Übersicht Italien 2023 150. Todestag von Alessandro Manzoni – Übersicht
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CC 490 2023 Coincard Stgl./BU

Coincard

Italien · 150. Todestag von Alessandro Manzoni

Auflage10.000
Ausgabepreis15,00 €
Ausgabedatum15.05.2023
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis19,90 €

Zum Ausgabeanlass

Die Münze erinnert an den 150. Todestag des italienischen Schriftstellers Alessandro Manzoni. Das Motiv zeigt ihn im Halbprofil, angelehnt an sein Porträt auf dem 1967 herausgegebenen 100.000-Lire-Schein. Ergänzt wird die Darstellung durch die Jahreszahlen „1873–2023“ und den Schriftzug „ALESSANDRO MANZONI“.

Das Motiv
Auf der Münze ist ein Porträt Alessandro Manzonis im Halbprofil abgebildet, in Anlehnung an die Darstellung des italienischen Schriftstellers auf dem 1967 herausgegebenen 100 000-Lire-Schein. Links steht „RI“, das Akronym der Italienischen Republik, darunter finden sich die Jahreszahlen „1873-2023“ (wobei 1873 das Todesjahr des Schriftstellers und 2023 das Jahr der Münzausgabe ist) und bogenförmig entlang des inneren Münzrands findet sich der Schriftzug „ALESSANDRO MANZONI“. Rechts wurden die Buchstaben „R“ als das Zeichen der Münze von Rom und „AV“ als die Initialen des Designers Antonio Vecchio aufgeprägt.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Alessandro Manzoni wurde 1785 in Mailand geboren und war als Lyriker, Dramatiker, Romancier und Essayist tätig. Sein Leben fiel in eine Zeit, in der die italienische Halbinsel politisch zersplittert war und Teile Norditaliens zunächst unter französischer, später unter österreichischer Herrschaft standen. Manzoni unterstützte die nationale Einigungsbewegung des Risorgimento. Nach der Gründung des Königreichs Italien wurde er zum Senator ernannt.

Sein bekanntestes Werk ist der historische Roman *I promessi sposi* („Die Verlobten“). Er erzählt von Renzo und Lucia, deren geplante Heirat durch einen örtlichen Machthaber verhindert wird. Die Handlung spielt in der Lombardei des 17. Jahrhunderts vor dem Hintergrund spanischer Herrschaft, sozialer Not, von Unruhen und der Mailänder Pest. Der Roman verbindet erfundene Figuren mit historischen Vorgängen und behandelt unter anderem Machtmissbrauch, Recht, Verantwortung und religiösen Glauben.

Auch sprachgeschichtlich erhielt das Werk eine besondere Funktion. Zur Zeit Manzonis gab es neben den regionalen Dialekten noch keine im Alltag allgemein verwendete italienische Standardsprache. Manzoni überarbeitete den Roman nach dem Vorbild des zeitgenössischen Florentinischen. Diese Fassung wurde im Schulunterricht verbreitet und trug zur sprachlichen Vereinheitlichung des neu entstandenen Staates bei. In einem späteren Gutachten befasste er sich ausdrücklich mit der Frage einer gemeinsamen Sprache für Italien.

Zu seinen weiteren Arbeiten gehören die Tragödien *Il conte di Carmagnola* und *Adelchi* sowie die Ode *Il cinque maggio*, die auf den Tod Napoleons Bezug nimmt. Seine Texte sind von seiner Hinwendung zum Katholizismus geprägt, setzen sich aber zugleich mit politischen Herrschaftsverhältnissen und historischem Wandel auseinander.

Die Wahl Manzonis als Münzmotiv knüpft damit nicht nur an einen literarischen Gedenktag an. Sie verweist auch auf seine Verbindung zur italienischen Einigung und auf die Rolle seiner Werke bei der Herausbildung einer gemeinsamen italienischen Schriftsprache.

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