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Monaco · 500 Jahre Vertrag von Burgos mit Karl V.
Ausgabedatum17.06.2024
Gesamtauflage15.000
EU-Maximum15.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftMONACO / 1524 - TRAITE AVEC CHARLES QUINT (‚Vertrag mit Karl V.‘) - 2024
DesignerAteliers de Gravure, Monnaie de Paris
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 500. Jahrestag des Vertrags mit Karl V. Das Motiv zeigt ein Bildnis Karls V.; darüber steht halbkreisförmig „MONACO“, darunter die Aufschrift „1524 – TRAITE AVEC CHARLES QUINT – 2024“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt ein Bildnis von Karl V. Darüber steht halbkreisförmig der Name des Ausgabestaates „MONACO“. Unterhalb des Münzbilds befindet sich die Aufschrift „1524 - TRAITE AVEC CHARLES QUINT (‚Vertrag mit Karl V.‘) - 2024“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Karl V. aus dem Haus Habsburg war seit 1516 König der spanischen Reiche und wurde 1519 zum römisch-deutschen König gewählt. Als Kaiser herrschte er über ein weit verzweigtes Herrschaftsgefüge, zu dem neben Spanien und den habsburgischen Erblanden auch die Niederlande, Gebiete in Italien sowie Besitzungen in Amerika gehörten. Seine Regierungszeit war von der Auseinandersetzung mit dem französischen König Franz I. geprägt. Ein zentraler Schauplatz dieser Rivalität waren die Italienischen Kriege.
Monaco lag an der Grenze der Einflussbereiche Frankreichs, Genuas und der habsburgisch-spanischen Macht in Italien. Der Hafen und die Festung auf dem Felsen besaßen für die Kontrolle der ligurischen Küste und der Seewege im westlichen Mittelmeer strategisches Gewicht. Nach der Ermordung des monegassischen Herrn Lucien Grimaldi im Jahr 1523 übernahm dessen Bruder Augustin Grimaldi, Bischof von Grasse, die Regentschaft für den noch minderjährigen Honoré I. In dieser politisch unsicheren Lage suchte er die Unterstützung Karls V.
Die 1524 geschlossenen Vereinbarungen stellten Monaco unter den Schutz des Kaisers beziehungsweise Spaniens. Die Herrschaft der Grimaldi blieb bestehen, zugleich wurde Monaco in das habsburgisch-spanische Bündnissystem eingebunden. In der Folge war eine spanische Garnison im Fürstentum stationiert. Die damit verbundenen politischen und finanziellen Belastungen führten wiederholt zu Spannungen.
Das spanische Protektorat dauerte bis 1641. Unter Honoré II. wechselte Monaco auf die Seite Frankreichs; der Vertrag von Péronne regelte den französischen Schutz, und die spanische Garnison wurde vertrieben. Der Vertrag mit Karl V. steht damit für eine frühe Phase monegassischer Außenpolitik, in der die Grimaldi ihre Herrschaft durch Bündnisse mit den europäischen Großmächten absicherten. Der Jahrestag bot Monaco Anlass, an diese diplomatische Weichenstellung und an die lange Kontinuität der Grimaldi-Herrschaft zu erinnern.
Monaco lag an der Grenze der Einflussbereiche Frankreichs, Genuas und der habsburgisch-spanischen Macht in Italien. Der Hafen und die Festung auf dem Felsen besaßen für die Kontrolle der ligurischen Küste und der Seewege im westlichen Mittelmeer strategisches Gewicht. Nach der Ermordung des monegassischen Herrn Lucien Grimaldi im Jahr 1523 übernahm dessen Bruder Augustin Grimaldi, Bischof von Grasse, die Regentschaft für den noch minderjährigen Honoré I. In dieser politisch unsicheren Lage suchte er die Unterstützung Karls V.
Die 1524 geschlossenen Vereinbarungen stellten Monaco unter den Schutz des Kaisers beziehungsweise Spaniens. Die Herrschaft der Grimaldi blieb bestehen, zugleich wurde Monaco in das habsburgisch-spanische Bündnissystem eingebunden. In der Folge war eine spanische Garnison im Fürstentum stationiert. Die damit verbundenen politischen und finanziellen Belastungen führten wiederholt zu Spannungen.
Das spanische Protektorat dauerte bis 1641. Unter Honoré II. wechselte Monaco auf die Seite Frankreichs; der Vertrag von Péronne regelte den französischen Schutz, und die spanische Garnison wurde vertrieben. Der Vertrag mit Karl V. steht damit für eine frühe Phase monegassischer Außenpolitik, in der die Grimaldi ihre Herrschaft durch Bündnisse mit den europäischen Großmächten absicherten. Der Jahrestag bot Monaco Anlass, an diese diplomatische Weichenstellung und an die lange Kontinuität der Grimaldi-Herrschaft zu erinnern.
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