CC 430 2022
Coincard
Stgl./BU
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Frankreich · Jacques Chirac, 20 Jahre Euro-Bargeldumstellung
Auflage10.000
Ausgabepreis10,00 €
Ausgabedatum25.01.2022
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis17,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 90. Jahrestag der Geburt des ehemaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, der zwei Amtszeiten lang amtierte und an der Einführung des Euro mitwirkte. Das Motiv zeigt sein in die Zukunft gerichtetes Profil, umgeben von einem Euro-Symbol und einer französischen Flagge in heraldischen Farben mit den Buchstaben „RF“. Sein Name sowie sein Geburts- und Todesjahr sind in das Euro-Logo eingebunden.
Das Motiv
Jacques Chirac war zwei Amtszeiten lang Präsident der Französischen Republik und ein bedeutender Architekt des Hauses Europa. So war er Präsident, als der Euro im Jahr 2002 eingeführt wurde, dessen 20-jähriges Jubiläum Anfang dieses Jahres begangen wurde.
Das Münzbild zeigt das Profil von Jacques Chirac, der feierlich in die Zukunft blickt. Er ist von mehreren Symbolen umgeben, die sein Handeln darstellen: ein Euro-Symbol als Zeichen seiner Beteiligung an der Einführung des Euro und seines europäischen Geistes und eine französische Flagge in heraldischen Farben, die mit den Buchstaben „RF“ als Hinweis auf seine Präsidentschaft versehen ist. Sein Name sowie sein Geburts- und sein Todesjahr sind in das Euro-Logo eingebunden. Die Münzzeichen sowie das Ausgabejahr wurden gestalterisch eingeflochten.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Das Münzbild zeigt das Profil von Jacques Chirac, der feierlich in die Zukunft blickt. Er ist von mehreren Symbolen umgeben, die sein Handeln darstellen: ein Euro-Symbol als Zeichen seiner Beteiligung an der Einführung des Euro und seines europäischen Geistes und eine französische Flagge in heraldischen Farben, die mit den Buchstaben „RF“ als Hinweis auf seine Präsidentschaft versehen ist. Sein Name sowie sein Geburts- und sein Todesjahr sind in das Euro-Logo eingebunden. Die Münzzeichen sowie das Ausgabejahr wurden gestalterisch eingeflochten.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Jacques Chirac gehörte über mehrere Jahrzehnte zu den prägenden Vertretern des französischen Gaullismus. Seit den 1960er-Jahren war er Abgeordneter und bekleidete verschiedene Ministerämter. Er war zweimal Premierminister: zunächst unter Valéry Giscard d’Estaing, später während der ersten sogenannten Kohabitation unter François Mitterrand. Bei einer Kohabitation stammen Staatspräsident und parlamentarische Mehrheit aus unterschiedlichen politischen Lagern. Von 1977 bis 1995 amtierte Chirac außerdem als Bürgermeister von Paris. Er gründete 1976 die gaullistische Partei Rassemblement pour la République, eine Vorläuferin der späteren bürgerlich-konservativen UMP.
In seiner Präsidentschaft wurde Frankreich mit mehreren Fragen seiner jüngeren Geschichte konfrontiert. 1995 erkannte Chirac erstmals ausdrücklich die Verantwortung französischer Behörden für die Verfolgung und Deportation von Juden während der deutschen Besatzung an. Außenpolitisch trat Frankreich unter ihm 2003 gegen den von den USA geführten Irakkrieg auf. Seine Wiederwahl 2002 erfolgte in einer ungewöhnlichen politischen Lage: In der Stichwahl stand ihm der rechtsextreme Kandidat Jean-Marie Le Pen gegenüber, nachdem der sozialistische Bewerber Lionel Jospin ausgeschieden war.
Die europäische Bilanz Chiracs war nicht widerspruchsfrei. Während seiner Amtszeit wurden zentrale Schritte zur gemeinsamen Währung vollzogen: die Festlegung der ersten Teilnehmerstaaten, die Einführung als Buchgeld und schließlich die Ausgabe von Bargeld. Diese Entwicklung beruhte jedoch auf dem Vertrag von Maastricht und damit auf Entscheidungen, die bereits vor seiner Präsidentschaft getroffen worden waren. Frankreich wirkte anschließend gemeinsam mit den übrigen Mitgliedstaaten an der praktischen und institutionellen Umsetzung mit.
Eine Zäsur war das französische Referendum von 2005, bei dem die Bevölkerung den Vertrag über eine Verfassung für Europa ablehnte, obwohl Chirac für dessen Annahme geworben hatte. Die Münze stellt daher vor allem jene europapolitische Seite seines politischen Erbes heraus, die sich mit der gemeinsamen Währung verbinden lässt. Zugleich folgt sie der französischen Praxis, frühere Staatspräsidenten und republikanische Institutionen auf Gedenkmünzen zu thematisieren.
In seiner Präsidentschaft wurde Frankreich mit mehreren Fragen seiner jüngeren Geschichte konfrontiert. 1995 erkannte Chirac erstmals ausdrücklich die Verantwortung französischer Behörden für die Verfolgung und Deportation von Juden während der deutschen Besatzung an. Außenpolitisch trat Frankreich unter ihm 2003 gegen den von den USA geführten Irakkrieg auf. Seine Wiederwahl 2002 erfolgte in einer ungewöhnlichen politischen Lage: In der Stichwahl stand ihm der rechtsextreme Kandidat Jean-Marie Le Pen gegenüber, nachdem der sozialistische Bewerber Lionel Jospin ausgeschieden war.
Die europäische Bilanz Chiracs war nicht widerspruchsfrei. Während seiner Amtszeit wurden zentrale Schritte zur gemeinsamen Währung vollzogen: die Festlegung der ersten Teilnehmerstaaten, die Einführung als Buchgeld und schließlich die Ausgabe von Bargeld. Diese Entwicklung beruhte jedoch auf dem Vertrag von Maastricht und damit auf Entscheidungen, die bereits vor seiner Präsidentschaft getroffen worden waren. Frankreich wirkte anschließend gemeinsam mit den übrigen Mitgliedstaaten an der praktischen und institutionellen Umsetzung mit.
Eine Zäsur war das französische Referendum von 2005, bei dem die Bevölkerung den Vertrag über eine Verfassung für Europa ablehnte, obwohl Chirac für dessen Annahme geworben hatte. Die Münze stellt daher vor allem jene europapolitische Seite seines politischen Erbes heraus, die sich mit der gemeinsamen Währung verbinden lässt. Zugleich folgt sie der französischen Praxis, frühere Staatspräsidenten und republikanische Institutionen auf Gedenkmünzen zu thematisieren.


