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CC 419 2021 2-Euro-Münze PP

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Frankreich · Marianne und das Rennen - Eiffelturm (Serie: Olympische Sommerspiele, Paris 2024 - 1/4)

Auflage10.000
Ausgabedatum21.09.2021
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis99,00 €

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Die Münze würdigt die Olympischen Spiele Paris 2024, die ein Jahrhundert nach 1924 wieder in Paris stattfinden. Das Motiv zeigt Marianne im „altertümlichen“ Sprint, wobei ihre Silhouette mit dem Eiffelturm zu einer gemeinsamen Achse verschmilzt. Im Hintergrund sind eine Laufbahn und das Emblem „Paris 2024“ zu sehen; unter dem Bogen des Eiffelturms stehen die Jahreszahl, die Buchstaben „RF“ und die Münzzeichen.

Das Motiv
Seit ihrer auf den Franzosen Pierre de Coubertin zurückgehenden Wiederbegründung im Jahr 1896 sind die Olympischen Spiele der Neuzeit ein beispielloses Ereignis der menschlichen Begegnung, das nur während der Weltkriege nicht stattfand. Nach Brasilien und Japan kommen die Olympischen Sommerspiele nun wieder nach Europa. Erstmals seit 1924, also ein Jahrhundert später, wird das internationale Großereignis wieder in Paris ausgetragen.

Die Monnaie de Paris nimmt den „Countdown“ zu den Olympischen Spielen in Paris 2024 zum Anlass, die Spiele mit einer Münzserie zu feiern, die das Pariser und das französische Erbe gekonnt verbindet. So nimmt die Intensität in den Jahren vor den Spielen allmählich zu.

Das Münzbild zeigt Marianne, Nationalfigur der Französischen Republik und Ikone der französischen Numismatik, die im Gedenken an die Olympischen Spiele der Antike im „altertümlichen“ Sprint dargestellt wird. Ihre Silhouette verschmilzt mit dem Eiffelturm, dem Wahrzeichen von Paris, zu einer gemeinsamen Achse. Im Hintergrund ist eine Laufbahn zu sehen, in der links das Emblem „Paris 2024“ eingefügt ist. Die Jahreszahl, die Buchstaben „RF“ und die Münzzeichen befinden sich unter dem Bogen des Eiffelturms.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Marianne ist keine historische Person, sondern die allegorische Verkörperung der Französischen Republik. Die Figur setzte sich während der Französischen Revolution als Sinnbild für Freiheit und Republik durch. Häufig trägt sie eine phrygische Mütze, die bereits in der Revolutionszeit als Freiheitszeichen verwendet wurde. Marianne erscheint in französischen Rathäusern sowie auf Briefmarken, Medaillen und Münzen. Ihre sportliche Darstellung verbindet daher den französischen Staat mit der olympischen Tradition, ohne eine einzelne Athletin hervorzuheben.

Der Eiffelturm entstand für die Pariser Weltausstellung von 1889. Errichtet wurde er von der Firma des Ingenieurs Gustave Eiffel. Der Turm war zunächst als zeitlich begrenztes Bauwerk vorgesehen, blieb jedoch erhalten und wurde auch für wissenschaftliche Versuche sowie später für Funk- und Rundfunkübertragungen genutzt. Seine Aufnahme in das Münzmotiv kennzeichnet Paris unmittelbar als Austragungsort.

Die Olympischen Spiele der Neuzeit gehen auf Initiativen des französischen Pädagogen Pierre de Coubertin zurück. Er wirkte an der Gründung des Internationalen Olympischen Komitees mit; die ersten Spiele der Neuzeit wurden 1896 in Athen ausgetragen. Als historisches Vorbild dienten die Wettkämpfe im antiken Olympia, die Teil eines religiösen Festes zu Ehren des Zeus waren. Der Rückgriff auf eine antikisierende Laufbewegung verweist auf diese Herkunft, obwohl sich Organisation und Disziplinen der modernen Spiele grundlegend von den antiken Wettkämpfen unterscheiden.

Paris war bereits 1900 und 1924 Austragungsort olympischer Sommerspiele. Die Spiele von 1924 wurden unter anderem durch die Teilnahme von mehr als 3.000 Sportlern aus 44 Ländern und eine stärkere internationale mediale Verbreitung geprägt. Wettkämpfe fanden nicht nur in Paris selbst, sondern auch an Orten im Umland statt.

Die Ausgabe von 2021 gehörte zum mehrjährigen numismatischen Countdown auf die Spiele. Die Verbindung von republikanischer Allegorie, olympischem Ursprung und Pariser Architektur erlaubte es, zugleich Frankreich als Gastgeberstaat und Paris als Austragungsstadt darzustellen.

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