Griechenland · 200. Jahrestag der griechischen Revolution
Ausgabedatum22.04.2021
Gesamtauflage1.500.000
EU-Maximum1.500.000
Editionen3
RandschriftΕΛΛΗΝΙΚΗ ΔΗΜΟΚΡΑΤΙΑ + ★
Aufschrift1821-2021 200 JAHRE SEIT DER GRIECHISCHEN REVOLUTION / HELLENISCHE REPUBLIK / George Stamatopoulos
DesignerGeorgios Stamatopoulos
PrägestätteBank of Greece - Mint, Halandri
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt den 200. Jahrestag der griechischen Revolution von 1821. Das Motiv zeigt die griechische Flagge, umgeben von Lorbeerzweigen, sowie die griechischen Inschriften „1821-2021 200 JAHRE SEIT DER GRIECHISCHEN REVOLUTION“ und „HELLENISCHE REPUBLIK“. Unten befinden sich eine Palmette als Münzzeichen und die Unterschrift des Künstlers George Stamatopoulos.
Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt die griechische Flagge in der Mitte, umgeben von Lorbeerzweigen. Entlang des inneren Münzrands steht auf Griechisch „1821-2021 200 JAHRE SEIT DER GRIECHISCHEN REVOLUTION“ und „HELLENISCHE REPUBLIK“. Unten in der Mitte finden sich zwischen zwei Lorbeerzweigen eine Palmette (kleines Münzzeichen der griechischen Münze) und die Unterschrift des Künstlers (George Stamatopoulos). Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die griechische Revolution war ein Aufstand gegen die Herrschaft des Osmanischen Reiches, zu dem die griechisch besiedelten Gebiete seit mehreren Jahrhunderten gehörten. Vorausgegangen waren die Verbreitung aufklärerischer und nationalistischer Ideen, wirtschaftliche Veränderungen sowie die Tätigkeit geheimer Vereinigungen. Zu ihnen zählte die 1814 gegründete Filiki Eteria, die einen koordinierten Aufstand vorbereitete.
1821 begannen Erhebungen zunächst in den Donaufürstentümern und kurz darauf auf der Peloponnes sowie in weiteren Regionen. Der heute in Griechenland begangene Nationalfeiertag am 25. März verbindet die Erinnerung an den Aufstand mit dem kirchlichen Fest der Verkündigung des Herrn. Er bezeichnet jedoch nicht den einzigen, historisch eindeutig bestimmbaren Beginn der Kämpfe, da revolutionäre Aktionen an mehreren Orten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten einsetzten.
Der Unabhängigkeitskrieg verlief über Jahre und war von Belagerungen, Massakern, Flucht und Zerstörungen geprägt. Aufständische errichteten provisorische politische Institutionen und verabschiedeten Verfassungen, waren aber zugleich durch innere Machtkämpfe geschwächt. Das Osmanische Reich erhielt militärische Unterstützung aus Ägypten. In Europa förderten Berichte über den Krieg den Philhellenismus, eine Bewegung zur Unterstützung der griechischen Sache.
Großbritannien, Frankreich und Russland griffen schließlich diplomatisch und militärisch ein. 1827 zerstörten ihre Flotten in der Seeschlacht von Navarino einen osmanisch-ägyptischen Flottenverband. 1830 wurde Griechenland international als unabhängiger Staat anerkannt; wenige Jahre später entstand ein Königreich unter Otto von Bayern. Sein damaliges Gebiet war kleiner als das heutige Griechenland und wurde erst später erweitert.
Das Jubiläum wurde für eine Gedenkmünze gewählt, weil die Revolution als Gründungsereignis des modernen griechischen Staates erinnert wird. Die Zweihundertjahrfeiern bezogen sich daher nicht nur auf den Krieg, sondern auch auf die Entstehung staatlicher Institutionen und einer modernen nationalen Identität.
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