Übersicht 2 Euro PP
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CC 370 2020 2-Euro-Münze PP

2 Euro PP

Luxemburg · 200. Geburtstag von Prinz Henri

Auflage2.500
Ausgabedatum26.02.2020
Verpackungim Etui
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Preis des Satzes (6 Münzen)690,00 €

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze würdigt den 200. Geburtstag von Prinz Henri d’Orange-Nassau (1820–1879). Das Motiv zeigt rechts das Bildnis seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Henri und links das Bildnis von Prinz Henri, ergänzt durch dessen Namen und Lebensdaten sowie die Aufschrift „LUXEMBOURG“.

Das Motiv
Das Münzbild zeigt auf der rechten Seite das Bildnis seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Henri und links das Bildnis von Prinz Henri. Im unteren Teil sind der Name des Ausgabestaates „LUXEMBOURG“ und das Ausgabedatum „2020“ eingeprägt. Auf der linken Seite befinden sich die halbkreisförmige Inschrift „Prince Henri d’Orange-Nassau“ und unter dessen Bildnis die Jahreszahlen „1820-1879“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Der Geehrte entstammte dem Haus Oranien-Nassau. Er war ein Sohn des niederländischen Königs Wilhelm II. und der russischen Großfürstin Anna Pawlowna sowie ein jüngerer Bruder König Wilhelms III. Zunächst schlug er eine Laufbahn in der niederländischen Marine ein. Seine Seereisen führten ihn unter anderem in die damaligen niederländischen Kolonialgebiete; später erreichte er den Rang eines Admirals. Daher wurde er auch als „der Seefahrer“ bezeichnet.

Für Luxemburg ist vor allem seine Tätigkeit als Statthalter maßgeblich. Von 1850 bis zu seinem Tod vertrat er dort seinen Bruder Wilhelm III., der zugleich König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg war. Diese Verbindung beruhte auf der 1815 geschaffenen Personalunion: Die beiden Länder hatten dasselbe Staatsoberhaupt, blieben jedoch rechtlich getrennte Staaten. Prinz Henri war somit nicht selbst Großherzog, sondern übte vor Ort repräsentative und administrative Aufgaben im Namen des Monarchen aus. Als Residenz diente ihm Schloss Walferdingen nördlich der Hauptstadt.

Seine Amtszeit fiel in eine Phase, in der sich Luxemburgs staatliche Stellung festigte. Während der Luxemburgkrise von 1867 stritten Frankreich und Preußen über die Zukunft des Großherzogtums und seiner strategisch wichtigen Festung. Der Londoner Vertrag bestätigte Luxemburgs Neutralität; anschließend wurden große Teile der Festungsanlagen geschleift. Zugleich entwickelten sich Eisenbahn, Industrie und staatliche Institutionen. Eine private Eisenbahngesellschaft und ihr Streckennetz trugen den Namen „Prinz-Heinrich-Bahn“.

Die Wahl des Jubiläums als Münzanlass erklärt sich aus dieser fast drei Jahrzehnte dauernden Verbindung mit Luxemburg und aus der dynastischen Kontinuität des Hauses Nassau. Die Gegenüberstellung mit dem amtierenden Großherzog ordnet den früheren Statthalter zugleich in die Geschichte der luxemburgischen Monarchie ein. Sein runder Geburtstag bot 2020 den konkreten Anlass für die Ausgabe.

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