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Andorra · 50 Jahre Allgemeines Frauenwahlrecht in Andorra
Ausgabedatum09.12.2020
Gesamtauflage60.000
EU-Maximum60.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift50 ANYS DEL SUFRAGI UNIVERSAL FEMENÍ / ANDORRA 1970-2020 / VICTORIA
DesignerJudit Gaset Flinch
PrägestätteReal Casa de la Moneda, Madrid
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an 50 Jahre allgemeines Frauenwahlrecht. Das Motiv zeigt das Gesicht einer Frau, umrahmt von endlosen Linien aus dicht aneinandergereihten weiblichen Vornamen in katalanischer Sprache als Zeichen der Solidarität im Kampf um Frauenrechte. Der wiederholte Name „VICTORIA“ symbolisiert den Sieg im Kampf um das Wahlrecht; ergänzt wird das Motiv durch die Aufschriften „50 ANYS DEL SUFRAGI UNIVERSAL FEMENÍ“ und „ANDORRA 1970-2020“.
Das Motiv
Das Motiv zeigt das Gesicht einer Frau, eingerahmt von ins Endlose laufenden Linien. Diese Linien sind aus weiblichen Vornamen in katalanischer Sprache gebildet. Die Namen sind dicht aneinander geschrieben sind, sodass es schwierig ist, sie einzeln zu lesen. Dies als Zeichen der Solidarität für Frauen im Kampf um ihre Rechte. Nur ein Name wird wiederholt: „VICTORIA“ als Symbol für den Sieg im Kampf um das Wahlrecht.
Abgerundet wird das Münzmotiv durch die Aufschriften „50 ANYS DEL SUFRAGI UNIVERSAL FEMENÍ“ (50 Jahre Allgemeines Frauenwahlrecht) und „ANDORRA 1970-2020“. Auch diese Inschriften sind in die Bewegung der Linien integriert, um die Bedeutung des Gedenktags hervorzuheben.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Abgerundet wird das Münzmotiv durch die Aufschriften „50 ANYS DEL SUFRAGI UNIVERSAL FEMENÍ“ (50 Jahre Allgemeines Frauenwahlrecht) und „ANDORRA 1970-2020“. Auch diese Inschriften sind in die Bewegung der Linien integriert, um die Bedeutung des Gedenktags hervorzuheben.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren Frauen in Andorra von der politischen Mitwirkung ausgeschlossen. Das Wahlrecht war historisch an männliche Bürger und zunächst zusätzlich an die Stellung als Haushaltsvorstand gebunden. Auch nachdem das Wahlrecht für Männer erweitert worden war, blieben politische Ämter und Abstimmungen eine männliche Domäne. Dies entsprach den traditionellen gesellschaftlichen und institutionellen Strukturen des kleinen Pyrenäenstaates, der damals noch keine moderne geschriebene Verfassung besaß.
In den 1960er-Jahren forderten andorranische Frauen öffentlich politische Gleichberechtigung. Eine Petition aus dem Jahr 1967 verlangte das aktive Wahlrecht für Frauen. Der Vorstoß fiel in eine Phase gesellschaftlicher Veränderungen: Andorra wandelte sich durch Bevölkerungswachstum, Tourismus und wirtschaftliche Öffnung, während zugleich die überlieferten politischen Strukturen zunehmend reformiert wurden. 1970 erhielten Frauen das Recht, an Wahlen teilzunehmen. Das Recht, selbst für ein politisches Amt zu kandidieren, folgte einige Jahre später. Die rechtliche Gleichstellung im Wahlrecht war damit kein einzelner Schritt, sondern Teil eines längeren Demokratisierungsprozesses.
Andorra ist ein parlamentarisches Kofürstentum. Staatsoberhäupter sind gemeinsam der Bischof von Urgell und der Präsident der Französischen Republik. Die Volksvertretung ist der Generalrat, dessen historische Wurzeln mehrere Jahrhunderte zurückreichen. Die heutige staatliche Ordnung wurde 1993 mit der ersten Verfassung Andorras und der Bestätigung der Volkssouveränität neu geregelt. Frauen wirken seither auf allen Ebenen des politischen Lebens mit.
Die Ausgabe im Jahr 2020 knüpfte an den runden Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts an. Der Anlass bot sich für eine Gedenkmünze an, weil er sowohl einen konkreten Einschnitt in der andorranischen Rechtsgeschichte als auch den Wandel von einer traditionell eingeschränkten politischen Beteiligung hin zu demokratischer Gleichberechtigung markiert. Das Jubiläum erinnert dabei nicht nur an die gesetzliche Änderung, sondern auch an die Frauen, die sie zuvor eingefordert hatten.
In den 1960er-Jahren forderten andorranische Frauen öffentlich politische Gleichberechtigung. Eine Petition aus dem Jahr 1967 verlangte das aktive Wahlrecht für Frauen. Der Vorstoß fiel in eine Phase gesellschaftlicher Veränderungen: Andorra wandelte sich durch Bevölkerungswachstum, Tourismus und wirtschaftliche Öffnung, während zugleich die überlieferten politischen Strukturen zunehmend reformiert wurden. 1970 erhielten Frauen das Recht, an Wahlen teilzunehmen. Das Recht, selbst für ein politisches Amt zu kandidieren, folgte einige Jahre später. Die rechtliche Gleichstellung im Wahlrecht war damit kein einzelner Schritt, sondern Teil eines längeren Demokratisierungsprozesses.
Andorra ist ein parlamentarisches Kofürstentum. Staatsoberhäupter sind gemeinsam der Bischof von Urgell und der Präsident der Französischen Republik. Die Volksvertretung ist der Generalrat, dessen historische Wurzeln mehrere Jahrhunderte zurückreichen. Die heutige staatliche Ordnung wurde 1993 mit der ersten Verfassung Andorras und der Bestätigung der Volkssouveränität neu geregelt. Frauen wirken seither auf allen Ebenen des politischen Lebens mit.
Die Ausgabe im Jahr 2020 knüpfte an den runden Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts an. Der Anlass bot sich für eine Gedenkmünze an, weil er sowohl einen konkreten Einschnitt in der andorranischen Rechtsgeschichte als auch den Wandel von einer traditionell eingeschränkten politischen Beteiligung hin zu demokratischer Gleichberechtigung markiert. Das Jubiläum erinnert dabei nicht nur an die gesetzliche Änderung, sondern auch an die Frauen, die sie zuvor eingefordert hatten.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenCoincard
- Verpackung
- Coincard
- Auflage
- 60.000
- Marktpreis
- 37,90 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Coincard
60.000
Offizielle Ausgabepreise
2020 · Coincard: 12,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
