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Vorderseite

Litauen · Suvalkija (Serie: Litauische ethnographische Regionen)
Ausgabedatum20.12.2022
Gesamtauflage500.000
EU-Maximum500.000
Editionen2
RandschriftLAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
AufschriftVIENYBĖ TEŽYDI / LIETUVA / 2022 / SUVALKIJA
DesignerRolandas Rimkūnas
PrägestätteUAB Lietuvos monetų kalykla, Vilnius (Lithuania)
Zum Ausgabeanlass
Die Münze ist der ethnographischen Region Suvalkija gewidmet. Das Motiv zeigt ihr Wappen mit einem Auerochsen, flankiert von Eichenzweigen mit Eicheln und einem Band mit der Aufschrift „VIENYBĖ TEŽYDI“ („Möge Einheit gedeihen“). Die Eichenzweige verweisen auf die bis in vorchristliche Zeit zurückreichende Geschichte der Region; der Auerochse war dort einst die vorherrschende Tierart. Die Umschriften lauten „LIETUVA“ und „SUVALKIJA“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt das Wappen mit einem Auerochsen, auf beiden Seiten geschmückt mit silbrigen Eichenzweigen samt Eicheln. Das untere Ende der Zweige wird durch ein silbriges Band verbunden, das den Schriftzug „VIENYBĖ TEŽYDI“ (Möge Einheit gedeihen) trägt. Die Eichenzweige symbolisieren die reiche Geschichte der Region, die bis in die vorchristlichen Perioden des litauischen Staates zurückreicht. Der Auerochse war einst die vorherrschende Tierart dieser Region. Eingerahmt wird das Münzmotiv oben vom Schriftzug „LIETUVA“ (Litauen) und dem Ausgabejahr „2022“ und unten vom Schriftzug „SUVALKIJA“ und dem Münzzeichen der litauischen Prägestätte. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Suvalkija liegt im Südwesten Litauens, vor allem südlich und westlich des Flusses Nemunas. Als ethnographische Region besitzt sie keine eigene politische oder administrative Stellung; ihre Grenzen beruhen vielmehr auf Gemeinsamkeiten in Mundart, Brauchtum, historischer Entwicklung und traditioneller Lebensweise. Als regionales Zentrum gilt Marijampolė. Neben Suvalkija ist auch die Bezeichnung Sūduva gebräuchlich. Sie erinnert an die Sudauer, eine baltische Bevölkerungsgruppe, die im Mittelalter in diesem Raum und in angrenzenden Gebieten lebte.
Die besondere regionale Identität hängt auch mit der Teilung Polen-Litauens am Ende des 18. Jahrhunderts zusammen. Das Gebiet links des Nemunas war anschließend zeitweise preußisch, gehörte danach zum Herzogtum Warschau und ab 1815 zum russisch beherrschten Königreich Polen. Dadurch unterschied sich seine Rechts- und Sozialgeschichte von jener anderer litauischer Gebiete im Russischen Reich. Die Aufhebung der Leibeigenschaft erfolgte hier früher als im übrigen Litauen. Es entwickelte sich eine vergleichsweise eigenständige bäuerliche Gesellschaft, aus der im 19. Jahrhundert zahlreiche Vertreter der litauischen Nationalbewegung hervorgingen.
Zu ihnen gehörten Jonas Basanavičius, einer der Initiatoren der litauischsprachigen Zeitung „Aušra“, sowie Vincas Kudirka, Schriftsteller, Arzt und Verfasser der „Tautiška giesmė“, der späteren litauischen Nationalhymne. Der auf dem regionalen Wappen verwendete Satz „Vienybė težydi“ greift die Schlussworte dieser Hymne auf. Damit verbindet er die regionale Darstellung mit der Entstehung des modernen litauischen Nationalbewusstseins.
Die Münze gehört zu einer litauischen Reihe über die ethnographischen Regionen des Landes. Zuvor waren Žemaitija, Aukštaitija und Dzūkija behandelt worden; Suvalkija folgte als weiterer Teil dieser Folge. Die Auswahl macht sichtbar, dass Litauen neben seiner staatlichen Einheit mehrere historisch und kulturell geprägte Regionalidentitäten kennt. Die Münze erinnert daher nicht an ein einzelnes Jubiläum, sondern an eine bis heute verwendete kulturelle Gliederung des Landes.
Die besondere regionale Identität hängt auch mit der Teilung Polen-Litauens am Ende des 18. Jahrhunderts zusammen. Das Gebiet links des Nemunas war anschließend zeitweise preußisch, gehörte danach zum Herzogtum Warschau und ab 1815 zum russisch beherrschten Königreich Polen. Dadurch unterschied sich seine Rechts- und Sozialgeschichte von jener anderer litauischer Gebiete im Russischen Reich. Die Aufhebung der Leibeigenschaft erfolgte hier früher als im übrigen Litauen. Es entwickelte sich eine vergleichsweise eigenständige bäuerliche Gesellschaft, aus der im 19. Jahrhundert zahlreiche Vertreter der litauischen Nationalbewegung hervorgingen.
Zu ihnen gehörten Jonas Basanavičius, einer der Initiatoren der litauischsprachigen Zeitung „Aušra“, sowie Vincas Kudirka, Schriftsteller, Arzt und Verfasser der „Tautiška giesmė“, der späteren litauischen Nationalhymne. Der auf dem regionalen Wappen verwendete Satz „Vienybė težydi“ greift die Schlussworte dieser Hymne auf. Damit verbindet er die regionale Darstellung mit der Entstehung des modernen litauischen Nationalbewusstseins.
Die Münze gehört zu einer litauischen Reihe über die ethnographischen Regionen des Landes. Zuvor waren Žemaitija, Aukštaitija und Dzūkija behandelt worden; Suvalkija folgte als weiterer Teil dieser Folge. Die Auswahl macht sichtbar, dass Litauen neben seiner staatlichen Einheit mehrere historisch und kulturell geprägte Regionalidentitäten kennt. Die Münze erinnert daher nicht an ein einzelnes Jubiläum, sondern an eine bis heute verwendete kulturelle Gliederung des Landes.
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Preisanalyse ansehen2 Euro Stgl./BU – Einzelseite
- Auflage
- 495.000
- Marktpreis
- 3,50 €
- Randschrift
- LAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
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Weitere Editionen
1Reihen
Serie: Litauische ethnographische Regionen
Offizielle Ausgabepreise
2022 · Coincard: 9,00 €



