Übersicht Malta 2024 Iċ-Ċittadella Gozo Serie: Malt. Städte mit Stadtmauern – Übersicht
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CC 537 2024 Coincard Stgl./BU

Coincard

Malta · Iċ-Ċittadella Gozo, Serie: Maltesische Städte mit Stadtmauern

Auflage47.500
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum26.08.2024
VerpackungCoincard
Randschrift2 ✠✠ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis32,14 €

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Die Gedenkmünze ist Iċ-Ċittadella auf Gozo gewidmet und gehört zu einer Serie über maltesische Festungsstädte als Bestandteile des maltesischen und europäischen Kulturerbes. Das von Noel Galea Bason entworfene Motiv zeigt die ummauerte Stadt mit ihren Befestigungsmauern, die in ihrer heutigen Form vom Johanniterorden errichtet und umgebaut wurden, sowie die Inschriften „ĊITTADELLA“ und „GOZO“.

Das Motiv
Das Motiv wurde von Noel Galea Bason entworfen und zeigt die ummauerte Stadt „Iċ-Ċittadella“ (die Zitadelle) auf Gozo, der zweitgrößten Insel des maltesischen Archipels, befindet. In ihrer jetzigen Form wurden die Festungsmauern rund um die „Ċittadella“ vom Johanniterorden errichtet und umgebaut.

Das Motiv zeigt die Stadt mit ihren Befestigungsmauern. Unten links sind der Ausgabestaat „MALTA“ und unten rechts das Ausgabejahr „2024“ zu sehen. Oben befindet sich die Prägung „ĊITTADELLA“ und darunter die Inschrift „GOZO“.

Diese Münze soll Teil einer Serie sein, die den maltesischen Festungsstädten wie Mdina und Valletta gewidmet ist. Sie sind wesentliche Bestandteile des maltesischen und europäischen Kulturerbes.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Zitadelle liegt auf einer Anhöhe über Victoria, dem Hauptort Gozos. Der Platz war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und wurde später unter anderem von Phöniziern und Römern genutzt. Die erhöhte Lage erlaubte die Kontrolle über weite Teile der Insel und bot Schutz vor Angriffen. Im Mittelalter entwickelte sich hier eine befestigte Siedlung, die als „Gran Castello“ bekannt war. Innerhalb ihrer Mauern befanden sich Wohnhäuser sowie Einrichtungen der weltlichen und kirchlichen Verwaltung.

Ihre Funktion als Zufluchtsort hing mit den wiederholten Überfällen auf Gozo zusammen. Besonders einschneidend war ein osmanischer Angriff im Jahr 1551. Die damaligen Befestigungen konnten nicht standhalten; ein großer Teil der Inselbevölkerung wurde gefangen genommen und versklavt. Nach diesem Ereignis und der Belagerung Maltas von 1565 wurde die Anlage verstärkt. Die südliche, dem leichter zugänglichen Gelände zugewandte Seite erhielt Bastionen nach den Regeln des frühneuzeitlichen Festungsbaus. Die steileren Nordhänge bewahrten dagegen stärker ihren mittelalterlichen Charakter. Bis 1637 mussten die Bewohner Gozos zu ihrem Schutz nachts innerhalb der Zitadelle übernachten.

Zum Gebäudebestand gehört die Kathedrale Mariä Himmelfahrt, die um die Wende zum 18. Jahrhundert nach Plänen des maltesischen Architekten Lorenzo Gafà errichtet wurde. Obwohl das Gotteshaus keine Kuppel besitzt, erweckt eine perspektivisch gemalte Decke im Inneren den Eindruck einer solchen. Daneben lagen in der befestigten Stadt Verwaltungsgebäude, Gerichte und ein Gefängnis. Mit dem Rückgang der militärischen Bedrohung verlagerte sich die Besiedlung zunehmend in die Umgebung unterhalb der Mauern.

Als Münzanlass eignet sich die Zitadelle, weil sich an ihr mehrere Abschnitte der Geschichte Gozos ablesen lassen: frühe Besiedlung, mittelalterliche Herrschaft, die Gefahr von Mittelmeerüberfällen, frühneuzeitlicher Festungsbau sowie die Rolle als Verwaltungs- und Kirchenzentrum. Sie steht damit zugleich für die defensive Prägung der maltesischen Inseln und für die historische Eigenständigkeit Gozos innerhalb Maltas.

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