Ausgabedatum07.07.2021
Gesamtauflage155.000
EU-Maximum155.000
Editionen4
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
AufschriftECONOMIC UNION / 1921 / 2021 / LL
DesignerLuc Luycx
PrägestätteKoninklijke Nederlandse Munt, Utrecht
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt den 100. Jahrestag der Gründung der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion (BLEU), einer 1921 vereinbarten Zoll- und Währungsunion zur Stärkung der Zusammenarbeit und Integration beider Länder. Das Motiv zeigt Porträts des belgischen Königs Philippe I und des Großherzogs Henri von Luxemburg sowie die Umrisse beider Länder, den Schriftzug „ECONOMIC UNION“ und die Jahreszahlen 1921 und 2021. Hinzu kommen die Initialen LL des Münzdesigners Luc Luycx.
Das Motiv
Es handelte sich bei der Wirtschaftsunion um eine Zoll- und eine Währungsunion mit dem Ziel, die Zusammenarbeit und Integration zwischen den beiden Ländern zu stärken. Am 25. Juli 1921 erfolgte die Unterzeichnung für einen ersten Zeitraum von 50 Jahren. In der Folge wurden mehrere weitere Protokolle unterzeichnet, um die Wirtschaftsunion für einen längeren Zeitraum beizubehalten. Das jüngste Protokoll wurde am 18. Dezember 2002 von beiden Ländern unterzeichnet.
Die nationale Münzseite zeigt Porträts des belgischen Königs Philippe I und des Großherzogs Henri von Luxemburg. Ferner sind die beiden Länder abgebildet und ist der Schriftzug ECONOMIC UNION zu lesen. Am unteren Rand des inneren Münzrings stehen die beiden Jahresangaben 1921 und 2021. Da die Königliche Niederländische Münzanstalt die Münzen prägen wird, befinden sich unten auch das Münzzeichen von Utrecht, ein Hermesstab, und das Zeichen der belgischen Münzmeisterin, das Wappen der Gemeinde Herzele. Zu erkennen sind darüber hinaus die Initialen LL des Münzdesigners Luc Luycx. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Nach dem Ersten Weltkrieg musste Luxemburg seine wirtschaftliche Ausrichtung neu ordnen. Seit dem 19. Jahrhundert hatte das Großherzogtum dem von Preußen beziehungsweise dem Deutschen Reich geprägten Zollverein angehört. Diese Verbindung endete infolge des Krieges. Bei einem luxemburgischen Referendum von 1919 sprach sich eine Mehrheit für eine wirtschaftliche Annäherung an Frankreich aus. Da daraus keine entsprechende Vereinbarung entstand, nahm Luxemburg Verhandlungen mit Belgien auf.
Die anschließend geschaffene Union bildete einen gemeinsamen Wirtschaftsraum mit einheitlicher Zollgrenze. Waren konnten zwischen beiden Staaten grundsätzlich ohne Binnenzölle verkehren; gegenüber Drittstaaten galten abgestimmte Zollregelungen. Auch die Einnahmen aus den Zöllen wurden nach vereinbarten Regeln verteilt. Auf währungspolitischem Gebiet wurde der luxemburgische Franken fest an den belgischen Franken gebunden. Belgische Banknoten und Münzen waren in Luxemburg im Alltag weit verbreitet. Luxemburg behielt jedoch eine eigene Währung und eigene Münzausgaben. Diese asymmetrische Konstruktion spiegelte die sehr unterschiedlichen Größen der beiden Volkswirtschaften wider.
Die bilaterale Zusammenarbeit bestand neben späteren Integrationsformen fort. Belgien und Luxemburg vereinbarten während des Zweiten Weltkriegs gemeinsam mit den Niederlanden die Benelux-Zollunion, die nach Kriegsende umgesetzt wurde. Beide Staaten gehörten anschließend auch zu den Gründungsmitgliedern der europäischen Gemeinschaften. Die Wirtschaftsunion war damit kein Ersatz für Benelux oder die europäische Integration, sondern blieb ein zusätzlicher Rahmen für die Abstimmung zwischen Belgien und Luxemburg. Mit der Einführung des Euro entfiel die frühere Bindung der beiden Franken; die institutionelle Zusammenarbeit wurde dennoch weitergeführt.
König Philippe ist seit 2013 belgisches Staatsoberhaupt, Großherzog Henri seit 2000 luxemburgisches Staatsoberhaupt. Beide üben ihre Aufgaben im Rahmen parlamentarischer Monarchien aus. Ihre gemeinsame Darstellung verweist daher auf die staatliche Trägerschaft der Vereinbarung. Für die Münzausgabe bot sich das Jubiläum an, weil die Union über mehrere politische und währungsgeschichtliche Epochen hinweg fortbestand und zugleich zur Geschichte der wirtschaftlichen Verflechtung beider heutigen Eurostaaten gehört.
- Auflage
- 150.000
- Marktpreis
- 12,80 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
bfr./BU
150.000
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PP
5.000
Coincard
150.000
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