CC 410 2021
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Stgl./BU
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Litauen · Žuvintas Biosphärenreservat
Auflage5.000
Ausgabepreis9,00 €
Ausgabedatum19.05.2021
VerpackungCoincard
RandschriftLAISVĖ ★ VIENYBĖ ★ GEROVĖ ★
Marktpreis69,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze würdigt das Biosphärenreservat Žuvintas als Teil des Weltnetzes der Biosphärenreservate im UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“. Das Motiv zeigt die typische Seen- und Feuchtgebietslandschaft mit Inseln und heimischen Tieren: eine Rohrdommel und eine Rotbauchunke, einen Seggenrohrsänger, einen Schwarm Kraniche sowie einen Höckerschwan als Wappentier des Reservats. Die Inschriften lauten „LIETUVA“, „ŽUVINTAS“ und „UNESCO“.
Das Motiv
Die Abbildung zeigt die typische Landschaft des Biosphärenreservats Žuvintas, das Teil des Weltnetzes der Biosphärenreservate des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ ist. Zu sehen sind abgelegene Inseln in einem See mit vielen Wasservögeln und Litauens größtes Feuchtgebiet mit den dort heimischen Tieren. Im Vordergrund ist eine Rohrdommel abgebildet, die nach einer im Wasser schwimmenden Rotbauchunke zu schnappen versucht. In dem rechts abgebildeten Binsengewächs befindet sich ein Seggenrohrsänger, darüber ein Schwarm Kraniche und ein Höckerschwan, der das Wappentier des Reservats darstellt.
Umgeben ist die Abbildung von den Inschriften LIETUVA (LITAUEN), ŽUVINTAS, UNESCO, dem Ausgabejahr (2021) und dem Zeichen der litauischen Münzprägeanstalt.
Gestaltet wurde die Münze von Eglė Ratkutė und Ernestas Žemaitis.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Umgeben ist die Abbildung von den Inschriften LIETUVA (LITAUEN), ŽUVINTAS, UNESCO, dem Ausgabejahr (2021) und dem Zeichen der litauischen Münzprägeanstalt.
Gestaltet wurde die Münze von Eglė Ratkutė und Ernestas Žemaitis.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Žuvintas liegt im Süden Litauens und umfasst ein Mosaik aus flachen Seen, ausgedehnten Röhrichten, Mooren, Feuchtwiesen und Wäldern. Im Zentrum steht der stark verlandende Žuvintas-See. Durch Ablagerungen und das Wachstum der Wasser- und Sumpfvegetation entstehen dort fortlaufend neue Röhrichtflächen und schwimmende Pflanzeninseln. Die schwer zugängliche Landschaft bietet zahlreichen Zug- und Brutvögeln Rückzugsräume. Zugleich hängt ihr Zustand eng vom Wasserhaushalt und von der Nutzung der umliegenden Wiesen und Felder ab.
Der Schutz des Gebietes reicht bis 1937 zurück. Auf Initiative des litauischen Zoologen und Naturforschers Tadas Ivanauskas wurde am Žuvintas-See ein Schutzgebiet eingerichtet, insbesondere zur Erhaltung der Vogelwelt. Es gilt als Ausgangspunkt des staatlich organisierten Naturschutzes in Litauen. Aus diesem frühen Reservat entwickelte sich später ein räumlich umfassenderes Schutzkonzept, das neben streng geschützten Bereichen auch angrenzende Landschaften und ihre Nutzung einbezieht.
Das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ wurde 1971 begonnen. Biosphärenreservate sind darin nicht ausschließlich als von menschlichen Einflüssen abgeschirmte Naturräume gedacht. Sie sollen Naturschutz, wissenschaftliche Beobachtung und eine langfristig tragfähige Nutzung miteinander verbinden. Üblicherweise bestehen sie aus Kern-, Puffer- und Übergangszonen. Während in den Kernzonen natürliche Prozesse und empfindliche Lebensräume geschützt werden, sind in den übrigen Bereichen unter festgelegten Bedingungen Land- und Forstwirtschaft, Siedlungen und andere Nutzungen möglich.
Žuvintas wurde 2011 in das weltweite Netz der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen. Die Ausgabe der Münze im Jahr 2021 fiel damit auf den zehnten Jahrestag dieser Aufnahme. Der Anlass verband ein internationales UNESCO-Jubiläum mit der längeren litauischen Naturschutzgeschichte des Gebietes. Die Wahl eines Feuchtgebietes rückte außerdem einen Landschaftstyp in den Mittelpunkt, dessen Erhaltung nicht nur vom Schutz einzelner Tierarten, sondern auch von Wasserständen, traditioneller Grünlandpflege und abgestimmter Nutzung im gesamten Einzugsgebiet abhängt.
Der Schutz des Gebietes reicht bis 1937 zurück. Auf Initiative des litauischen Zoologen und Naturforschers Tadas Ivanauskas wurde am Žuvintas-See ein Schutzgebiet eingerichtet, insbesondere zur Erhaltung der Vogelwelt. Es gilt als Ausgangspunkt des staatlich organisierten Naturschutzes in Litauen. Aus diesem frühen Reservat entwickelte sich später ein räumlich umfassenderes Schutzkonzept, das neben streng geschützten Bereichen auch angrenzende Landschaften und ihre Nutzung einbezieht.
Das UNESCO-Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ wurde 1971 begonnen. Biosphärenreservate sind darin nicht ausschließlich als von menschlichen Einflüssen abgeschirmte Naturräume gedacht. Sie sollen Naturschutz, wissenschaftliche Beobachtung und eine langfristig tragfähige Nutzung miteinander verbinden. Üblicherweise bestehen sie aus Kern-, Puffer- und Übergangszonen. Während in den Kernzonen natürliche Prozesse und empfindliche Lebensräume geschützt werden, sind in den übrigen Bereichen unter festgelegten Bedingungen Land- und Forstwirtschaft, Siedlungen und andere Nutzungen möglich.
Žuvintas wurde 2011 in das weltweite Netz der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen. Die Ausgabe der Münze im Jahr 2021 fiel damit auf den zehnten Jahrestag dieser Aufnahme. Der Anlass verband ein internationales UNESCO-Jubiläum mit der längeren litauischen Naturschutzgeschichte des Gebietes. Die Wahl eines Feuchtgebietes rückte außerdem einen Landschaftstyp in den Mittelpunkt, dessen Erhaltung nicht nur vom Schutz einzelner Tierarten, sondern auch von Wasserständen, traditioneller Grünlandpflege und abgestimmter Nutzung im gesamten Einzugsgebiet abhängt.



