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Andorra · 600. Jahrestag des Consell de la Terra
Ausgabedatum11.11.2019
Gesamtauflage60.000
EU-Maximum60.000
Editionen1
Randschrift2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Aufschrift600 ANYS DEL CONSELL DE LA TERRA / ANDORRA / 1419 / 2019
DesignerOrietta Rossi
PrägestätteMonnaie de Paris, Pessac
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den 600. Jahrestag der Gründung des 1419 eingerichteten „Consell de la Terra“, des Vorgängers des Consell General, des Parlaments von Andorra. Das Motiv zeigt den oberen Teil des Portals der Casa de la Vall mit dem Landeswappen und einem Fensterausschnitt. Zwei Gruppen menschlicher Gesichter symbolisieren als vermeintliche Bausteine des Gebäudes den Zusammenhalt der Bevölkerung Andorras; ergänzt wird das Motiv durch die Aufschriften „600 ANYS DEL CONSELL DE LA TERRA“, „ANDORRA“ sowie die Jahreszahlen „1419“ und „2019“.
Das Motiv
Das Münzmotiv erinnert an den 600. Jahrestag der Gründung des „Consell de la Terra“
(Landesrat). Dabei handelt es sich um ein 1419 eingerichtetes Vertretungsorgan, dem Vorgänger des Consell General
(Allgemeinrat Andorras), dem Parlament von Andorra.
Das Münzmotiv zeigt den oberen Teil des Portals Casa de la Vall (alter Sitz des Parlaments) mit dem Wappen des Landes und
einem fragmentarischen Teil eines Fensters. Auf beiden Seiten des Münzmotivs sind zwei kompakte Gruppen menschlicher
Gesichter zu sehen, als ob sie Steine des Gebäudes wären. Dies versinnbildlicht den Zusammenhalt der Einwohner Andorras
als eine in Geschichte, Institutionen und Werten geeinte soziale Gemeinschaft.
Die Aufschrift „600 ANYS DEL CONSELL DE LA TERRA“ (600 Jahre Landesrat) steht am oberen Ende des Münzmotivs. Der
Name des Ausgabestaates „ANDORRA“ und beide Jahresdaten „1419“ und „2019“ stehen in der Mitte der Zahl „600“ und
vervollständigen das Münzmotiv.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
(Landesrat). Dabei handelt es sich um ein 1419 eingerichtetes Vertretungsorgan, dem Vorgänger des Consell General
(Allgemeinrat Andorras), dem Parlament von Andorra.
Das Münzmotiv zeigt den oberen Teil des Portals Casa de la Vall (alter Sitz des Parlaments) mit dem Wappen des Landes und
einem fragmentarischen Teil eines Fensters. Auf beiden Seiten des Münzmotivs sind zwei kompakte Gruppen menschlicher
Gesichter zu sehen, als ob sie Steine des Gebäudes wären. Dies versinnbildlicht den Zusammenhalt der Einwohner Andorras
als eine in Geschichte, Institutionen und Werten geeinte soziale Gemeinschaft.
Die Aufschrift „600 ANYS DEL CONSELL DE LA TERRA“ (600 Jahre Landesrat) steht am oberen Ende des Münzmotivs. Der
Name des Ausgabestaates „ANDORRA“ und beide Jahresdaten „1419“ und „2019“ stehen in der Mitte der Zahl „600“ und
vervollständigen das Münzmotiv.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Andorras politische Ordnung entwickelte sich aus mittelalterlichen Herrschaftsverhältnissen. Seit den Verträgen von 1278 und 1288 übten der Bischof von Urgell und der Graf von Foix die Herrschaft gemeinsam aus. Aus der gräflichen Rechtsnachfolge ging später die Stellung des französischen Staatsoberhaupts als Kofürst hervor. Diese Doppelherrschaft besteht in verfassungsrechtlich veränderter Form bis heute.
Der Landesrat ermöglichte es den Gemeinden, gemeinsame Angelegenheiten des Tals gegenüber den Kofürsten zu vertreten. Zu seinen Aufgaben gehörten die Verwaltung gemeinschaftlicher Interessen, die Regelung von Abgaben und die Entsendung von Bevollmächtigten. Die politische Mitwirkung war zunächst nicht demokratisch im heutigen Sinn, sondern an Gemeinden, Haushalte und gesellschaftliche Stellung gebunden. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurde die Repräsentation schrittweise reformiert und das Wahlrecht erweitert.
