Übersicht Andorra 2021 100. Jahrestag der Krönung Unserer Lieben Frau von Meritxell – Übersicht
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CC 427 2021 Coincard Stgl./BU Hauptmünze

Coincard

Andorra · 100. Jahrestag der Krönung Unserer Lieben Frau von Meritxell

Auflage70.000
Ausgabepreis12,50 €
Ausgabedatum15.12.2021
VerpackungCoincard
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis27,00 €

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Die Münze ist Unserer Lieben Frau von Meritxell, der Schutzpatronin des Fürstentums Andorra, gewidmet und trägt die Jahresangaben „1921-2021“. Das Motiv zeigt die romanische Statue aus dem 11./12. Jahrhundert vor einer Teilansicht der Basilika, in der sie steht, sowie eine grafisch dargestellte Blume und den Schriftzug „ANDORRA“.

Das Motiv
Im Vordergrund ist die Reproduktion der aus dem 11./12. Jahrhundert stammenden romanischen Statue Unsere Liebe Frau von Meritxell (Schutzpatronin des Fürstentums Andorra) abgebildet. Im Hintergrund sind eine Teilansicht der Basilika, in der die Statue steht, eine grafisch dargestellte Blume, der Name des Ausgabestaats „ANDORRA“ und die Jahresangaben „1921-2021“ zu sehen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Jahreszahlen beziehen sich auf den hundertsten Jahrestag der kanonischen Krönung der Marienfigur am 8. September 1921. Eine kanonische Krönung ist ein kirchlicher Akt, mit dem die besondere Verehrung eines Marienbildes offiziell anerkannt wird. Bereits 1873 hatte der andorranische Generalrat die Jungfrau von Meritxell zur Schutzpatronin des Landes erklärt. Der 8. September, ihr Festtag, wird in Andorra zugleich als Nationalfeiertag begangen. Die Münze verbindet somit ein religiöses Jubiläum mit dem staatlichen Selbstverständnis des Fürstentums.

Die Verehrung geht auf eine örtliche Überlieferung zurück. Danach wurde bei Meritxell, heute ein Ort in der Gemeinde Canillo, im Winter eine Marienfigur unter einem blühenden Rosenstrauch gefunden. Mehrfach soll versucht worden sein, sie in eine nahe gelegene Kirche zu bringen; ihr Wiedererscheinen am Fundort wurde als Wunsch gedeutet, dort ein Heiligtum zu errichten. Solche Auffindungslegenden sind im mittelalterlichen Marienkult verbreitet und erklären die Bindung eines Gnadenbildes an einen bestimmten Ort.

Das historische Heiligtum von Meritxell wurde in der Nacht vom 8. auf den 9. September 1972 durch einen Brand weitgehend zerstört. Dabei ging auch die mittelalterliche Holzfigur verloren. Die heute verehrte Darstellung ist eine Rekonstruktion, die sich an Fotografien des Originals orientiert. Neben den Resten der älteren Kirche entstand ein neues Heiligtum nach Plänen des katalanischen Architekten Ricardo Bofill. Es wurde 1976 eingeweiht. Seine Anlage mit Bögen, offenen Durchgängen und Schieferflächen nimmt Formen traditioneller Pyrenäenarchitektur auf, ohne das frühere Gebäude nachzubilden. Später erhielt die Kirche den Rang einer Basilica minor.

Der Anlass wurde für eine Gedenkmünze gewählt, weil die Krönung von 1921 den Übergang von einer regionalen Wallfahrtstradition zu einem landesweiten religiösen und nationalen Gedenktag markiert. Meritxell steht damit zugleich für Marienverehrung, die Geschichte der andorranischen Institutionen und die kulturelle Identität des Pyrenäenstaates.

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