Übersicht Deutschland 2009 10 Jahre Wirtschafts- und Währungsunion – Übersicht
CC 53 2009 Kursmünzensatz PP

KMS PP

Deutschland · 10 Jahre WWU

Auflage215.630
Ausgabepreis22,00 €
Ausgabedatum01.01.2009
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Preis des Satzes (2 Münzen)39,00 €

Auflagenangabe der Quelle: 47150 | 42120

Varianten

5
Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 47.150
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 42.120
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 42.120
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 42.120
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 42.120

Zum Ausgabeanlass

Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Wirtschafts- und Währungsunion und die Schaffung des Euro am 1. Januar 1999. Das von G. Stamatopoulos entworfene und in einer Online-Abstimmung ausgewählte Motiv zeigt eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm in das Euro-Symbol übergeht, ergänzt um die Jahreszahlen 1999–2009, das jeweilige Akronym der WWU und zwölf Sterne. Die luxemburgische Ausgabe enthält zusätzlich das Bildnis des Großherzogs als Kippeffekt.

Das Motiv
Die Münze zeigt in der Mitte eine stilisierte menschliche Figur, deren linker Arm durch das Euro-Symbol verlängert wird. Die Initialen ΓΣ des Künstlers erscheinen unter dem Euro-Symbol. Der Name des Ausgabestaats in der/den Landesprache(n) erscheint am oberen Rand des Motivs, während die Angabe 1999-2009 und das in die Landessprache(n) übersetzte Akronym WWU am unteren Rand erscheinen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Wirtschafts- und Währungsunion entstand schrittweise aus der europäischen Integration. Eine zentrale Grundlage war der Vertrag von Maastricht, der 1993 in Kraft trat. Er legte den Weg zu einer gemeinsamen Währung und Anforderungen für die Teilnahme fest. Zu diesen sogenannten Konvergenzkriterien gehören Vorgaben zur Preisstabilität, zur Haushaltslage, zu den langfristigen Zinssätzen und zur Wechselkursstabilität.

Mit Beginn der dritten Stufe der Währungsunion wurden die Wechselkurse der teilnehmenden nationalen Währungen unwiderruflich festgelegt. Der Euro diente zunächst als Buch-, Zahlungs- und Recheneinheit, etwa im unbaren Zahlungsverkehr und an den Finanzmärkten. Banknoten und Münzen kamen erst Anfang 2002 in Umlauf. Bis dahin bezahlte die Bevölkerung im Alltag weiterhin unter anderem mit D-Mark, Franc, Lira oder Peseta; deren Wert gegenüber dem Euro stand jedoch bereits fest.

Für die gemeinsame Geldpolitik ist das Eurosystem zuständig. Es besteht aus der Europäischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken der Staaten, die den Euro eingeführt haben. Die nationalen Regierungen behalten dagegen weitgehend die Verantwortung für ihre Haushalts- und Wirtschaftspolitik. Diese Verbindung einer zentralisierten Geldpolitik mit weiterhin national geführten Finanzpolitiken prägt die Konstruktion der Währungsunion.

Die Gemeinschaftsausgabe fiel zudem in eine Phase der Erweiterung des Eurogebiets. Nach den ursprünglichen Teilnehmerstaaten hatten weitere EU-Länder die Gemeinschaftswährung übernommen; die Slowakei trat dem Eurogebiet zu Beginn des Ausgabejahres bei. Nicht alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union gehörten und gehören ihm an, da eine Teilnahme rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen voraussetzt.

Ein einheitliches Gedenkmotiv bot sich an, weil der gewürdigte Gegenstand kein einzelstaatliches Jubiläum, sondern ein gemeinsames europäisches Projekt war. Zugleich blieben die Ausgaben durch Landesbezeichnungen, Münzzeichen und unterschiedliche Randschriften als Prägungen der einzelnen Staaten erkennbar. Die Münzen verbanden damit die gemeinsame Währungspolitik mit der fortbestehenden Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für die nationalen Seiten ihrer Umlaufmünzen.

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