Die Casa de la Vall wurde ursprünglich als Wohn- und Wehrhaus einer Familie errichtet. Der Landesrat erwarb das Gebäude zu Beginn des 18. Jahrhunderts und nutzte es anschließend über drei Jahrhunderte für Sitzungen und Verwaltungsaufgaben. Neben dem Ratssaal beherbergte es auch Räume für Justiz und Archiv. Ein historischer Schrank mit mehreren Schlössern diente zur Aufbewahrung zentraler Dokumente; seine Schlüssel waren auf die Gemeinden verteilt. Seit 2011 tagt das Parlament in einem Neubau neben der Casa de la Vall, während das alte Gebäude weiterhin für zeremonielle und institutionelle Zwecke verwendet wird.
Mit der Verfassung von 1993 wurde Andorra ausdrücklich zu einem parlamentarischen Kofürstentum und einem souveränen Rechtsstaat. Der Consell General beschließt Gesetze, verabschiedet den Staatshaushalt und kontrolliert die Regierung. Die Kofürsten blieben Staatsoberhäupter, ihre Befugnisse wurden jedoch verfassungsrechtlich begrenzt.
Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil sich daran die lange Entwicklung von einer ständisch-kommunalen Vertretung zu einem modernen Parlament darstellen lässt. Die Casa de la Vall verbindet diese institutionelle Kontinuität mit einem im Land unmittelbar erkennbaren Ort.
Der Landesrat ermöglichte es den Gemeinden, gemeinsame Angelegenheiten des Tals gegenüber den Kofürsten zu vertreten. Zu seinen Aufgaben gehörten die Verwaltung gemeinschaftlicher Interessen, die Regelung von Abgaben und die Entsendung von Bevollmächtigten. Die politische Mitwirkung war zunächst nicht demokratisch im heutigen Sinn, sondern an Gemeinden, Haushalte und gesellschaftliche Stellung gebunden. Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurde die Repräsentation schrittweise reformiert und das Wahlrecht erweitert.
Die Casa de la Vall wurde ursprünglich als Wohn- und Wehrhaus einer Familie errichtet. Der Landesrat erwarb das Gebäude zu Beginn des 18. Jahrhunderts und nutzte es anschließend über drei Jahrhunderte für Sitzungen und Verwaltungsaufgaben. Neben dem Ratssaal beherbergte es auch Räume für Justiz und Archiv. Ein historischer Schrank mit mehreren Schlössern diente zur Aufbewahrung zentraler Dokumente; seine Schlüssel waren auf die Gemeinden verteilt. Seit 2011 tagt das Parlament in einem Neubau neben der Casa de la Vall, während das alte Gebäude weiterhin für zeremonielle und institutionelle Zwecke verwendet wird.
Mit der Verfassung von 1993 wurde Andorra ausdrücklich zu einem parlamentarischen Kofürstentum und einem souveränen Rechtsstaat. Der Consell General beschließt Gesetze, verabschiedet den Staatshaushalt und kontrolliert die Regierung. Die Kofürsten blieben Staatsoberhäupter, ihre Befugnisse wurden jedoch verfassungsrechtlich begrenzt.
Das Jubiläum bot sich als Münzanlass an, weil sich daran die lange Entwicklung von einer ständisch-kommunalen Vertretung zu einem modernen Parlament darstellen lässt. Die Casa de la Vall verbindet diese institutionelle Kontinuität mit einem im Land unmittelbar erkennbaren Ort.
eBay-Preisanalyse
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Preisanalyse ansehenCoincard
- Verpackung
- Coincard
- Auflage
- 60.000
- Marktpreis
- 65,00 €
- Randschrift
- 2 ★ ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Auflagen nach Ausgabeform
Coincard
60.000
Offizielle Ausgabepreise
2019 · Coincard: 12,50 €
Ergänzende Informationen
In den Umlaufmünzensätzen Andorras ist diese Gedenkmünze nicht enthalten.
