Übersicht Belgien 2024 EU-Ratspräsidentschaft – Übersicht
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CC 515 2024 Coincard Stgl./BU Niederländisch

Coincard – niederländische Version

Belgien · EU-Ratspräsidentschaft

Auflage62.500
Ausgabepreis11,00 €
Ausgabedatum15.01.2024
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis10,90 €

Auflagenangabe der Quelle: Gesamt 125.000 · 1:1 auf NL/FR geteilt

Zum Ausgabeanlass

Die Münze würdigt den belgischen Vorsitz im Rat der Europäischen Union 2024. Das Motiv zeigt 27 Schwalben als Sinnbild für die EU-Mitgliedstaaten; eine Schwalbe fliegt an der Spitze und symbolisiert die führende Rolle Belgiens in der ersten Jahreshälfte. Ergänzt wird die Darstellung durch das Länderzeichen „BE“, den Schriftzug „BELGIAN PRESIDENCY OF THE COUNCIL OF THE EU 2024“ und die Initialen der Designerin Iris Bruijns.

Das Motiv
Das Motiv zeigt einen Vogelschwarm (Schwalben) als Sinnbild für die Arbeitsweise der EU, die sich als Gruppe fortbewegt, dabei aber jedem Mitglied individuellen Handlungsspielraum lässt, wodurch eine komplexe, dynamische Einheit entsteht. Die Gruppe steht also in erster Linie für das Miteinander. In der Formation des Vogelschwarms fliegt stets eine Schwalbe an der Spitze und zieht die anderen mit. Diese Rolle übernimmt Belgien in der ersten Jahreshälfte 2024. Die 27 Vögel stehen für die Zahl der EU-Mitgliedstaaten. Das Länderzeichen „BE“ ist zwischen den Schwalben rechts oben zu erkennen. Auf einer Freifläche links unterhalb des Vogelschwarms befindet sich der Schriftzug „BELGIAN PRESIDENCY OF THE COUNCIL OF THE EU 2024“. Ganz links sind die Initialen der Designerin Iris Bruijns zu erkennen. Da die Münzen von der Königlichen Niederländischen Münze geprägt werden, ist links außen auch das Münzeichen von Utrecht, ein Hermesstab, angebracht, über dem sich das Zeichen der belgischen Münzmeister, eine Aster vor einem Erlenmeyer-Kolben, befindet.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Rat der Europäischen Union ist neben dem Europäischen Parlament an der Gesetzgebung der EU beteiligt. In ihm beraten und entscheiden die Fachminister der Mitgliedstaaten, etwa die Finanz-, Umwelt- oder Justizminister. Er ist nicht mit dem Europäischen Rat zu verwechseln, in dem die Staats- und Regierungschefs die allgemeinen politischen Leitlinien festlegen.

Der Vorsitz im Rat wechselt turnusmäßig alle sechs Monate zwischen den Mitgliedstaaten. Das vorsitzende Land leitet die meisten Ministertagungen sowie zahlreiche Sitzungen von Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Es organisiert die Beratungen, vermittelt zwischen unterschiedlichen nationalen Positionen und vertritt den Rat in Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Eine Ausnahme bildet insbesondere der Rat „Auswärtige Angelegenheiten“, dessen Sitzungen gewöhnlich vom Hohen Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik geleitet werden. Mehrere aufeinanderfolgende Vorsitzländer stimmen ihre Arbeit in sogenannten Dreiervorsitzen ab; Belgien arbeitete dabei mit Spanien und Ungarn zusammen.

Der belgische Vorsitz fiel in die Schlussphase der europäischen Legislaturperiode vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2024. Daher ging es vielfach darum, bereits weit fortgeschrittene Gesetzgebungsverfahren abzuschließen. Zu den politischen Schwerpunkten gehörten die Verteidigung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft, die grüne und sozial ausgewogene Transformation, die Sozial- und Gesundheitspolitik, Migration und Grenzschutz sowie die außenpolitische Handlungsfähigkeit der Union.

Belgien besitzt einen besonderen institutionellen Bezug zur europäischen Integration. Es gehörte zu den sechs Gründungsstaaten der Europäischen Gemeinschaften. In Brüssel befinden sich heute zentrale Einrichtungen der EU; dort tagen regelmäßig der Rat und der Europäische Rat. Ein Ratsvorsitz bietet daher einen nachvollziehbaren Anlass für eine nationale Gedenkmünze: Er kennzeichnet eine zeitlich begrenzte politische und organisatorische Verantwortung eines Mitgliedstaates innerhalb des gemeinsamen europäischen Entscheidungsprozesses.

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