CC 375 2020
Numisbrief
Stgl./BU
Numisbrief
Vatikan · 100. Geburtstag von Johannes Paul II
Auflage5.000
Ausgabepreis46,00 €
Ausgabedatum23.06.2020
VerpackungNumisbrief
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Zum Ausgabeanlass
Die Gedenkmünze erinnert an den 100. Jahrestag der Geburt von Papst Johannes Paul II. Das Motiv zeigt den Papst sowie sein Geburtshaus und die nahe gelegene Basilika in Wadowice, Polen. Ergänzt wird die Darstellung durch die Aufschrift „PAPA GIOVANNI PAOLO II“ und die Jahreszahlen „1920 2020“.
Das Motiv
Das Motiv bildet Papst Johannes Paul II., die Wohnung, in der er geboren wurde, und die Basilika in der Nähe seines Wohnorts in Wadowice, Polen, ab. Oben links steht halbkreisförmig die Aufschrift „PAPA GIOVANNI PAOLO II“. Rechts sind die „1920 2020“ und das Münzzeichen „R“ zu sehen. Am unteren Rand steht halbkreisförmig der Name des Ausgabestaats „CITTA’ DEL VATICANO“. Unter dem Bild der Basilika sind der Name des Künstlers „G. TITOTTO“ und die Initialen des Graveurs „M.A.C. INC” (Maria Angela Cassol, Graveur) zu sehen.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Johannes Paul II. wurde als Karol Józef Wojtyła am 18. Mai 1920 geboren. Während der deutschen Besetzung Polens arbeitete er zeitweise in einem Steinbruch und einer Chemiefabrik. Zugleich bereitete er sich im Untergrund auf das Priesteramt vor, da die Besatzer die kirchliche Ausbildung eingeschränkt hatten. 1946 empfing er die Priesterweihe, 1964 wurde er Erzbischof von Krakau und 1967 Kardinal.
Im Oktober 1978 wählte ihn das Konklave zum Papst. Er war der erste Pole in diesem Amt und seit mehreren Jahrhunderten der erste Papst, der nicht aus Italien stammte. Sein Pontifikat dauerte bis zu seinem Tod 2005. Johannes Paul II. unternahm zahlreiche Auslandsreisen und machte öffentliche Begegnungen zu einem festen Bestandteil der päpstlichen Amtsführung. Seine Besuche in Polen stärkten dort das Selbstverständnis der katholischen Kirche und der nichtstaatlichen gesellschaftlichen Kräfte während der kommunistischen Herrschaft. Damit wirkte er mittelbar auf die Entwicklungen ein, die zum Ende des Ostblocks führten, ohne dass dieser politische Umbruch allein auf ihn zurückgeführt werden kann.
In Fragen der Glaubens- und Morallehre vertrat er vielfach traditionelle katholische Positionen. Zugleich suchte er den Kontakt zu anderen christlichen Kirchen sowie zum Judentum und zum Islam. 1981 wurde er auf dem Petersplatz bei einem Attentat schwer verletzt. Später vergab er dem Täter bei einem Gefängnisbesuch. Papst Benedikt XVI. sprach ihn 2011 selig, Papst Franziskus 2014 heilig.
Das frühere Wohnhaus der Familie Wojtyła ist heute ein Museum. Die benachbarte Kirche war seine Tauf- und Heimatpfarrkirche und erhielt später den Rang einer Basilica minor. Beide Orte verbinden seine kirchliche Laufbahn mit seiner Herkunft. Für den Vatikan lag eine numismatische Würdigung nahe, weil Johannes Paul II. als Papst zugleich Oberhaupt der katholischen Kirche und Souverän des Staates Vatikanstadt gewesen war.
Im Oktober 1978 wählte ihn das Konklave zum Papst. Er war der erste Pole in diesem Amt und seit mehreren Jahrhunderten der erste Papst, der nicht aus Italien stammte. Sein Pontifikat dauerte bis zu seinem Tod 2005. Johannes Paul II. unternahm zahlreiche Auslandsreisen und machte öffentliche Begegnungen zu einem festen Bestandteil der päpstlichen Amtsführung. Seine Besuche in Polen stärkten dort das Selbstverständnis der katholischen Kirche und der nichtstaatlichen gesellschaftlichen Kräfte während der kommunistischen Herrschaft. Damit wirkte er mittelbar auf die Entwicklungen ein, die zum Ende des Ostblocks führten, ohne dass dieser politische Umbruch allein auf ihn zurückgeführt werden kann.
In Fragen der Glaubens- und Morallehre vertrat er vielfach traditionelle katholische Positionen. Zugleich suchte er den Kontakt zu anderen christlichen Kirchen sowie zum Judentum und zum Islam. 1981 wurde er auf dem Petersplatz bei einem Attentat schwer verletzt. Später vergab er dem Täter bei einem Gefängnisbesuch. Papst Benedikt XVI. sprach ihn 2011 selig, Papst Franziskus 2014 heilig.
Das frühere Wohnhaus der Familie Wojtyła ist heute ein Museum. Die benachbarte Kirche war seine Tauf- und Heimatpfarrkirche und erhielt später den Rang einer Basilica minor. Beide Orte verbinden seine kirchliche Laufbahn mit seiner Herkunft. Für den Vatikan lag eine numismatische Würdigung nahe, weil Johannes Paul II. als Papst zugleich Oberhaupt der katholischen Kirche und Souverän des Staates Vatikanstadt gewesen war.



