CC 383 2020
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Frankreich · Medizinische Forschung
Auflage10.000
Ausgabepreis20,00 €
Ausgabedatum06.10.2020
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis37,90 €
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Die Gedenkmünze ist der medizinischen Forschung gewidmet. Das Motiv zeigt ein Antlitz in einer Kugel als Sinnbild für den Menschen in der Union, das auf von einem Kreis umschriebene DNA-Fragmente blickt. Die schräge Bildachse symbolisiert, wie Forschung und Intelligenz das unendlich Kleine untersuchen und über Krankheiten triumphieren.
Das Motiv
Das Motiv zeigt ein Antlitz in einer Kugel als Sinnbild für den Menschen in der Union. Es blickt auf das unendlich Kleine, das durch von einem Kreis umschriebene DNA-Fragmente dargestellt wird. Durch die schräge Bildachse wird bei dieser Allegorie zum Ausdruck gebracht, dass Forschung und Intelligenz das unendlich Kleine dominieren, es untersuchen und über Krankheiten triumphieren. Rechts oben ist der Ausgabestaat durch „RF“ angegeben, links unten befinden sich das Münzzeichen und das Ausgabejahr „2020“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Ausgabe steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 war Ende 2019 identifiziert worden; am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation die weltweite Ausbreitung als Pandemie ein. In Frankreich führte die rasch steigende Zahl der Erkrankungen ab März zu weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Gleichzeitig arbeiteten öffentliche Forschungseinrichtungen, Universitäten, Krankenhäuser und pharmazeutische Unternehmen an Tests, Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffen.
Medizinische Forschung umfasst dabei mehrere Ebenen. Grundlagenforschung untersucht den Aufbau und die Vermehrung von Krankheitserregern sowie die Reaktion des menschlichen Immunsystems. Klinische Studien prüfen, ob Arzneimittel und Impfstoffe wirksam und vertretbar sind. Epidemiologie und Datenanalyse befassen sich mit Übertragungswegen, Risikofaktoren und dem Verlauf einer Krankheit in der Bevölkerung. Gerade bei einer neu auftretenden Infektionskrankheit greifen diese Bereiche ineinander.
Die genetische Bildsprache der Münze verweist allgemein auf die Molekularbiologie. SARS-CoV-2 besitzt allerdings kein Erbgut aus DNA, sondern aus RNA. Die dargestellten DNA-Strukturen sind deshalb nicht als naturgetreue Wiedergabe des Virus zu verstehen, sondern als übergreifendes Zeichen für biomedizinische Forschung. Genetische Verfahren werden unter anderem bei der Entwicklung diagnostischer Tests, bei der Beobachtung von Virusvarianten und bei der Untersuchung erblicher Krankheitsrisiken eingesetzt.
Frankreich verfügt mit Einrichtungen wie dem Institut Pasteur und dem staatlichen Forschungsinstitut Inserm über eine lange institutionelle Tradition auf diesem Gebiet. Während der Pandemie war Forschung zudem stark international organisiert: Genomdaten, Studienergebnisse und epidemiologische Erkenntnisse wurden über Ländergrenzen hinweg ausgetauscht.
Die Wahl des Themas im Jahr 2020 reagierte auf diese außergewöhnliche gesundheitspolitische Situation. Anders als viele Gedenkmünzen erinnert die Ausgabe nicht an einen Jahrestag oder eine einzelne Person. Sie würdigt vielmehr die gemeinsame Arbeit der medizinischen Forschung im Kampf gegen Krankheiten, wobei die Pandemie den konkreten Anlass bildete.
Medizinische Forschung umfasst dabei mehrere Ebenen. Grundlagenforschung untersucht den Aufbau und die Vermehrung von Krankheitserregern sowie die Reaktion des menschlichen Immunsystems. Klinische Studien prüfen, ob Arzneimittel und Impfstoffe wirksam und vertretbar sind. Epidemiologie und Datenanalyse befassen sich mit Übertragungswegen, Risikofaktoren und dem Verlauf einer Krankheit in der Bevölkerung. Gerade bei einer neu auftretenden Infektionskrankheit greifen diese Bereiche ineinander.
Die genetische Bildsprache der Münze verweist allgemein auf die Molekularbiologie. SARS-CoV-2 besitzt allerdings kein Erbgut aus DNA, sondern aus RNA. Die dargestellten DNA-Strukturen sind deshalb nicht als naturgetreue Wiedergabe des Virus zu verstehen, sondern als übergreifendes Zeichen für biomedizinische Forschung. Genetische Verfahren werden unter anderem bei der Entwicklung diagnostischer Tests, bei der Beobachtung von Virusvarianten und bei der Untersuchung erblicher Krankheitsrisiken eingesetzt.
Frankreich verfügt mit Einrichtungen wie dem Institut Pasteur und dem staatlichen Forschungsinstitut Inserm über eine lange institutionelle Tradition auf diesem Gebiet. Während der Pandemie war Forschung zudem stark international organisiert: Genomdaten, Studienergebnisse und epidemiologische Erkenntnisse wurden über Ländergrenzen hinweg ausgetauscht.
Die Wahl des Themas im Jahr 2020 reagierte auf diese außergewöhnliche gesundheitspolitische Situation. Anders als viele Gedenkmünzen erinnert die Ausgabe nicht an einen Jahrestag oder eine einzelne Person. Sie würdigt vielmehr die gemeinsame Arbeit der medizinischen Forschung im Kampf gegen Krankheiten, wobei die Pandemie den konkreten Anlass bildete.
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