CC 497 2023
Kursmünzensatz
PP
KMS PP
Spanien · EU-Ratspräsidentschaft
Auflage1.297
Ausgabedatum03.07.2023
VerpackungKursmünzensatz
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (2 Münzen)79,90 €
Auflagenangabe der Quelle: max. 1.500
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den spanischen Vorsitz im Rat der Europäischen Union im Jahr 2023. Im Zentrum steht das Logo des EU-Ratsvorsitzes, umgeben von den Inschriften „ESPANA 2023 – PRESIDENCIA ESPANOLA“ und „CONSEJO DE LA UNION EUROPEA“; darunter befindet sich das Münzzeichen der Fábrica Nacional de Moneda y Timbre–Real Casa de la Moneda, ein gekröntes „M“.
Das Motiv
Die Münze zeigt zwei Abbildungen. In der Münzmitte ist das Logo des spanisches EU-Ratsvorsitzes zu sehen, umrahmt von der Umschrift: „ESPANA 2023 – PRESIDENCIA ESPANOLA“ und „CONSEJO DE LA UNION EUROPEA“ (Spanien 2023 – spanischer Vorsitz und Rat der Europäischen Union). Am unteren Rand des Münzinneren ist das Münzzeichen der Fabrica Nacional de Moneda y Timbre Real Casa de la Moneda – das mit einer Krone versehene „M“ – zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union wechselt turnusmäßig alle sechs Monate zwischen den Mitgliedstaaten. Spanien übernahm diese Aufgabe vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2023 von Schweden; anschließend folgte Belgien. Es handelte sich um den fünften spanischen Ratsvorsitz seit dem Beitritt des Landes zu den Europäischen Gemeinschaften im Jahr 1986.
Der Rat der Europäischen Union, häufig auch Ministerrat genannt, ist das Organ, in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten sind. Je nach Politikbereich kommen die zuständigen Fachminister zusammen. Das Vorsitzland leitet die meisten dieser Sitzungen sowie zahlreiche vorbereitende Arbeitsgruppen, organisiert die Beratungen und versucht, zwischen den nationalen Positionen Kompromisse herzustellen. Gemeinsam mit dem Europäischen Parlament wirkt der Rat an der Gesetzgebung der EU mit. Der Ratsvorsitz ist nicht mit dem Präsidenten des Europäischen Rates zu verwechseln; auch der Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ wird regulär nicht vom jeweiligen Vorsitzland geleitet.
Spanien bildete mit Belgien und Ungarn eine sogenannte Trio-Präsidentschaft. Diese Dreiergruppen stimmen ein gemeinsames Programm für achtzehn Monate ab, damit politische Vorhaben über die einzelnen Halbjahresvorsitze hinweg weitergeführt werden können. Zu den spanischen Schwerpunkten gehörten die Stärkung der europäischen Industrie und der strategischen Eigenständigkeit, die ökologische Transformation, soziale und wirtschaftliche Fragen sowie die Geschlossenheit der Union.
Der Vorsitz fiel in eine Phase, die vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, energiepolitischen Veränderungen und Debatten über eine künftige Erweiterung der EU geprägt war. Beim informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs in Granada wurden im Oktober 2023 langfristige Prioritäten und die Vorbereitung der Union auf mögliche Erweiterungen erörtert. Während des Halbjahres gelangen außerdem politische Einigungen zwischen Rat und Europäischem Parlament unter anderem zur europäischen Regulierung künstlicher Intelligenz sowie zu zentralen Teilen der Reform des gemeinsamen Asyl- und Migrationssystems.
Die Münzausgabe kennzeichnet damit ein zeitlich klar begrenztes europäisches Regierungsamt, das Spanien nur in mehrjährigen Abständen übernimmt. Sie ordnet sich zugleich in die Praxis ein, EU-bezogene institutionelle Ereignisse auf nationalen Gedenkmünzen festzuhalten.
Der Rat der Europäischen Union, häufig auch Ministerrat genannt, ist das Organ, in dem die Regierungen der Mitgliedstaaten vertreten sind. Je nach Politikbereich kommen die zuständigen Fachminister zusammen. Das Vorsitzland leitet die meisten dieser Sitzungen sowie zahlreiche vorbereitende Arbeitsgruppen, organisiert die Beratungen und versucht, zwischen den nationalen Positionen Kompromisse herzustellen. Gemeinsam mit dem Europäischen Parlament wirkt der Rat an der Gesetzgebung der EU mit. Der Ratsvorsitz ist nicht mit dem Präsidenten des Europäischen Rates zu verwechseln; auch der Rat „Auswärtige Angelegenheiten“ wird regulär nicht vom jeweiligen Vorsitzland geleitet.
Spanien bildete mit Belgien und Ungarn eine sogenannte Trio-Präsidentschaft. Diese Dreiergruppen stimmen ein gemeinsames Programm für achtzehn Monate ab, damit politische Vorhaben über die einzelnen Halbjahresvorsitze hinweg weitergeführt werden können. Zu den spanischen Schwerpunkten gehörten die Stärkung der europäischen Industrie und der strategischen Eigenständigkeit, die ökologische Transformation, soziale und wirtschaftliche Fragen sowie die Geschlossenheit der Union.
Der Vorsitz fiel in eine Phase, die vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, energiepolitischen Veränderungen und Debatten über eine künftige Erweiterung der EU geprägt war. Beim informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs in Granada wurden im Oktober 2023 langfristige Prioritäten und die Vorbereitung der Union auf mögliche Erweiterungen erörtert. Während des Halbjahres gelangen außerdem politische Einigungen zwischen Rat und Europäischem Parlament unter anderem zur europäischen Regulierung künstlicher Intelligenz sowie zu zentralen Teilen der Reform des gemeinsamen Asyl- und Migrationssystems.
Die Münzausgabe kennzeichnet damit ein zeitlich klar begrenztes europäisches Regierungsamt, das Spanien nur in mehrjährigen Abständen übernimmt. Sie ordnet sich zugleich in die Praxis ein, EU-bezogene institutionelle Ereignisse auf nationalen Gedenkmünzen festzuhalten.
Wissenswertes
Dieser KMS enthält alle acht Umlaufmünzen von 1 Cent bis 2 Euro, die 2-€-Gedenkmünze „Altstadt von Cáceres" (CC484) und die 2-€-Gedenkmünze „EU-Ratspräsidentschaft" (CC497), Nennwert: 7,88 €.



