CC 516 2024
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Stgl./BU Münzzeichen Rabe u. Merkurstab, Relieftechnik
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Luxemburg · 175. Jahrestag des Todes von Großherzog Guillaume II
Auflage7.500
Ausgabepreis17,00 €
Ausgabedatum29.01.2024
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis33,25 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 175. Todestag von Großherzog Wilhelm II. Das Motiv zeigt links Großherzog Wilhelm II. als Reiterstatue und rechts ein nach links gerichtetes Porträt von Großherzog Henri. Ergänzt wird es durch die Schriftzüge „GROUSSHERZOGE VU LÉTZEBUERG“ und „GUILLAUME II 1792-1849“ sowie die Zahl „175“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt linker Hand Großherzog Wilhelm II. als Reiterstatue und rechter Hand ein linksseitiges Porträt von Großherzog Henri. Im linken oberen Teil des Münzbilds sind halbkreisförmig die Schriftzüge „GROUSSHERZOGE VU LÉTZEBUERG“ und „GUILLAUME II 1792-1849“ zu sehen. Das Prägejahr „2024“ und die Zahl „175“ für den 175. Todestag sind unterhalb des Porträts von Großherzog Henri angebracht. Da die Prägeanstalt noch nicht bekannt ist, können die Münzzeichen im abgebildeten Platzhalter noch angepasst werden. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Wilhelm II. entstammte dem Haus Oranien-Nassau. Vor seiner Thronbesteigung diente er in der britischen Armee, nahm an den Kämpfen gegen Napoleon auf der Iberischen Halbinsel teil und führte 1815 bei Waterloo niederländische Truppen. Nach der Abdankung seines Vaters Wilhelm I. wurde er 1840 König der Niederlande und zugleich Großherzog von Luxemburg.
Diese Verbindung beruhte auf den Regelungen des Wiener Kongresses von 1815. Luxemburg war zum Großherzogtum erhoben und dem niederländischen König in Personalunion übertragen worden. Es blieb jedoch ein eigenständiges Territorium und gehörte dem Deutschen Bund an. Bereits vor Wilhelms Regierungsantritt war das historische Luxemburg infolge der Belgischen Revolution geteilt worden: Der westliche, überwiegend französischsprachige Teil fiel an Belgien, während das verkleinerte Großherzogtum mit dem niederländischen König verbunden blieb.
In Wilhelms Regierungszeit fiel eine wichtige Phase der Verfassungsentwicklung. 1841 erhielt Luxemburg seine erste eigenständige Verfassung. Unter dem Eindruck der europäischen Revolutionen von 1848 folgte eine liberalere Ordnung mit einer stärkeren Volksvertretung und begrenzter Regierungsgewalt des Monarchen. Auch in den Niederlanden stimmte Wilhelm einer umfassenden Verfassungsreform zu, durch die sich das Land stärker zu einer parlamentarischen Monarchie entwickelte.
Die auf der Münze wiedergegebene Reiterfigur steht auf dem zentralen Platz vor dem Rathaus der Stadt Luxemburg. Der Platz trägt offiziell den Namen Place Guillaume II und wird im örtlichen Sprachgebrauch „Knuedler“ genannt. Das im 19. Jahrhundert errichtete Denkmal verweist auf Wilhelm als Landesherrn und auf die damalige Neuordnung des luxemburgischen Staates.
Der Jahrestag bot Luxemburg Anlass, diese Phase seiner Monarchie- und Verfassungsgeschichte aufzugreifen. Die Verbindung des historischen Herrschers mit dem heutigen Großherzog stellt zugleich die dynastische Kontinuität des Staatsoberhaupts heraus, obwohl die Personalunion mit den Niederlanden nach dem Tod Wilhelms III. im Jahr 1890 endete.
Diese Verbindung beruhte auf den Regelungen des Wiener Kongresses von 1815. Luxemburg war zum Großherzogtum erhoben und dem niederländischen König in Personalunion übertragen worden. Es blieb jedoch ein eigenständiges Territorium und gehörte dem Deutschen Bund an. Bereits vor Wilhelms Regierungsantritt war das historische Luxemburg infolge der Belgischen Revolution geteilt worden: Der westliche, überwiegend französischsprachige Teil fiel an Belgien, während das verkleinerte Großherzogtum mit dem niederländischen König verbunden blieb.
In Wilhelms Regierungszeit fiel eine wichtige Phase der Verfassungsentwicklung. 1841 erhielt Luxemburg seine erste eigenständige Verfassung. Unter dem Eindruck der europäischen Revolutionen von 1848 folgte eine liberalere Ordnung mit einer stärkeren Volksvertretung und begrenzter Regierungsgewalt des Monarchen. Auch in den Niederlanden stimmte Wilhelm einer umfassenden Verfassungsreform zu, durch die sich das Land stärker zu einer parlamentarischen Monarchie entwickelte.
Die auf der Münze wiedergegebene Reiterfigur steht auf dem zentralen Platz vor dem Rathaus der Stadt Luxemburg. Der Platz trägt offiziell den Namen Place Guillaume II und wird im örtlichen Sprachgebrauch „Knuedler“ genannt. Das im 19. Jahrhundert errichtete Denkmal verweist auf Wilhelm als Landesherrn und auf die damalige Neuordnung des luxemburgischen Staates.
Der Jahrestag bot Luxemburg Anlass, diese Phase seiner Monarchie- und Verfassungsgeschichte aufzugreifen. Die Verbindung des historischen Herrschers mit dem heutigen Großherzog stellt zugleich die dynastische Kontinuität des Staatsoberhaupts heraus, obwohl die Personalunion mit den Niederlanden nach dem Tod Wilhelms III. im Jahr 1890 endete.




