Rückseite Numisbrief
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CC 466 2022 Numisbrief Stgl./BU

Numisbrief

Vatikan · 125. Geburtstag von Papst Paul VI

Auflage3.000
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum06.09.2022
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt den 125. Geburtstag von Papst Paul VI. Das Motiv zeigt sein Porträt, umgeben von den Inschriften „CITTÀ DEL VATICANO“ und „PAPA PAOLO VI“ sowie den Jahreszahlen „1897“ und „2022“. Unten links ist der Name des Künstlers „D. LONGO“ angegeben.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt ein Porträt von Papst Paul VI. Oben links befindet sich halbkreisförmig die Inschrift „CITTÀ DEL VATICANO“ und oben rechts die Inschrift „PAPA PAOLO VI“. Links des Porträts befinden sich die Jahreszahlen „1897“ und „2022“ und darunter das Münzzeichen „R“. Unten links ist der Name des Künstlers, „D. LONGO“, zu sehen.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Papst Paul VI. hieß mit bürgerlichem Namen Giovanni Battista Montini und stammte aus Concesio bei Brescia. Nach seiner Priesterweihe trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein und arbeitete viele Jahre im vatikanischen Staatssekretariat. Unter Pius XII. gehörte er zu den leitenden Mitarbeitern der Kurie. Später wurde er Erzbischof von Mailand und anschließend Kardinal. Im Juni 1963 folgte er Johannes XXIII. als Papst nach.

Sein Pontifikat war eng mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil verbunden. Johannes XXIII. hatte die Kirchenversammlung eröffnet; Paul VI. führte sie nach dessen Tod weiter und schloss sie 1965 ab. Danach begann die Umsetzung der Konzilsbeschlüsse. Dazu gehörten Änderungen der Liturgie, eine stärkere Einbindung der Bischöfe in Beratungsprozesse sowie Reformen der römischen Kurie. Paul VI. richtete außerdem die Bischofssynode als regelmäßiges Beratungsgremium ein.

Ein weiteres Kennzeichen seines Pontifikats waren Auslandsreisen und die Suche nach neuen Formen des ökumenischen und internationalen Dialogs. Bei seiner Begegnung mit dem orthodoxen Patriarchen Athenagoras in Jerusalem wurde die Annäherung zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche sichtbar. Vor den Vereinten Nationen in New York sprach er über Frieden und internationale Zusammenarbeit. In der Enzyklika „Populorum progressio“ behandelte er soziale Ungleichheit und die Entwicklung ärmerer Länder. Seine Enzyklika „Humanae vitae“, in der er die kirchliche Ablehnung künstlicher Empfängnisverhütung bekräftigte, löste dagegen innerkirchliche Konflikte aus.

Paul VI. starb 1978. Papst Franziskus sprach ihn 2014 selig und 2018 heilig. Der Vatikan wählte den runden Geburtstag somit nicht nur zur Erinnerung an einen früheren Papst, sondern auch an ein Pontifikat, das durch das Konzil, die anschließenden Kirchenreformen und die stärkere internationale Präsenz des Papstamtes geprägt war.

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