CC 379 2020
2-Euro-Münze
PP
2 Euro PP
Finnland · 100 Jahre Universität Turku
Auflage5.000
Ausgabepreis22,00 €
Ausgabedatum14.08.2020
RandschriftSUOMI FINLAND + 3 Löwenköpfe
Marktpreis32,00 €
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze würdigt das 100-jährige Bestehen der Universität Turku und thematisiert das Verhältnis zwischen Universitäten und Gesellschaft. Das Gittermuster des Motivs symbolisiert deren Interaktion; darüber steht die Jahreszahl „2020“, rechts befinden sich das Münzzeichen und die Angabe „FI“.
Das Motiv
Das Motiv in Form eines Gittermusters stellt die Interaktion zwischen Universitäten und der Gesellschaft dar. Oberhalb des Motivs steht das Ausgabejahr „2020“, rechts davon sind das Münzzeichen und unter diesem die Angabe des Ausgabestaats „FI“ zu sehen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Universität Turku entstand in den Jahren nach der finnischen Unabhängigkeit von 1917. Ihre Gründung wurde durch eine landesweite Spendensammlung ermöglicht, an der sich mehr als 22.000 Menschen beteiligten. Damit sollte eine Hochschule geschaffen werden, an der Finnisch die zentrale Lehr- und Wissenschaftssprache war. Die neue Einrichtung war die erste vollständig finnischsprachige Universität des Landes. Ihre Entstehung war somit eng mit dem Aufbau des unabhängigen finnischen Staates und der Stellung der finnischen Sprache im Bildungswesen verbunden.
Turku hatte allerdings schon wesentlich früher eine Hochschultradition. 1640 war dort die Königliche Akademie zu Turku gegründet worden, die erste Universität auf dem Gebiet des heutigen Finnland. Nach dem großen Stadtbrand von 1827 wurde sie nach Helsinki verlegt; aus ihr entwickelte sich die heutige Universität Helsinki. Die 1920 gegründete Universität Turku ist daher keine unmittelbare Fortsetzung der alten Akademie, knüpft aber an die akademische Geschichte der Stadt an. Daneben besteht in Turku seit 1918 die schwedischsprachige Åbo Akademi.
Die Finanzierung durch zahlreiche private Spender prägte das Selbstverständnis der neuen Universität. Wissenschaft sollte nicht allein eine Angelegenheit staatlicher Institutionen oder kleiner gesellschaftlicher Gruppen sein, sondern durch breite Beteiligung getragen werden und der finnischen Gesellschaft dienen. Dieser Gründungshintergrund erklärt, weshalb beim Jubiläum nicht nur die Hochschule als Institution, sondern besonders ihr Austausch mit der Gesellschaft in den Mittelpunkt rückte.
Zu diesem Verhältnis gehören Forschung, akademische Ausbildung und die Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an Öffentlichkeit, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Umgekehrt wirken gesellschaftliche Fragen und Veränderungen auf die Arbeit einer Universität zurück. Die Münzausgabe nahm daher nicht lediglich ein rundes Gründungsjubiläum auf, sondern erinnerte zugleich an die ungewöhnliche Entstehung der Hochschule aus einer bürgergetragenen Initiative. Im Jubiläumsjahr bot sich damit ein Anlass, die historische Verbindung zwischen Wissenschaft, Sprache, nationaler Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Mitwirkung hervorzuheben.
Turku hatte allerdings schon wesentlich früher eine Hochschultradition. 1640 war dort die Königliche Akademie zu Turku gegründet worden, die erste Universität auf dem Gebiet des heutigen Finnland. Nach dem großen Stadtbrand von 1827 wurde sie nach Helsinki verlegt; aus ihr entwickelte sich die heutige Universität Helsinki. Die 1920 gegründete Universität Turku ist daher keine unmittelbare Fortsetzung der alten Akademie, knüpft aber an die akademische Geschichte der Stadt an. Daneben besteht in Turku seit 1918 die schwedischsprachige Åbo Akademi.
Die Finanzierung durch zahlreiche private Spender prägte das Selbstverständnis der neuen Universität. Wissenschaft sollte nicht allein eine Angelegenheit staatlicher Institutionen oder kleiner gesellschaftlicher Gruppen sein, sondern durch breite Beteiligung getragen werden und der finnischen Gesellschaft dienen. Dieser Gründungshintergrund erklärt, weshalb beim Jubiläum nicht nur die Hochschule als Institution, sondern besonders ihr Austausch mit der Gesellschaft in den Mittelpunkt rückte.
Zu diesem Verhältnis gehören Forschung, akademische Ausbildung und die Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an Öffentlichkeit, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Umgekehrt wirken gesellschaftliche Fragen und Veränderungen auf die Arbeit einer Universität zurück. Die Münzausgabe nahm daher nicht lediglich ein rundes Gründungsjubiläum auf, sondern erinnerte zugleich an die ungewöhnliche Entstehung der Hochschule aus einer bürgergetragenen Initiative. Im Jubiläumsjahr bot sich damit ein Anlass, die historische Verbindung zwischen Wissenschaft, Sprache, nationaler Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Mitwirkung hervorzuheben.
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