CC 531 2024
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Griechenland · 150. Geburtstag von Penelope Delta
Auflage3.500
Ausgabepreis25,00 €
Ausgabedatum17.06.2024
Verpackungim Etui
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis95,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 150. Geburtstag von Penelope Delta, einer Wegbereiterin der Kinderliteratur in Griechenland. Das Motiv zeigt ihr Porträt, umgeben von den Schriftzügen „ΠΗΝΕΛΟΠΗ ΔΕΛΤΑ 1874-1941“ und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“; links ist eine Palmette als Münzzeichen der griechischen Münze zu sehen. Generationen griechischer Kinder sind mit ihren bis heute beliebten Büchern aufgewachsen.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt ein Porträt von Penelope Delta, das von dem Schriftzug „ΠΗΝΕΛΟΠΗ ΔΕΛΤΑ 1874-1941“ („PENELOPE DELTA 1874-1941“) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ („HELLENISCHE REPUBLIK“) umrandet ist. Links ist eine Palmette (Münzzeichen der griechischen Münze) und rechts das Ausgabejahr zu sehen.
Penelope Delta war eine Wegbereiterin der Kinderliteratur in Griechenland. Generationen griechischer Kinder sind mit ihren Büchern aufgewachsen, die auch heute noch beliebt sind.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Penelope Delta war eine Wegbereiterin der Kinderliteratur in Griechenland. Generationen griechischer Kinder sind mit ihren Büchern aufgewachsen, die auch heute noch beliebt sind.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Penelope Delta wurde in Alexandria in eine wohlhabende griechische Kaufmannsfamilie geboren. Ihr Vater Emmanouil Benakis war Unternehmer und später politisch tätig; ihr Bruder Antonis Benakis gründete das Benaki-Museum in Athen. Delta lebte zeitweise in Alexandria, Frankfurt am Main und Athen. Ihre Herkunft aus der griechischen Diaspora sowie die politischen und gesellschaftlichen Kontakte ihrer Familie prägten ihre Beschäftigung mit griechischer Geschichte und nationaler Identität.
In ihren Büchern verband Delta erfundene Figuren und Abenteuerhandlungen mit historischen Stoffen. Mehrere Werke spielen im Byzantinischen Reich oder behandeln die Auseinandersetzungen um das osmanische Makedonien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Für den Roman „Die Geheimnisse des Sumpfes“ sammelte sie Berichte von Beteiligten am sogenannten Makedonischen Kampf. Andere Erzählungen, darunter „Trellantonis“ und „Mangas“, greifen Erfahrungen aus dem Familienleben und dem Milieu des griechischen Bürgertums auf.
Delta schrieb in der neugriechischen Volkssprache, der Dimotiki. Deren Verwendung war damals Teil eines langwierigen Sprachstreits: Der gesprochenen Sprache stand die an älteren Formen orientierte Katharevousa gegenüber, die in Verwaltung, Bildung und Literatur lange vorherrschte. Deltas zugängliche Erzählweise trug dazu bei, die Dimotiki als Literatursprache für ein junges Publikum zu etablieren.
Ihre historischen Romane entstanden in einer Epoche von Kriegen, Grenzverschiebungen und politischen Konflikten. Sie spiegeln den griechischen Nationalgedanken ihrer Zeit und stehen dem politischen Umfeld von Eleftherios Venizelos nahe. Manche Darstellungen anderer Bevölkerungsgruppen und historischer Gegenspieler werden heute wegen ihrer nationalen Perspektive kritisch gelesen.
Delta führte außerdem Tagebücher und eine umfangreiche Korrespondenz, die Einblicke in das politische und kulturelle Leben Griechenlands geben. Während des deutschen Einmarschs in Athen 1941 nahm sie Gift und starb wenige Tage später. Die Münzausgabe ordnet sie in die staatliche Erinnerung an die Entwicklung der modernen griechischen Literatur und Sprache ein.
In ihren Büchern verband Delta erfundene Figuren und Abenteuerhandlungen mit historischen Stoffen. Mehrere Werke spielen im Byzantinischen Reich oder behandeln die Auseinandersetzungen um das osmanische Makedonien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Für den Roman „Die Geheimnisse des Sumpfes“ sammelte sie Berichte von Beteiligten am sogenannten Makedonischen Kampf. Andere Erzählungen, darunter „Trellantonis“ und „Mangas“, greifen Erfahrungen aus dem Familienleben und dem Milieu des griechischen Bürgertums auf.
Delta schrieb in der neugriechischen Volkssprache, der Dimotiki. Deren Verwendung war damals Teil eines langwierigen Sprachstreits: Der gesprochenen Sprache stand die an älteren Formen orientierte Katharevousa gegenüber, die in Verwaltung, Bildung und Literatur lange vorherrschte. Deltas zugängliche Erzählweise trug dazu bei, die Dimotiki als Literatursprache für ein junges Publikum zu etablieren.
Ihre historischen Romane entstanden in einer Epoche von Kriegen, Grenzverschiebungen und politischen Konflikten. Sie spiegeln den griechischen Nationalgedanken ihrer Zeit und stehen dem politischen Umfeld von Eleftherios Venizelos nahe. Manche Darstellungen anderer Bevölkerungsgruppen und historischer Gegenspieler werden heute wegen ihrer nationalen Perspektive kritisch gelesen.
Delta führte außerdem Tagebücher und eine umfangreiche Korrespondenz, die Einblicke in das politische und kulturelle Leben Griechenlands geben. Während des deutschen Einmarschs in Athen 1941 nahm sie Gift und starb wenige Tage später. Die Münzausgabe ordnet sie in die staatliche Erinnerung an die Entwicklung der modernen griechischen Literatur und Sprache ein.
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