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CC 50 2008 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · Paulusjahr

Auflage15.000
Ausgabepreis45,00 €
Ausgabedatum15.10.2008
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)67,90 €

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Die Gedenkmünze ist dem Paulusjahr 2008 gewidmet. Das Motiv zeigt die Bekehrung des Heiligen Paulus auf seiner Reise nach Damaskus: Ein Lichtstrahl vom Himmel blendet ihn und trifft sein sich aufbäumendes Pferd; im Hintergrund ist Damaskus dargestellt. Halbkreisförmig umgeben die Aufschriften „CITTÀ DEL VATICANO“ und „ANNO SANCTO PAULO DICATO“ die Szene.

Das Motiv
Das Münzinnere zeigt die Bekehrung des Heiligen Paulus: Auf seiner Reise nach Damaskus, abgebildet im Hintergrund, wird der Heilige Paulus von einem Lichtstrahl geblendet, der vom Himmel auf sein sich aufbäumendes Pferd niedergeht. Das Münzmotiv ist von zwei halbkreisförmigen Aufschriften umgeben: links der Ausgabestaat „CITTÀ DEL VATICANO“, rechts die Aufschrift „ANNO SANCTO PAULO DICATO“. Das Ausgabejahr „2008“ ist rechts zu erkennen, ebenso wie das Zeichen der Prägeanstalt „R“ und der Name des Designers „VEROI“; das Siegel der Graveurin Luciana De Simoni „L.D.S. INC.“ befindet sich ganz am unteren Rand.

Auf dem äußeren Ring der Münze sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Paulus von Tarsus gehört zu den prägenden Personen des frühen Christentums. Er stammte aus einer jüdischen Familie und hieß ursprünglich Saulus. Nach der Apostelgeschichte besaß er auch das römische Bürgerrecht. Zunächst bekämpfte er die entstehende christliche Bewegung und war an der Verfolgung ihrer Anhänger beteiligt. Das Erlebnis vor Damaskus führte zu einer grundlegenden Neuorientierung: Saulus verstand die Erscheinung als Begegnung mit dem auferstandenen Jesus und nahm anschließend die christliche Taufe an.

Die Apostelgeschichte berichtet, dass Paulus nach dem Lichtereignis zu Boden fiel und vorübergehend erblindete. In Damaskus erhielt der Christ Hananias den Auftrag, ihn aufzusuchen; danach gewann Paulus sein Augenlicht zurück und ließ sich taufen. Ein Pferd wird in den biblischen Berichten nicht erwähnt. Es gehört zu einer späteren Bildtradition, die das Geschehen besonders in der europäischen Kunst anschaulich machte. Paulus selbst erwähnt seine Berufung ebenfalls in seinen Briefen, schildert sie dort jedoch wesentlich knapper.

In den folgenden Jahrzehnten wirkte Paulus als Missionar vor allem unter Nichtjuden. Seine Reisen führten ihn durch Teile Kleinasiens und Griechenlands. Seine Briefe an frühe christliche Gemeinden zählen zu den ältesten Texten des Neuen Testaments. Darin behandelt er unter anderem die Bedeutung von Tod und Auferstehung Jesu, das Verhältnis von jüdischem Gesetz und christlichem Glauben sowie das Zusammenleben verschiedener Gruppen in den Gemeinden. Nach kirchlicher Überlieferung starb Paulus während der Herrschaft Kaiser Neros als Märtyrer in Rom.

Papst Benedikt XVI. rief das Paulusjahr anlässlich des annähernd zweitausendsten Geburtstags des Apostels aus; dessen Geburtsjahr lässt sich nicht genau bestimmen. Es dauerte vom 28. Juni 2008 bis zum 29. Juni 2009. Im Mittelpunkt standen Gottesdienste, Pilgerfahrten und die Beschäftigung mit den Paulusbriefen. Ein zentraler Ort war die römische Basilika Sankt Paul vor den Mauern, die nach kirchlicher Tradition über seinem Grab errichtet wurde. Die Münzausgabe griff damit ein vom Vatikan weltweit begangenes kirchliches Gedenkjahr auf.

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