CC 435 2022
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Spanien · UNESCO-Weltkulturerbe-Serie, 13. Ausgabe, Nationalpark Garajonay
Auflage5.000
Ausgabepreis23,00 €
Ausgabedatum23.03.2022
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis26,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt den Nationalpark Garajonay auf La Gomera als UNESCO-Welterbestätte. Der dortige Lorbeerwald gilt als einzigartiges Ökosystem und als Überrest jener tropischen und subtropischen Wälder, die im Tertiär weite Teile Europas und Nordafrikas bedeckten. Das Motiv zeigt den „Roque de Agando“ und eine Detailansicht des Lorbeerwalds.
Das Motiv
Der Nationalpark Garajonay inmitten der Kanarischen Insel La Gomera wurde als herausragendes Beispiel für einen gut erhaltenen Lorbeerwald (Laurisilva) in die Liste der Unesco-Welterbestätten aufgenommen und ist als einzigartiges Ökosystem ein lebendiger Überrest der tropischen und subtropischen Wälder, die im Tertiär weite Teile Europas und Nordafrikas bedeckten.
Das Münzmotiv zeigt einen Blick auf den „Roque de Agando“ und eine Detailansicht des Lorbeerwalds. Oben rechts sind in Großbuchstaben der Ausgabestaat „ESPAÑA“ und das Prägejahr „2022“ zu sehen. Ebenfalls im rechten oberen Teil des Münzinneren befindet sich das Münzzeichen der Prägeanstalt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Das Münzmotiv zeigt einen Blick auf den „Roque de Agando“ und eine Detailansicht des Lorbeerwalds. Oben rechts sind in Großbuchstaben der Ausgabestaat „ESPAÑA“ und das Prägejahr „2022“ zu sehen. Ebenfalls im rechten oberen Teil des Münzinneren befindet sich das Münzzeichen der Prägeanstalt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Nationalpark wurde 1981 eingerichtet und umfasst knapp 4.000 Hektar im Zentrum und Norden La Gomeras. Seit 1986 steht er auf der Welterbeliste. Sein höchster Punkt ist der 1.487 Meter hohe Alto de Garajonay. Das Gelände ist von tief eingeschnittenen Tälern und steilen Berghängen geprägt, die aus der vulkanischen Entstehungsgeschichte der Kanarischen Inseln hervorgegangen sind.
Für die Vegetation ist das Zusammenspiel von Höhenlage und Nordostpassat entscheidend. Feuchte Luftmassen stauen sich an den Bergen und bilden häufig Nebel. Dieser schlägt sich an Blättern und Zweigen nieder und versorgt den Boden zusätzlich mit Wasser. Dieses als horizontaler Niederschlag bezeichnete Phänomen ermöglicht trotz geringer regulärer Niederschläge eine dauerhaft hohe Feuchtigkeit. Zum Wald gehören verschiedene Lorbeergewächse, Baumheide und Gagelbaum. Er bietet zudem Lebensraum für zahlreiche nur auf den Kanaren oder in Makaronesien vorkommende Arten, darunter die Lorbeertaube und die Bolles Lorbeertaube.
Der Roque de Agando ist kein Bauwerk, sondern ein vulkanischer Felskörper. Er entstand aus erstarrtem Magma im Inneren eines früheren Vulkans. Durch Erosion wurde das weichere umgebende Gestein abgetragen, während der widerstandsfähigere Kern stehen blieb. Agando gehört zu einer Gruppe solcher Felsformationen, die als Los Roques bezeichnet wird und als Naturdenkmal geschützt ist.
Der Name Garajonay wird traditionell mit der Legende von Gara und Jonay verbunden. In unterschiedlichen Fassungen handelt sie von zwei jungen Liebenden aus der vorspanischen Inselwelt, deren Verbindung verhindert wird und tödlich endet. Die Erzählung gehört zur kulturellen Überlieferung La Gomeras; ihre historische Grundlage ist nicht gesichert.
Die Ausgabe steht im Zusammenhang mit einer spanischen Münzserie, die seit 2010 jährlich Stätten des UNESCO-Welterbes in Spanien aufgreift. Die Auswahl Garajonays folgte somit diesem längerfristigen Programm und nicht einem einzelnen Jahrestag.
Für die Vegetation ist das Zusammenspiel von Höhenlage und Nordostpassat entscheidend. Feuchte Luftmassen stauen sich an den Bergen und bilden häufig Nebel. Dieser schlägt sich an Blättern und Zweigen nieder und versorgt den Boden zusätzlich mit Wasser. Dieses als horizontaler Niederschlag bezeichnete Phänomen ermöglicht trotz geringer regulärer Niederschläge eine dauerhaft hohe Feuchtigkeit. Zum Wald gehören verschiedene Lorbeergewächse, Baumheide und Gagelbaum. Er bietet zudem Lebensraum für zahlreiche nur auf den Kanaren oder in Makaronesien vorkommende Arten, darunter die Lorbeertaube und die Bolles Lorbeertaube.
Der Roque de Agando ist kein Bauwerk, sondern ein vulkanischer Felskörper. Er entstand aus erstarrtem Magma im Inneren eines früheren Vulkans. Durch Erosion wurde das weichere umgebende Gestein abgetragen, während der widerstandsfähigere Kern stehen blieb. Agando gehört zu einer Gruppe solcher Felsformationen, die als Los Roques bezeichnet wird und als Naturdenkmal geschützt ist.
Der Name Garajonay wird traditionell mit der Legende von Gara und Jonay verbunden. In unterschiedlichen Fassungen handelt sie von zwei jungen Liebenden aus der vorspanischen Inselwelt, deren Verbindung verhindert wird und tödlich endet. Die Erzählung gehört zur kulturellen Überlieferung La Gomeras; ihre historische Grundlage ist nicht gesichert.
Die Ausgabe steht im Zusammenhang mit einer spanischen Münzserie, die seit 2010 jährlich Stätten des UNESCO-Welterbes in Spanien aufgreift. Die Auswahl Garajonays folgte somit diesem längerfristigen Programm und nicht einem einzelnen Jahrestag.




