CC 470 2022
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Finnland · Klimaforschung in Finnland
Auflage4.000
Ausgabepreis24,95 €
Ausgabedatum30.09.2022
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Marktpreis29,90 €
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Die Gedenkmünze ist der Klimaforschung in Finnland gewidmet. Das Motiv zeigt eine stilisierte Bartflechte mit ihrer wurzelähnlichen Struktur, flankiert vom Schriftzug „KLIMAFORSCHUNG“ in finnischer und schwedischer Sprache. Unterhalb sind die Jahreszahl und das Länderkürzel „2022 FI“ angebracht.
Das Motiv
Das Münzinnere zeigt eine stilisierte Bartflechte mit ihrer wurzelähnlichen Struktur. Am linken Bildrand ist der Schriftzug „KLIMAFORSCHUNG“ in finnischer Sprache, am rechten Bildrand in schwedischer Sprache angebracht. Unterhalb des Motivs befinden sich Jahreszahl und Länderkürzel „2022 FI“. Oben mittig ist das Münzzeichen der finnischen Prägestätte zu erkennen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Finnlands nördliche Lage macht das Land besonders empfindlich für Veränderungen des Klimas. In hohen Breiten steigt die Durchschnittstemperatur schneller als im weltweiten Mittel. Dies wirkt sich unter anderem auf Schneedecke, Frostperioden, Gewässer, Ostsee-Eis, Moore und Wälder aus. In Lappland werden zudem Veränderungen arktischer Lebensräume untersucht. Für Finnland sind solche Entwicklungen auch wirtschaftlich und gesellschaftlich relevant, etwa für Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Energieversorgung und Verkehr.
Die finnische Klimaforschung stützt sich auf eine lange Reihe meteorologischer Beobachtungen. Heute verbindet sie Messstationen am Boden mit Satellitendaten, Modellrechnungen und Untersuchungen natürlicher Klimaarchive. Zu den beteiligten Einrichtungen gehören das Finnische Meteorologische Institut, Universitäten, das Finnische Umweltinstitut und das Naturressourceninstitut. Finnische Forschungsgruppen befassen sich außerdem mit den Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Wäldern und Mooren. Dabei geht es sowohl um die Folgen der Erwärmung als auch um die Aufnahme und Freisetzung von Treibhausgasen.
Flechten eignen sich als Sinnbild für Umweltbeobachtung, weil sie empfindlich auf Veränderungen ihrer Lebensbedingungen reagieren. Sie sind keine einzelnen Pflanzen, sondern Lebensgemeinschaften aus einem Pilz und einem photosynthetisch aktiven Partner, meist einer Alge oder einem Cyanobakterium. Wasser und Nährstoffe nehmen sie überwiegend aus der Umgebung auf. Daher werden manche Flechtenarten als Bioindikatoren verwendet, etwa zur Untersuchung der Luftqualität. Ihre Verbreitung kann zugleich durch Temperatur, Feuchtigkeit, Schneebedeckung und die Beschaffenheit ihres Lebensraums beeinflusst werden.
Die Ausgabe war offenbar keinem einzelnen Forschungsereignis oder Jubiläum gewidmet, sondern dem Forschungsgebiet insgesamt. Das Thema stand 2022 auch im Zusammenhang mit der finnischen Klimapolitik: Das erneuerte Klimagesetz legte das Ziel fest, bis 2035 CO₂-neutral zu werden. Wissenschaftliche Messungen und Modelle bilden eine Grundlage, um Emissionsziele festzulegen, Klimafolgen abzuschätzen und politische Maßnahmen zu überprüfen.
Die finnische Klimaforschung stützt sich auf eine lange Reihe meteorologischer Beobachtungen. Heute verbindet sie Messstationen am Boden mit Satellitendaten, Modellrechnungen und Untersuchungen natürlicher Klimaarchive. Zu den beteiligten Einrichtungen gehören das Finnische Meteorologische Institut, Universitäten, das Finnische Umweltinstitut und das Naturressourceninstitut. Finnische Forschungsgruppen befassen sich außerdem mit den Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Wäldern und Mooren. Dabei geht es sowohl um die Folgen der Erwärmung als auch um die Aufnahme und Freisetzung von Treibhausgasen.
Flechten eignen sich als Sinnbild für Umweltbeobachtung, weil sie empfindlich auf Veränderungen ihrer Lebensbedingungen reagieren. Sie sind keine einzelnen Pflanzen, sondern Lebensgemeinschaften aus einem Pilz und einem photosynthetisch aktiven Partner, meist einer Alge oder einem Cyanobakterium. Wasser und Nährstoffe nehmen sie überwiegend aus der Umgebung auf. Daher werden manche Flechtenarten als Bioindikatoren verwendet, etwa zur Untersuchung der Luftqualität. Ihre Verbreitung kann zugleich durch Temperatur, Feuchtigkeit, Schneebedeckung und die Beschaffenheit ihres Lebensraums beeinflusst werden.
Die Ausgabe war offenbar keinem einzelnen Forschungsereignis oder Jubiläum gewidmet, sondern dem Forschungsgebiet insgesamt. Das Thema stand 2022 auch im Zusammenhang mit der finnischen Klimapolitik: Das erneuerte Klimagesetz legte das Ziel fest, bis 2035 CO₂-neutral zu werden. Wissenschaftliche Messungen und Modelle bilden eine Grundlage, um Emissionsziele festzulegen, Klimafolgen abzuschätzen und politische Maßnahmen zu überprüfen.
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