CC 530 2024
2-Euro-Münze
Stgl./BU
Coincard 3
Griechenland · 50. Jahrestag der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland
Auflage2.000
Ausgabepreis15,00 €
Ausgabedatum17.06.2024
VerpackungCoincard
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Marktpreis89,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an das 50-jährige Jubiläum der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland. Das Motiv zeigt das griechische Parlamentsgebäude, umgeben von den Schriftzügen „50 ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗ ΜΕΤΑΠΟΛΙΤΕΥΣΗ“ und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“; darunter ist eine Palmette als Münzzeichen der griechischen Münze zu sehen. Der Sturz des Obristenregimes am 24. Juli 1974 markierte nach sieben Jahren Diktatur die Rückkehr Griechenlands zur Demokratie.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt das griechische Parlamentsgebäude, das mit dem Schriftzug „50
ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗ ΜΕΤΑΠΟΛΙΤΕΥΣΗ“ („50-JÄHRIGES JUBILÄUM DER WIEDERHERSTELLUNG DER DEMOKRATIE IN
GRIECHENLAND“) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ („HELLENISCHE REPUBLIK“) umrandet ist. Darunter ist eine Palmette
(Münzzeichen der griechischen Münze) zu sehen. Der Sturz des Obristenregimes am 24. Juli 1974 markierte die Rückkehr
zur Demokratie in Griechenland nach einer siebenjährigen Diktatur.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
ΧΡΟΝΙΑ ΑΠΟ ΤΗ ΜΕΤΑΠΟΛΙΤΕΥΣΗ“ („50-JÄHRIGES JUBILÄUM DER WIEDERHERSTELLUNG DER DEMOKRATIE IN
GRIECHENLAND“) und „ΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ“ („HELLENISCHE REPUBLIK“) umrandet ist. Darunter ist eine Palmette
(Münzzeichen der griechischen Münze) zu sehen. Der Sturz des Obristenregimes am 24. Juli 1974 markierte die Rückkehr
zur Demokratie in Griechenland nach einer siebenjährigen Diktatur.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der griechische Begriff „Metapolitefsi“ bezeichnet nicht nur den unmittelbaren Regierungswechsel, sondern den Übergang von der Militärherrschaft zur heutigen parlamentarischen Ordnung. Die Diktatur hatte 1967 mit einem Staatsstreich begonnen. Politische Parteien wurden verboten, Gegner des Regimes verhaftet, interniert, gefoltert oder ins Exil gedrängt; zugleich galten Zensur und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit. 1973 wurde der Studentenaufstand am Athener Polytechnikum gewaltsam niedergeschlagen.
Auslöser für den Zusammenbruch des Regimes war die Zypernkrise. Die griechische Militärführung unterstützte im Juli 1974 einen Putsch gegen den zyprischen Präsidenten Makarios III., der auf einen Anschluss der Insel an Griechenland zielte. Darauf folgte eine türkische Militärintervention. Angesichts der außenpolitischen und militärischen Krise übergab die Junta die Regierungsgewalt an zivile Politiker.
Konstantinos Karamanlis kehrte aus seinem Pariser Exil zurück und bildete eine Regierung der nationalen Einheit. In den folgenden Monaten wurden die politischen Freiheiten wiederhergestellt und Parteien erneut zugelassen, darunter auch die seit dem Bürgerkrieg verbotene Kommunistische Partei. Bei freien Parlamentswahlen im November 1974 gewann die von Karamanlis gegründete Nea Dimokratia. Ein Referendum im Dezember bestätigte die Abschaffung der Monarchie. Die Verfassung von 1975 legte Griechenland als parlamentarische Republik fest. Führende Angehörige der Junta wurden später vor Gericht gestellt und verurteilt.
Das dargestellte Parlamentsgebäude am Athener Syntagma-Platz war ursprünglich der Königspalast. Es wurde im 19. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Friedrich von Gärtner errichtet und dient seit 1935 als Sitz des Parlaments. Vor dem Gebäude liegt das Grabmal des Unbekannten Soldaten.
Als Münzmotiv verweist das Gebäude auf die Institution, in der politische Repräsentation, Gesetzgebung und parlamentarische Kontrolle verankert sind. Es steht damit für die nach der Diktatur geschaffene Staatsordnung. Das Jubiläum bot Anlass, nicht nur an das Ende des Regimes, sondern auch an die anschließende politische Neuordnung Griechenlands zu erinnern.
Auslöser für den Zusammenbruch des Regimes war die Zypernkrise. Die griechische Militärführung unterstützte im Juli 1974 einen Putsch gegen den zyprischen Präsidenten Makarios III., der auf einen Anschluss der Insel an Griechenland zielte. Darauf folgte eine türkische Militärintervention. Angesichts der außenpolitischen und militärischen Krise übergab die Junta die Regierungsgewalt an zivile Politiker.
Konstantinos Karamanlis kehrte aus seinem Pariser Exil zurück und bildete eine Regierung der nationalen Einheit. In den folgenden Monaten wurden die politischen Freiheiten wiederhergestellt und Parteien erneut zugelassen, darunter auch die seit dem Bürgerkrieg verbotene Kommunistische Partei. Bei freien Parlamentswahlen im November 1974 gewann die von Karamanlis gegründete Nea Dimokratia. Ein Referendum im Dezember bestätigte die Abschaffung der Monarchie. Die Verfassung von 1975 legte Griechenland als parlamentarische Republik fest. Führende Angehörige der Junta wurden später vor Gericht gestellt und verurteilt.
Das dargestellte Parlamentsgebäude am Athener Syntagma-Platz war ursprünglich der Königspalast. Es wurde im 19. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Friedrich von Gärtner errichtet und dient seit 1935 als Sitz des Parlaments. Vor dem Gebäude liegt das Grabmal des Unbekannten Soldaten.
Als Münzmotiv verweist das Gebäude auf die Institution, in der politische Repräsentation, Gesetzgebung und parlamentarische Kontrolle verankert sind. Es steht damit für die nach der Diktatur geschaffene Staatsordnung. Das Jubiläum bot Anlass, nicht nur an das Ende des Regimes, sondern auch an die anschließende politische Neuordnung Griechenlands zu erinnern.


