CC 356 2019
Blister
Stgl./BU Hauptmünze
Blister BU
Vatikan · 25. Jahrestag der Restaurierung der Sixtinischen Kapelle
Auflage69.000
Ausgabepreis18,00 €
Ausgabedatum01.10.2019
VerpackungBlister
Randschrift2 ★ × 6, abwechselnd aufrecht/verkehrt
Marktpreis45,90 €
Zum Ausgabeanlass
Die Münze erinnert an den Abschluss der Restaurierung der Sixtinischen Kapelle vor 25 Jahren (1994–2019). Das Motiv zeigt das „Jüngste Gericht“ in der Sixtinischen Kapelle, umgeben von den Schriftzügen „CITTÀ DEL VATICANO“ und „CAPPELLA SISTINA — FINE DEI RESTAURI“ sowie den Jahreszahlen „1994-2019“.
Das Motiv
Dargestellt wird das Jüngste Gericht in der Sixtinischen Kapelle. Links ist im Halbkreis der Schriftzug des Ausgabestaates „CITTÀ DEL VATICANO“ zu sehen. Rechts sind halbkreisförmig die Schriftzüge „CAPPELLA SISTINA — FINE DEI RESTAURI“ und die Jahre „1994-2019“ zu sehen. Rechts befindet sich auch das Münzzeichen „R“ und unten der Name des Künstlers „D. LONGO“.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
Hintergrund zum Thema
Die Sixtinische Kapelle gehört zum Apostolischen Palast im Vatikan. Sie wurde unter Papst Sixtus IV. im späten 15. Jahrhundert errichtet und nach ihm benannt. Bis heute dient sie päpstlichen Gottesdiensten und als Ort des Konklaves, bei dem die Kardinäle einen neuen Papst wählen. Ihre Ausstattung verbindet daher die religiöse Bildwelt der Renaissance mit zentralen Aufgaben des Papsttums.
Die Seitenwände wurden von Künstlern wie Sandro Botticelli, Pietro Perugino und Domenico Ghirlandaio mit Szenen aus dem Leben des Mose und Christi ausgemalt. Michelangelo schuf im Auftrag von Papst Julius II. zwischen 1508 und 1512 die Deckenfresken. Im Zentrum stehen Darstellungen aus dem Buch Genesis, darunter die Erschaffung Adams. Mehr als zwei Jahrzehnte später kehrte Michelangelo zurück, um die Altarwand mit dem „Jüngsten Gericht“ auszumalen. Das Werk entstand unter den Päpsten Clemens VII. und Paul III. und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von Heiligen sowie auferstehenden, geretteten und verdammten Menschen.
Über Jahrhunderte hatten sich auf den Fresken Staub, Ruß und Ablagerungen angesammelt. Hinzu kamen ältere Eingriffe und Überarbeitungen. Eine umfassende Restaurierung begann 1980 zunächst an kleineren Wandpartien und wurde anschließend auf die Decke und die Altarwand ausgedehnt. Restauratoren entfernten Schmutzschichten und frühere Überzüge, stabilisierten gefährdete Bereiche und untersuchten Michelangelos Maltechnik.
Das Ergebnis machte eine wesentlich hellere und farbintensivere Gestaltung sichtbar, als sie zuvor wahrgenommen worden war. Die Maßnahmen lösten zugleich fachliche Debatten aus: Kritiker befürchteten, bei der Reinigung könnten von Michelangelo ausgeführte Details verloren gegangen sein; andere verwiesen auf die gewonnenen Erkenntnisse über seine Freskotechnik. Spätere Übermalungen, darunter einzelne verhüllende Tücher an ursprünglich nackten Figuren, wurden teilweise als Zeugnisse der Rezeptionsgeschichte bewahrt.
Das Restaurierungsjubiläum bot dem Vatikan Anlass, sowohl an Michelangelos Werk als auch an die Aufgabe der Erhaltung eines intensiv genutzten kirchlichen und kulturellen Ortes zu erinnern.
Die Seitenwände wurden von Künstlern wie Sandro Botticelli, Pietro Perugino und Domenico Ghirlandaio mit Szenen aus dem Leben des Mose und Christi ausgemalt. Michelangelo schuf im Auftrag von Papst Julius II. zwischen 1508 und 1512 die Deckenfresken. Im Zentrum stehen Darstellungen aus dem Buch Genesis, darunter die Erschaffung Adams. Mehr als zwei Jahrzehnte später kehrte Michelangelo zurück, um die Altarwand mit dem „Jüngsten Gericht“ auszumalen. Das Werk entstand unter den Päpsten Clemens VII. und Paul III. und zeigt Christus als Weltenrichter, umgeben von Heiligen sowie auferstehenden, geretteten und verdammten Menschen.
Über Jahrhunderte hatten sich auf den Fresken Staub, Ruß und Ablagerungen angesammelt. Hinzu kamen ältere Eingriffe und Überarbeitungen. Eine umfassende Restaurierung begann 1980 zunächst an kleineren Wandpartien und wurde anschließend auf die Decke und die Altarwand ausgedehnt. Restauratoren entfernten Schmutzschichten und frühere Überzüge, stabilisierten gefährdete Bereiche und untersuchten Michelangelos Maltechnik.
Das Ergebnis machte eine wesentlich hellere und farbintensivere Gestaltung sichtbar, als sie zuvor wahrgenommen worden war. Die Maßnahmen lösten zugleich fachliche Debatten aus: Kritiker befürchteten, bei der Reinigung könnten von Michelangelo ausgeführte Details verloren gegangen sein; andere verwiesen auf die gewonnenen Erkenntnisse über seine Freskotechnik. Spätere Übermalungen, darunter einzelne verhüllende Tücher an ursprünglich nackten Figuren, wurden teilweise als Zeugnisse der Rezeptionsgeschichte bewahrt.
Das Restaurierungsjubiläum bot dem Vatikan Anlass, sowohl an Michelangelos Werk als auch an die Aufgabe der Erhaltung eines intensiv genutzten kirchlichen und kulturellen Ortes zu erinnern.
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