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San Marino · 500. Todestag von Luca Signorelli
Ausgabedatum05.09.2023
Gesamtauflage58.600
EU-Maximum56.000
Editionen2
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftR / SIGNORELLI / SAN MARINO / 1523 / 2023 / MB
DesignerMarta Bonifacio
PrägestätteInstituto Poligrafico e Zecca Dello Stato, Roma
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 500. Todestag von Luca Signorelli. Das Motiv zeigt einen Engel aus seinem Fresko „Il Paradiso“ in der Cappella di San Brizio im Dom von Orvieto. Ergänzt wird die Darstellung durch die Jahreszahlen „1523“ und „2023“ sowie die Schriftzüge „SIGNORELLI“ und „SAN MARINO“.
Das Motiv
Das Münzmotiv ist ein Engel aus dem Fresko „Il Paradiso“ von Luca Signorelli in der Capella de San Brizio im Dom von Orvieto. Links der Abbildung steht der Buchstabe „R“ als Zeichen der Münze von Rom. Entlang des inneren Münzrands verläuft links unten der Schriftzug „SIGNORELLI“ und steht rechts der Ausgabestaat „SAN MARINO“. In der Mitte sind oben die Jahreszahlen „1523“ und „2023“ angegeben, während sich unten die Initialen der Münzdesignerin Marta Bonifacio, „MB“, finden.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Luca Signorelli wurde um 1450 in Cortona in der Toskana geboren und starb dort 1523. Er gehört zur italienischen Renaissance und arbeitete vor allem in Mittelitalien, unter anderem in der Toskana, in Umbrien und in den Marken. Seine Malerei stand unter dem Einfluss Piero della Francescas. Kennzeichnend sind klar aufgebaute Bildräume sowie eine genaue Darstellung des menschlichen Körpers, insbesondere in bewegten und stark verkürzten Posen. Signorelli war auch an der Ausmalung der Sixtinischen Kapelle in Rom beteiligt.
Sein umfangreichstes erhaltenes Werk befindet sich in der Cappella di San Brizio, die ursprünglich Cappella Nova hieß. Sie ist eine Seitenkapelle des Doms von Orvieto. Fra Angelico und seine Mitarbeiter hatten dort bereits Mitte des 15. Jahrhunderts Teile des Gewölbes ausgemalt. Signorelli führte die Ausstattung ab 1499 fort und schuf einen zusammenhängenden Freskenzyklus über die letzten Dinge des Menschen.
Zu den dargestellten Themen gehören die Predigt und die Taten des Antichristen, das Ende der Welt, die Auferstehung der Toten, die Verdammten in der Hölle und die Seligen im Himmel. Die Szenen verbinden christliche Jenseitsvorstellungen mit einer für die Renaissance typischen Beschäftigung mit Anatomie und körperlicher Bewegung. Zahlreiche unbekleidete Figuren werden in komplexen Drehungen, Stürzen und Verkürzungen gezeigt. Der Zyklus gilt deshalb als ein wichtiger Bezugspunkt für die Entwicklung der monumentalen Figurenmalerei des frühen 16. Jahrhunderts.
Das auf der Münze aufgegriffene Paradies gehört zum Abschnitt mit den Seligen. Engel geleiten und begleiten dort die auferstandenen Menschen. Das Einzelmotiv verweist somit nicht nur auf den Maler, sondern auf das umfassendere Bildprogramm von Tod, Gericht und Erlösung.
Der runde Jahrestag bot einen konkreten Anlass, an Signorelli als Vertreter der italienischen Renaissance zu erinnern. San Marino greift bei seinen Gedenkmünzen regelmäßig Personen und Werke aus der Kunst- und Kulturgeschichte des italienischen Raums auf. Eine besondere biografische Verbindung Signorellis zur Republik steht dabei nicht im Vordergrund.
Sein umfangreichstes erhaltenes Werk befindet sich in der Cappella di San Brizio, die ursprünglich Cappella Nova hieß. Sie ist eine Seitenkapelle des Doms von Orvieto. Fra Angelico und seine Mitarbeiter hatten dort bereits Mitte des 15. Jahrhunderts Teile des Gewölbes ausgemalt. Signorelli führte die Ausstattung ab 1499 fort und schuf einen zusammenhängenden Freskenzyklus über die letzten Dinge des Menschen.
Zu den dargestellten Themen gehören die Predigt und die Taten des Antichristen, das Ende der Welt, die Auferstehung der Toten, die Verdammten in der Hölle und die Seligen im Himmel. Die Szenen verbinden christliche Jenseitsvorstellungen mit einer für die Renaissance typischen Beschäftigung mit Anatomie und körperlicher Bewegung. Zahlreiche unbekleidete Figuren werden in komplexen Drehungen, Stürzen und Verkürzungen gezeigt. Der Zyklus gilt deshalb als ein wichtiger Bezugspunkt für die Entwicklung der monumentalen Figurenmalerei des frühen 16. Jahrhunderts.
Das auf der Münze aufgegriffene Paradies gehört zum Abschnitt mit den Seligen. Engel geleiten und begleiten dort die auferstandenen Menschen. Das Einzelmotiv verweist somit nicht nur auf den Maler, sondern auf das umfassendere Bildprogramm von Tod, Gericht und Erlösung.
Der runde Jahrestag bot einen konkreten Anlass, an Signorelli als Vertreter der italienischen Renaissance zu erinnern. San Marino greift bei seinen Gedenkmünzen regelmäßig Personen und Werke aus der Kunst- und Kulturgeschichte des italienischen Raums auf. Eine besondere biografische Verbindung Signorellis zur Republik steht dabei nicht im Vordergrund.
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