.

Die gemeinsame Münzausgabe machte sichtbar, dass der Euro trotz national gestalteter Münzseiten auf einer gemeinschaftlichen Währungsordnung beruht. Zugleich erlaubten die unterschiedlichen Sprachfassungen und Länderbezeichnungen, die staatliche Herkunft jeder Münze beizubehalten. Solche Gemeinschaftsausgaben werden von den Eurostaaten abgestimmt und erscheinen parallel im gesamten Währungsraum.

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