Für diese Edition liegen noch keine eigenen Bilder vor; gezeigt werden die der Münze.
CC 424 2021
2-Euro-Münze
Stgl./BU
2 Euro Stgl./BU
Vatikan · 700. Todestag von Dante Alighieri
Auflage5.000
Ausgabedatum26.10.2021
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 700. Todestag von Dante Alighieri. Das Motiv zeigt ein Porträt des Dichters sowie den Palazzo Vecchio in Florenz; darunter stehen der Schriftzug „Dante“ und die Jahreszahlen „1321-2021“.
Das Motiv
Das Münzbild zeigt ein Porträt von Dante Alighieri und den Palazzo Vecchio in Florenz. Oben rechts befindet sich halbkreisförmig der Name des Ausgabestaates „CITTÀ DEL VATICANO“. Unten sind der Schriftzug „Dante“ und darunter die Jahreszahlen „1321-2021“ sowie der Name des Künstlers „P. DANIELE“ zu erkennen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Dante Alighieri wurde um 1265 in Florenz geboren. Neben seiner Tätigkeit als Dichter beteiligte er sich am politischen Leben der Stadtrepublik. Florenz war damals von Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Parteien geprägt. Dante gehörte den Weißen Guelfen an und bekleidete 1300 für kurze Zeit das Amt eines Priors, eines der höchsten städtischen Regierungsämter. Nach dem Machtgewinn der gegnerischen Schwarzen Guelfen wurde er während seiner Abwesenheit verurteilt und aus Florenz verbannt. Er kehrte nicht mehr dauerhaft in seine Heimatstadt zurück und starb im Exil in Ravenna.
Sein bekanntestes Werk ist die später „Göttliche Komödie“ genannte Dichtung. Darin durchwandert der Erzähler das Jenseits: Hölle, Läuterungsberg und Paradies. Das Werk verbindet christliche Theologie und mittelalterliche Philosophie mit politischen Stellungnahmen und persönlichen Erfahrungen. Dante schrieb es nicht auf Latein, sondern in einer italienischen Volkssprache auf toskanischer Grundlage. Dadurch wirkte seine Sprache auf die spätere Entwicklung des literarischen Italienisch ein. Zu seinen weiteren Schriften gehören die „Vita nuova“, die Gedichte und Prosa über Beatrice vereint, sowie die politische Abhandlung „De monarchia“.
Der Palazzo Vecchio entstand seit dem späten 13. Jahrhundert als Sitz der Florentiner Stadtregierung und hieß zunächst Palazzo della Signoria. Er steht damit für jene kommunale politische Ordnung, an der Dante selbst zeitweise beteiligt war. Seine Verbindung mit dem Dichter ist vor allem symbolisch: Das Gebäude verkörpert Florenz als Herkunftsort und politischen Bezugspunkt seines Lebens, obwohl er sein Hauptwerk überwiegend außerhalb der Stadt verfasste.
Für den Vatikan lag ein Gedenken auch wegen der religiösen Dimension von Dantes Werk nahe. Seine Jenseitsdichtung behandelt Schuld, Freiheit, Umkehr, Gerechtigkeit und Erlösung innerhalb eines christlichen Weltbildes, enthält jedoch zugleich scharfe Kritik am Verhalten einzelner kirchlicher und weltlicher Amtsträger. Papst Franziskus würdigte Dante im Jubiläumsjahr mit dem Apostolischen Schreiben „Candor lucis aeternae“.
Sein bekanntestes Werk ist die später „Göttliche Komödie“ genannte Dichtung. Darin durchwandert der Erzähler das Jenseits: Hölle, Läuterungsberg und Paradies. Das Werk verbindet christliche Theologie und mittelalterliche Philosophie mit politischen Stellungnahmen und persönlichen Erfahrungen. Dante schrieb es nicht auf Latein, sondern in einer italienischen Volkssprache auf toskanischer Grundlage. Dadurch wirkte seine Sprache auf die spätere Entwicklung des literarischen Italienisch ein. Zu seinen weiteren Schriften gehören die „Vita nuova“, die Gedichte und Prosa über Beatrice vereint, sowie die politische Abhandlung „De monarchia“.
Der Palazzo Vecchio entstand seit dem späten 13. Jahrhundert als Sitz der Florentiner Stadtregierung und hieß zunächst Palazzo della Signoria. Er steht damit für jene kommunale politische Ordnung, an der Dante selbst zeitweise beteiligt war. Seine Verbindung mit dem Dichter ist vor allem symbolisch: Das Gebäude verkörpert Florenz als Herkunftsort und politischen Bezugspunkt seines Lebens, obwohl er sein Hauptwerk überwiegend außerhalb der Stadt verfasste.
Für den Vatikan lag ein Gedenken auch wegen der religiösen Dimension von Dantes Werk nahe. Seine Jenseitsdichtung behandelt Schuld, Freiheit, Umkehr, Gerechtigkeit und Erlösung innerhalb eines christlichen Weltbildes, enthält jedoch zugleich scharfe Kritik am Verhalten einzelner kirchlicher und weltlicher Amtsträger. Papst Franziskus würdigte Dante im Jubiläumsjahr mit dem Apostolischen Schreiben „Candor lucis aeternae“.
