CC 539 2024
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
San Marino · 530. Todestag von Domenico Ghirlandaio
Auflage56.000
Ausgabepreis18,00 €
Ausgabedatum05.09.2024
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis28,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 530. Todestag von Domenico Ghirlandaio. Das Motiv zeigt die betende Madonna, ein Detail aus seinem Gemälde „Anbetung der Hirten“ in der Sassetti-Kapelle von Santa Trinità in Florenz. Ergänzt wird die Darstellung durch die Aufschriften „SAN MARINO“ und „GHIRLANDAIO“ sowie die Jahreszahlen „1494“ und „2024“.
Das Motiv
In der Mitte ist die betende Madonna zu sehen, ein Detail des Gemäldes „Anbetung der Hirten“ von Domenico Ghirlandaio, das sich in der Sassetti-Kapelle von Santa Trinità (Florenz) befindet. Auf der linken Seite sind die Aufschrift „SAN MARINO“ und der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze von Rom zu lesen, rechts die Aufschrift „GHIRLANDAIO“ und die Jahresangaben „1494“ und „2024“. Unten stehen die Initialen des Künstlers Valerio de Seta („VdS“).
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Domenico Ghirlandaio war ein Florentiner Maler der Frührenaissance. Sein Beiname leitet sich vermutlich vom Beruf seines Vaters ab, eines Goldschmieds, der girlandenartige Schmuckstücke anfertigte. Ghirlandaio leitete in Florenz eine produktive Werkstatt und arbeitete vor allem an Fresken, Altarbildern und Porträts. Zu seinen Auftraggebern gehörten wohlhabende Kaufmannsfamilien und kirchliche Institutionen. Auch der junge Michelangelo war zeitweise in seiner Werkstatt tätig.
Ghirlandaios Werke verbinden religiöse Erzählungen häufig mit dem Florenz seiner Gegenwart. Biblische Figuren und Heilige erscheinen in räumlich klar aufgebauten Szenen, während Kleidung, Architektur und Porträts auf die städtische Gesellschaft des 15. Jahrhunderts verweisen. Dadurch erfüllten seine Gemälde nicht nur eine religiöse Funktion, sondern dienten den Stifterfamilien zugleich als Ausdruck ihres sozialen Rangs. Ausserhalb von Florenz war Ghirlandaio unter anderem an der Ausstattung der Sixtinischen Kapelle in Rom beteiligt.
Die Sassetti-Kapelle war die Familienkapelle des Florentiner Bankiers Francesco Sassetti, der eng mit der Medici-Bank verbunden war. Ihr Bildprogramm ist dem heiligen Franziskus gewidmet, dem Namenspatron des Auftraggebers. Ghirlandaio gestaltete die Wände mit Szenen aus dessen Leben. Dabei versetzte er einzelne Ereignisse in eine florentinisch geprägte Umgebung und nahm Porträts von Angehörigen der Familie Sassetti sowie von Personen aus dem Umfeld der Medici auf.
Das als Münzvorlage verwendete Altarbild entstand ebenfalls für diese Kapelle. Seine Komposition zeigt Einflüsse der niederländischen Malerei, die damals in Florenz intensiv wahrgenommen wurde. Zugleich enthält sie Bezüge zur Antike, etwa durch Architekturfragmente und einen steinernen Sarkophag, der als Krippe dient. Christliche Heilsgeschichte, antikes Erbe und zeitgenössische Bildkultur werden so miteinander verbunden.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug Ghirlandaios zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Ausgabe steht vielmehr im Rahmen der regelmässigen san-marinesischen Münzprogramme zu Künstlern und Jubiläen der europäischen Kulturgeschichte.
Ghirlandaios Werke verbinden religiöse Erzählungen häufig mit dem Florenz seiner Gegenwart. Biblische Figuren und Heilige erscheinen in räumlich klar aufgebauten Szenen, während Kleidung, Architektur und Porträts auf die städtische Gesellschaft des 15. Jahrhunderts verweisen. Dadurch erfüllten seine Gemälde nicht nur eine religiöse Funktion, sondern dienten den Stifterfamilien zugleich als Ausdruck ihres sozialen Rangs. Ausserhalb von Florenz war Ghirlandaio unter anderem an der Ausstattung der Sixtinischen Kapelle in Rom beteiligt.
Die Sassetti-Kapelle war die Familienkapelle des Florentiner Bankiers Francesco Sassetti, der eng mit der Medici-Bank verbunden war. Ihr Bildprogramm ist dem heiligen Franziskus gewidmet, dem Namenspatron des Auftraggebers. Ghirlandaio gestaltete die Wände mit Szenen aus dessen Leben. Dabei versetzte er einzelne Ereignisse in eine florentinisch geprägte Umgebung und nahm Porträts von Angehörigen der Familie Sassetti sowie von Personen aus dem Umfeld der Medici auf.
Das als Münzvorlage verwendete Altarbild entstand ebenfalls für diese Kapelle. Seine Komposition zeigt Einflüsse der niederländischen Malerei, die damals in Florenz intensiv wahrgenommen wurde. Zugleich enthält sie Bezüge zur Antike, etwa durch Architekturfragmente und einen steinernen Sarkophag, der als Krippe dient. Christliche Heilsgeschichte, antikes Erbe und zeitgenössische Bildkultur werden so miteinander verbunden.
Ein unmittelbarer biografischer Bezug Ghirlandaios zu San Marino ist nicht erkennbar. Die Ausgabe steht vielmehr im Rahmen der regelmässigen san-marinesischen Münzprogramme zu Künstlern und Jubiläen der europäischen Kulturgeschichte.
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