Übersicht Deutschland 2020 Brandenburg, Schloss Sanssouci in Potsdam – Übersicht
CC 366 2020 Kursmünzensatz PP

KMS PP

Deutschland · Brandenburg, Schloss Sanssouci in Potsdam

Auflage78.000
Ausgabepreis24,50 €
Ausgabedatum28.01.2020
VerpackungKursmünzensatz
RandschriftEINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT + Bundesadler
Marktpreis139,00 €

Auflagenangabe der Quelle: 19200 | 14700

Varianten

5
Deutschland, A · A · Münzzeichen A · PP · Kursmünzensatz · Auflage 19.200
Deutschland, D · D · Münzzeichen D · PP · Kursmünzensatz · Auflage 14.700
Deutschland, F · F · Münzzeichen F · PP · Kursmünzensatz · Auflage 14.700
Deutschland, G · G · Münzzeichen G · PP · Kursmünzensatz · Auflage 14.700
Deutschland, J · J · Münzzeichen J · PP · Kursmünzensatz · Auflage 14.700

Zum Ausgabeanlass

Die Gedenkmünze ist Brandenburg im Rahmen der Bundesländer-Serie gewidmet. Das Motiv zeigt das Schloss Sanssouci; ergänzt wird es durch die Inschrift „BRANDENBURG“, den deutschen Ländercode „D“, das jeweilige Münzzeichen, die Initialen des Künstlers und die Jahreszahl „2020“. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.

Das Motiv
Das Münzmotiv zeigt das Schloss Sanssouci. In der oberen Hälfte des Münzinneren befinden sich das Münzzeichen der jeweiligen Münzprägeanstalt („A“, „D“, „F“, „G“ oder „J“), die Initialen des Künstlers und die Jahreszahl „2020“. Die untere Hälfte des Münzinneren enthält die Inschrift „BRANDENBURG“ und den deutschen Ländercode „D“.

Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Sanssouci liegt in Potsdam, der Landeshauptstadt Brandenburgs. Friedrich II. von Preußen ließ das Schloss zwischen 1745 und 1747 nach Entwürfen des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichten. In die Planung flossen auch Skizzen und Vorstellungen des Königs ein. Der französische Name „Sanssouci“ bedeutet „ohne Sorge“ und verweist auf die Funktion des Gebäudes als privater Rückzugsort abseits des formellen Hoflebens.

Das eingeschossige Schloss entstand oberhalb terrassierter Weinberge. Seine vergleichsweise überschaubaren Dimensionen unterscheiden es von groß angelegten europäischen Residenzen. Friedrich II. nutzte Sanssouci vor allem während der wärmeren Monate. Dort beschäftigte er sich mit Musik, Literatur und Philosophie und empfing ausgewählte Gäste. Die Anlage steht damit zugleich für die höfische Kultur und das Herrschaftsverständnis des aufgeklärten Absolutismus: Der Monarch verstand sich als rational regierender „erster Diener des Staates“, hielt jedoch an einer weitgehend unbeschränkten königlichen Herrschaft fest.

Später wurde der Park durch weitere Bauten ergänzt, darunter das Neue Palais, die Bildergalerie und das Chinesische Haus. So entstand über mehrere Generationen eine weitläufige Residenzlandschaft. Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin gehören seit 1990 zum UNESCO-Welterbe. Friedrich II. wurde 1991 entsprechend seinem Wunsch auf der obersten Terrasse von Sanssouci beigesetzt.

Die deutsche Bundesländer-Serie stellte nacheinander alle Länder der Bundesrepublik mit einem für sie ausgewählten Bauwerk oder Wahrzeichen vor. Die Reihenfolge orientierte sich grundsätzlich an der turnusmäßig wechselnden Präsidentschaft des Bundesrates. Brandenburg übernahm diesen Vorsitz für den Zeitraum 2019/2020. Sanssouci bot sich als Motiv an, weil das Schloss eng mit Potsdam, der brandenburgisch-preußischen Geschichte und der heutigen kulturellen Identität des Landes verbunden ist. Die Ausgabe markierte somit weniger ein Jubiläum des Schlosses als die turnusmäßige Würdigung Brandenburgs innerhalb der Serie.

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