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Andorra · Fest der Sommersonnenwende
Ausgabedatum27.11.2023
Gesamtauflage70.000
EU-Maximum70.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftAndorra / 2023
DesignerJoaquin Jimenez
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt die traditionellen Feuerfeste zur Sommersonnenwende in den Pyrenäen, die 2015 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen wurden. Das Motiv zeigt einen „Fallaire“ im traditionellen Kapuzenmantel, der mit einer als „Falla“ bezeichneten Fackel aus Baumrinde einen Feuerschweif in die Luft zeichnet. Grafische Linien im Hintergrund symbolisieren die Sommersonnenwende; außerdem sind „Andorra“ und die Jahreszahl „2023“ zu sehen.
Das Motiv
Die Feuerfeste zur Sommersonnenwende wurden von der UNESCO 2015 in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die traditionsreichen und beliebten Feste werden alljährlich überall in Andorra begangen. Das Münzmotiv zeigt den sogenannten „Fallaire“ in seinem traditionellen Kapuzenmantel, der mit seiner „Falla“ einen Feuerschweif in die Luft zeichnet. Die als „Falla“ bezeichneten Fackeln aus Baumrinde spielen bei den Festen eine zentrale Rolle. Sie werden angezündet und kraftvoll durch die Luft geschwungen, sodass große Feuerschweife entstehen. Den Hintergrund bilden grafische Linien, die die Sommersonnenwende darstellen, sowie der Ländername „Andorra“ und die Jahreszahl „2023“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Feuerbräuche werden in zahlreichen Gemeinden der zentralen Pyrenäen gepflegt und bilden ein grenzüberschreitendes Kulturerbe Andorras, Frankreichs und Spaniens. Ihre konkrete Ausgestaltung unterscheidet sich von Ort zu Ort. Häufig werden Feuer an erhöht gelegenen Plätzen entzündet. Teilnehmer tragen brennende Holzstücke oder Fackeln anschließend bergab in die Siedlung, wo ein gemeinschaftliches Feuer sowie weitere Feierlichkeiten stattfinden. Andernorts werden brennende Fackeln auf dem Dorfplatz geschwenkt oder um einen aufgerichteten Stamm herumgetragen.
Der Zeitpunkt nahe dem längsten Tag des Jahres verbindet das Fest mit dem jahreszeitlichen Wechsel. Feuer dient dabei als weithin sichtbares Zeichen, das Berg, Dorf und Festgemeinschaft miteinander verknüpft. Über Ursprung und Alter der einzelnen Bräuche lassen sich keine einheitlichen Aussagen treffen. Deutungen als vorchristlicher Sonnenkult sind verbreitet, historisch jedoch nicht für jede örtliche Tradition nachweisbar. In der heutigen Praxis können auch Bezüge zum Johannistag am 24. Juni bestehen.
Die Vorbereitung erfolgt gemeinschaftlich: Das benötigte Holz wird gesammelt und bearbeitet, die Abläufe werden organisiert und Kenntnisse über Herstellung und sicheren Umgang mit den Feuerträgern weitergegeben. Kinder und Jugendliche werden schrittweise einbezogen. In manchen Orten kennzeichnet die erstmalige aktive Teilnahme den Übergang in eine neue Alters- oder Gemeinschaftsrolle. Musik, Tanz und gemeinsame Mahlzeiten können die Feuerläufe begleiten.
In Andorra war die Praxis zeitweise zurückgegangen und wurde im späten 20. Jahrhundert durch örtliche Gruppen wiederbelebt. Heute gehört sie zur öffentlichen Pflege regionaler Bräuche. Die internationale Anerkennung betrifft nicht nur ein Fest in einem einzelnen Ort, sondern eine Gruppe verwandter, von den jeweiligen Gemeinden getragener Traditionen. Als Münzanlass eignet sich das Thema daher zugleich als Hinweis auf Andorras eigene Kultur und auf die historischen Verbindungen über die Staatsgrenzen der Pyrenäen hinweg. Die Ausgabe knüpft außerdem an die staatliche Aufgabe an, ein lebendiges, durch praktische Weitergabe erhaltenes Kulturerbe sichtbar zu machen.
Der Zeitpunkt nahe dem längsten Tag des Jahres verbindet das Fest mit dem jahreszeitlichen Wechsel. Feuer dient dabei als weithin sichtbares Zeichen, das Berg, Dorf und Festgemeinschaft miteinander verknüpft. Über Ursprung und Alter der einzelnen Bräuche lassen sich keine einheitlichen Aussagen treffen. Deutungen als vorchristlicher Sonnenkult sind verbreitet, historisch jedoch nicht für jede örtliche Tradition nachweisbar. In der heutigen Praxis können auch Bezüge zum Johannistag am 24. Juni bestehen.
Die Vorbereitung erfolgt gemeinschaftlich: Das benötigte Holz wird gesammelt und bearbeitet, die Abläufe werden organisiert und Kenntnisse über Herstellung und sicheren Umgang mit den Feuerträgern weitergegeben. Kinder und Jugendliche werden schrittweise einbezogen. In manchen Orten kennzeichnet die erstmalige aktive Teilnahme den Übergang in eine neue Alters- oder Gemeinschaftsrolle. Musik, Tanz und gemeinsame Mahlzeiten können die Feuerläufe begleiten.
In Andorra war die Praxis zeitweise zurückgegangen und wurde im späten 20. Jahrhundert durch örtliche Gruppen wiederbelebt. Heute gehört sie zur öffentlichen Pflege regionaler Bräuche. Die internationale Anerkennung betrifft nicht nur ein Fest in einem einzelnen Ort, sondern eine Gruppe verwandter, von den jeweiligen Gemeinden getragener Traditionen. Als Münzanlass eignet sich das Thema daher zugleich als Hinweis auf Andorras eigene Kultur und auf die historischen Verbindungen über die Staatsgrenzen der Pyrenäen hinweg. Die Ausgabe knüpft außerdem an die staatliche Aufgabe an, ein lebendiges, durch praktische Weitergabe erhaltenes Kulturerbe sichtbar zu machen.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenCoincard
- Verpackung
- Coincard
- Auflage
- 70.000
- Marktpreis
- 25,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Coincard
70.000
Offizielle Ausgabepreise
2023 · Coincard: 14,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
